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Bau & Immobilien

Reinigungskraft in der Gebäudereinigung

Reinigungskräfte in der Gebäudereinigung halten Büros, Praxen, Schulen, Treppenhäuser und andere Gebäude sauber. Sie arbeiten meist für Reinigungsfirmen nach festen Leistungsplänen und oft zu Randzeiten.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Reinigungskraft in der Gebäudereinigung verdient

2.550 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.400 bis 3.300 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.450 € 2.550 € 29.400 €
Mit Berufserfahrung 2.450 € 2.550 € 2.750 € 30.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.650 € 2.900 € 3.300 € 34.800 €

Die Löhne richten sich nach dem allgemeinverbindlichen Lohntarifvertrag für die gewerblich Beschäftigten in der Gebäudereinigung, der für alle Betriebe der Branche gilt; Unterhaltsreinigung ist in der untersten Lohngruppe eingestuft, Glas- und Fassadenreinigung sowie Vorarbeit deutlich höher. Das tatsächliche Monatseinkommen hängt vor allem von der Stundenzahl ab, da viele Stellen nur Teilzeit oder Minijobs sind; Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit kommen hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Reinigungskraft in der Gebäudereinigung?

Der Kern der Arbeit ist die Unterhaltsreinigung: Böden saugen und wischen, Schreibtische und Türklinken abwischen, Papierkörbe leeren, Toiletten und Waschräume reinigen, Seife und Papier nachfüllen. Gearbeitet wird nach einem Leistungsverzeichnis, das festlegt, welcher Raum wie oft und wie gründlich zu reinigen ist, und nach einer vorgegebenen Zeit pro Objekt. Dazu kommen Reinigungswagen, Scheuersaugmaschinen und verschiedene Reinigungsmittel, die je nach Oberfläche richtig dosiert werden müssen. In Krankenhäusern und Arztpraxen gelten strengere Hygienevorschriften mit Desinfektion und festen Farbsystemen für Tücher. Manche Reinigungskräfte übernehmen auch Grundreinigungen, Treppenhausreinigung oder einfache Glasreinigung. Viele arbeiten allein oder in kleinen Teams in einem Objekt, das sie über Monate oder Jahre betreuen.

Wie wird man Reinigungskraft in der Gebäudereinigung?

Eine Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Die meisten Beschäftigten werden vom Arbeitgeber eingearbeitet, oft in wenigen Tagen direkt im Objekt. Größere Firmen bieten Schulungen zu Reinigungstechnik, Arbeitsschutz und Hygiene an. Deutschkenntnisse auf einfachem Niveau reichen in vielen Objekten aus, weshalb der Beruf ein häufiger Einstieg für Zugewanderte, Wiedereinsteigerinnen und Menschen ohne Berufsabschluss ist. Wer sich weiterentwickeln will, kann die dreijährige Ausbildung zum Gebäudereiniger machen, auch berufsbegleitend oder als Externenprüfung nach mehreren Jahren Berufspraxis.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend: viel Gehen und Stehen, Bücken, Heben von Eimern und Müllsäcken, wiederholte Armbewegungen. Rücken-, Knie- und Schulterbeschwerden sind verbreitet, ebenso Hautprobleme durch Reinigungsmittel und Handschuhe. Da Büros meist dann gereinigt werden, wenn niemand arbeitet, liegen die Arbeitszeiten häufig früh am Morgen, am Abend oder am Wochenende. Viele Stellen sind Teilzeit- oder Minijobs mit wenigen Stunden pro Tag, teils in mehreren Objekten mit Fahrtwegen dazwischen. Der Zeitdruck ist hoch, weil Aufträge knapp kalkuliert werden. Die Tätigkeit wird von Kunden oft wenig wahrgenommen, Kritik kommt dagegen schnell. Zuverlässigkeit und Sorgfalt zählen, weil die Arbeit meist unbeaufsichtigt erledigt wird und man Zugang zu fremden Räumen hat.

Aussichten

Reinigungskräfte werden ständig gesucht, die Branche gehört zu den größten Arbeitgebern in Deutschland, und eine Stelle zu finden ist selten schwer. Vollzeitstellen sind allerdings deutlich seltener als Teilzeit. Die Bezahlung liegt nur wenig über dem gesetzlichen Mindestlohn, ist aber durch einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag abgesichert. Aufstiegsmöglichkeiten gibt es über die Funktion als Vorarbeiterin oder Vorarbeiter, die ein Team im Objekt anleitet, über die Ausbildung zum Gebäudereiniger und später über die Objektleitung. Auch Spezialisierungen wie Krankenhausreinigung oder Glasreinigung können zu besser eingestuften Tätigkeiten führen.

Aufgaben

  • Böden saugen, wischen und mit Maschinen reinigen
  • Sanitärräume reinigen und desinfizieren
  • Oberflächen, Türen und Handläufe abwischen
  • Abfallbehälter leeren und Müll trennen
  • Verbrauchsmaterial wie Seife und Papier nachfüllen
  • Reinigungsmittel nach Vorgabe dosieren und anwenden
  • Mängel und Schäden im Objekt an die Vorarbeitung melden

Voraussetzungen

  • Kein bestimmter Schulabschluss erforderlich
  • Körperliche Belastbarkeit für Stehen, Bücken und Tragen
  • Zuverlässigkeit und selbstständiges Arbeiten ohne Aufsicht
  • Bereitschaft zu Arbeit am frühen Morgen, Abend oder Wochenende
  • Einfache Deutschkenntnisse zum Verstehen von Arbeitsanweisungen
  • Bei manchen Objekten ein einwandfreies Führungszeugnis

Wo man arbeitet

  • Gebäudereinigungsunternehmen
  • Bürogebäude und Verwaltungen
  • Krankenhäuser, Praxen und Pflegeheime
  • Schulen und Kindertagesstätten
  • Hotels
  • Einkaufszentren und Industriebetriebe

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg erfolgt meist ohne Ausbildung nach einer Einarbeitung durch den Arbeitgeber von wenigen Tagen. Wer aufsteigen will, kann die dreijährige duale Ausbildung zum Gebäudereiniger mit Gesellenprüfung absolvieren oder nach längerer Berufspraxis als Externer zur Prüfung antreten.

Offene Stellen als Reinigungskraft in der Gebäudereinigung

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