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Gastronomie & Tourismus

Serviceleiter

Serviceleiter führen das Serviceteam in Restaurants, Hotels oder Veranstaltungsbetrieben, planen Dienste und Abläufe und sorgen dafür, dass Gäste zügig und korrekt bedient werden. Sie stehen selbst mit im Gastraum und tragen Verantwortung für Personal, Umsatz und Qualität.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Serviceleiter verdient

3.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.600 bis 4.800 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 2.900 € 3.300 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.300 € 3.900 € 39.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 3.900 € 4.800 € 46.800 €

In tarifgebundenen Betrieben gelten die regionalen Entgelttarifverträge des DEHOGA mit der Gewerkschaft NGG, die sich von Bundesland zu Bundesland deutlich unterscheiden; viele Betriebe zahlen jedoch ohne Tarif. Am stärksten hängt das Gehalt von Größe und Niveau des Hauses ab: Gehobene Hotellerie und Ketten zahlen spürbar mehr als kleine Restaurants, und Trinkgeld kann das Einkommen zusätzlich erhöhen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Serviceleiter?

Ein Serviceleiter organisiert den Service eines gastronomischen Betriebs und arbeitet dabei meist selbst mit. Vor Schichtbeginn prüft er Reservierungen, teilt Stationen ein, bespricht mit der Küche Tagesgerichte und ausverkaufte Positionen und weist das Team in Besonderheiten ein, etwa eine Gesellschaft mit Menü oder Gäste mit Allergien. Während des Betriebs behält er den Gastraum im Blick, springt ein, wo es hakt, nimmt Beschwerden entgegen und sorgt dafür, dass Bestellungen, Küche und Bar ineinandergreifen. Dazu kommt viel Arbeit abseits der Gäste: Dienstpläne schreiben, Getränke und Verbrauchsmaterial bestellen, Inventuren durchführen, Kassenabrechnungen kontrollieren, neue Mitarbeitende und Auszubildende einarbeiten. In Hotels und bei Banketten plant er zusätzlich Veranstaltungen mit Kunden vor und stimmt Abläufe mit Küche und Bankettabteilung ab.

Wie wird man Serviceleiter?

Der übliche Weg führt über eine dreijährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie, zum Restaurantfachmann, der heute Fachmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie heißt, oder zum Hotelfachmann. Nach einigen Jahren Berufserfahrung, oft als Chef de Rang oder stellvertretende Serviceleitung, übernehmen viele die Leitung. Eine Weiterbildung zum Restaurantmeister oder zum staatlich geprüften Betriebswirt für Hotellerie und Gastronomie erleichtert den Aufstieg, ist aber keine Pflicht. Quereinsteiger ohne Gastronomieausbildung gibt es, vor allem in der Systemgastronomie und in kleineren Betrieben; sie brauchen jedoch mehrere Jahre praktische Serviceerfahrung. Die Ausbildereignung nach AEVO wird häufig erwartet, wenn im Betrieb ausgebildet wird.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten liegen dort, wo andere frei haben: abends, am Wochenende, an Feiertagen. Geteilte Dienste mit langer Mittagspause sind in vielen Betrieben üblich, Überstunden in der Saison ebenso. Körperlich ist der Beruf anstrengend, denn Serviceleiter stehen und laufen fast die gesamte Schicht und tragen Tabletts und Geschirr. Hinzu kommt die Führungsrolle unter Druck: Wenn Personal ausfällt, was in der Branche häufig vorkommt, muss die Leitung die Lücke selbst füllen und trotzdem den Überblick behalten. Unzufriedene Gäste, Konflikte im Team und Vorgaben der Geschäftsführung zu Umsatz und Personalkosten treffen sich bei dieser Position. Wer hier bestehen will, braucht Gelassenheit, Durchsetzungsvermögen und einen freundlichen Ton auch in hektischen Momenten. Fremdsprachenkenntnisse, vor allem Englisch, sind in Hotels und Tourismusregionen gefragt.

Aussichten

Die Gastronomie sucht seit Jahren händeringend nach Fachkräften, besonders nach solchen, die ein Team führen können. Die Chancen auf eine Stelle sind deshalb gut, in Ferienregionen, Großstädten und in der gehobenen Hotellerie ebenso wie in Kantinen und Cateringbetrieben. Die Kehrseite: Der Personalmangel macht die Arbeit oft dichter, und die Bezahlung bleibt im Vergleich zu anderen Branchen mit Führungsverantwortung bescheiden. Wer sich weiterentwickeln möchte, kann Restaurantleiter, Bankettleiter oder Food-and-Beverage-Manager werden, in die Betriebsleitung wechseln oder sich mit einem eigenen Lokal selbstständig machen. Auch Stellen im Vertrieb von Getränkeherstellern oder in der Ausbildung stehen erfahrenen Kräften offen.

Aufgaben

  • Dienstpläne erstellen und Stationen im Gastraum einteilen
  • Team vor der Schicht einweisen und Tagesangebote besprechen
  • Gäste begrüßen, platzieren und bei Bedarf selbst bedienen
  • Beschwerden entgegennehmen und Lösungen finden
  • Abläufe zwischen Service, Küche und Bar abstimmen
  • Getränke und Verbrauchsmaterial bestellen und Inventuren durchführen
  • Kassenabrechnungen und Tagesumsätze kontrollieren
  • Neue Mitarbeitende und Auszubildende anleiten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung in Gastronomie oder Hotellerie oder mehrjährige Serviceerfahrung
  • Berufserfahrung im Service, oft als Chef de Rang oder Stellvertretung
  • Führungsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen gegenüber dem Team
  • Belastbarkeit für lange Schichten im Stehen und Gehen
  • Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Feiertagsarbeit
  • Gute Umgangsformen und Englischkenntnisse
  • Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz

Wo man arbeitet

  • Restaurants und Gasthäuser
  • Hotels mit Restaurant- und Bankettbetrieb
  • Systemgastronomie
  • Catering- und Veranstaltungsbetriebe
  • Kreuzfahrtschiffe und Ferienanlagen
  • Betriebsrestaurants und Kantinen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Fachmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie, zur Fachkraft für Gastronomie oder zum Hotelfachmann, gefolgt von mehreren Jahren Berufserfahrung im Service. Eine Weiterbildung zum Restaurantmeister oder zum staatlich geprüften Betriebswirt für Hotellerie und Gastronomie dauert berufsbegleitend ein bis zwei Jahre und erleichtert den Aufstieg in die Leitung.

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