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Gesundheit & Pflege

Sanitätshausfachverkäufer

Berät im Sanitätshaus zu Hilfsmitteln wie Kompressionsstrümpfen, Bandagen und Gehhilfen, misst sie an und rechnet sie mit den Kostenträgern ab.

13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sanitätshausfachverkäufer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.450 € 2.650 € 2.900 € 31.800 €
Mit Berufserfahrung 2.750 € 3.000 € 3.300 € 36.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.100 € 3.400 € 3.800 € 40.800 €

Einen eigenen Tarif gibt es nicht; Sanitätshäuser orientieren sich am Einzelhandelstarif oder, wo sie zum Orthopädietechnik-Handwerk gehören, an dessen regionalen Tarifen. Fachlehrgänge und Filialverantwortung heben die Spanne, Umsatzprämien sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Der Sanitätshausfachverkäufer steht zwischen Verkauf und Versorgung. Die Kunden kommen meist mit einem Rezept, und das, was sie brauchen, muss nicht nur ausgewählt, sondern angepasst werden: Kompressionsstrümpfe nach genauer Maßnahme am Bein, Bandagen und Orthesen nach Größe und Funktion, Einlagen, Gehhilfen, Rollatoren, Brustprothetik und Hilfsmittel für die Pflege zu Hause. Ein Kompressionsstrumpf, der eine Größe zu klein oder zu groß ist, hilft nicht, und bei einer medizinischen Kompression ist die Maßnahme die eigentliche Fachleistung.

Der zweite Teil des Berufs ist die Abrechnung. Hilfsmittel werden überwiegend von den Krankenkassen bezahlt, und jede Kasse hat eigene Verträge, Festbeträge, Genehmigungswege und Zuzahlungsregeln. Der Fachverkäufer prüft das Rezept, holt bei Bedarf einen Kostenvoranschlag ein, erklärt dem Kunden die Zuzahlung und die mögliche Mehrkostenvereinbarung und dokumentiert die Versorgung so, dass sie abgerechnet werden kann. Die Beratung verlangt Takt: Viele Kunden sind älter, frisch operiert oder in einer belastenden Lebenslage, etwa nach einer Brustoperation.

In diesem Bestand stammen die Anzeigen von regionalen Sanitätshausgruppen und Orthopädietechnikbetrieben, überwiegend als feste Anstellung, keine ausdrücklich in Teilzeit. Mehrere Anzeigen stammen vom selben Unternehmen für verschiedene Filialen. Typisch für den Beruf ist, dass er meist in einem Betrieb mit angeschlossener Werkstatt ausgeübt wird, in dem Orthopädietechniker und Orthopädieschuhmacher die individuell gefertigten Versorgungen übernehmen.

Eine eigene Ausbildung zum Sanitätshausfachverkäufer gibt es nicht als staatlich anerkannten Abschluss. Viele kommen aus dem Einzelhandel, der Pflege oder den Gesundheitsfachberufen und qualifizieren sich über Lehrgänge der Branchenverbände und Hersteller, etwa für Kompressionsversorgung, Bandagen oder Brustprothetik. Mit wachsender Erfahrung übernehmen sie die Filialleitung oder den Außendienst, der Pflegeheime und Kliniken mit Hilfsmitteln versorgt.

Aufgaben

  • Kunden zu Hilfsmitteln nach ärztlicher Verordnung beraten
  • Maß für Kompressionsstrümpfe, Bandagen und Orthesen nehmen und anpassen
  • Rezepte prüfen und Kostenvoranschläge bei Krankenkassen einreichen
  • Zuzahlungen und Mehrkosten erklären und abrechnen
  • Gehhilfen, Rollatoren und Pflegehilfsmittel übergeben und einweisen
  • Versorgungen dokumentieren und Nachkontrollen vereinbaren
  • Mit Werkstatt, Ärzten und Pflegediensten abstimmen

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung, Ausbildung im Gesundheitswesen oder Erfahrung im Sanitätshaus
  • Fachlehrgänge etwa zur Kompressionsversorgung oder die Bereitschaft, sie zu absolvieren
  • Grundkenntnisse in Anatomie und Krankheitsbildern
  • Einfühlungsvermögen und Diskretion im Kundenkontakt
  • Sorgfalt bei Rezeptprüfung und Abrechnung
  • Geschick beim Maßnehmen und Anpassen

Wo man arbeitet

  • Sanitätshäuser und Filialgruppen
  • Orthopädietechnische Betriebe
  • Homecare-Unternehmen
  • Sanitätshausabteilungen in Kliniken und Reha-Zentren
  • Apotheken mit Sanitätsbereich

Der Weg in den Beruf

Ein eigener Ausbildungsberuf existiert nicht. Der übliche Einstieg ist eine Ausbildung im Einzelhandel oder im Gesundheitswesen, etwa als Kaufmann im Einzelhandel, Medizinischer Fachangestellter oder Pflegefachkraft, und danach die Qualifizierung über Fachlehrgänge der Branchenverbände und Hersteller. Die Fachkraft für Kompressionsversorgung und Lehrgänge für Bandagen, Orthesen und Brustprothetik sind in den Anzeigen die am häufigsten verlangten Nachweise.

Offene Stellen als Sanitätshausfachverkäufer

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