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Technik & Ingenieurwesen

Servicetechniker

Servicetechniker warten, prüfen und reparieren technische Anlagen beim Kunden: Gebäudetechnik, Maschinen und elektrische Betriebsmittel.

67 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Servicetechniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.850 € 3.200 € 3.600 € 38.400 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.750 € 4.300 € 45.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.800 € 4.300 € 5.000 € 51.600 €

Hergeleitet aus den Entgeltgruppen 6 bis 8 der Flächentarife der Metall- und Elektroindustrie sowie den Haustarifen der Facility-Dienstleister, die meist darunter liegen. Rufbereitschaftspauschalen und Zuschläge sind nicht enthalten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Servicetechniker halten technische Anlagen im Betrieb. In diesem Bestand ist damit überwiegend Prüf- und Wartungstechnik gemeint, nicht IT-Support: Heizungs-, Klima-, Lüftungs- und Sanitärtechnik in Gebäuden, Wärmepumpen und Kälteanlagen, elektrische Verteilungen, Maschinen und Geräte in Produktion und Verwaltung. Die Arbeit besteht aus wiederkehrenden Wartungen nach Plan, aus der Prüfung von Anlagen und Betriebsmitteln nach Vorschrift, aus der Störungssuche und der Reparatur, meist beim Kunden und selten in der eigenen Werkstatt.

Ein großer Teil der Stellen setzt die Befähigung zur Prüfung ortsveränderlicher Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3 voraus. Das ist der eigentliche Einstiegspunkt in dieses Feld: Wer elektrotechnisch ausgebildet ist und die Prüfbefähigung mitbringt, ist ohne lange Einarbeitung einsetzbar. Je nach Anlage kommen weitere Nachweise hinzu, etwa der Sachkundenachweis für Kältemittel, Befähigungen für Arbeiten an Anlagen mit Gefahrstoffen oder eine Schaltberechtigung für Mittelspannung.

Der Alltag ist von Fahrten bestimmt. Ein Firmenfahrzeug mit Werkzeug und Ersatzteilen wird gestellt, die Route umfasst mehrere Objekte am Tag, und die Fahrzeit macht den Tag lang. Rufbereitschaft am Abend und am Wochenende ist in der Gebäudetechnik und im Anlagenservice üblich, häufig im Wechsel über mehrere Wochen. Gearbeitet wird in Technikzentralen, Schächten, auf Dächern und in Kriechkellern, oft in Zwangshaltung, bei Lärm und unter Zeitdruck, weil eine ausgefallene Anlage den Kundenbetrieb blockiert. Dafür ist die Nachfrage seit Jahren höher als das Angebot, die Verträge sind unbefristet, und mit dem Meister, dem staatlich geprüften Techniker oder der Bestellung zur verantwortlichen Elektrofachkraft öffnen sich Wege in Objekt- und Serviceleitung.

Aufgaben

  • Wartungen an Heizungs-, Klima-, Lüftungs- und Sanitäranlagen nach Plan ausführen
  • Ortsveränderliche Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3 prüfen und protokollieren
  • Störungen eingrenzen, Bauteile tauschen und Anlagen wieder in Betrieb nehmen
  • Messwerte aufnehmen, Einstellungen optimieren und Verbräuche dokumentieren
  • Inbetriebnahmen begleiten und Kunden in die Bedienung einweisen
  • Prüfberichte, Mängellisten und Servicescheine beim Kunden abschließen
  • Ersatzteilbedarf melden und den Bestand im Fahrzeug nachhalten
  • Rufbereitschaft übernehmen und Notdienstfälle abarbeiten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene elektrotechnische Ausbildung, etwa Elektroniker für Betriebstechnik oder für Energie- und Gebäudetechnik
  • Alternativ Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder Mechatroniker für Kältetechnik
  • Befähigung zur Prüfung ortsveränderlicher Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3
  • Führerschein Klasse B, das Firmenfahrzeug ist Arbeitsmittel
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft, Notdienst und wechselnden Einsatzorten
  • Körperliche Belastbarkeit für Arbeiten in Zwangshaltung, auf Leitern und Dächern
  • Sorgfalt in der Dokumentation, weil Prüfprotokolle haftungsrelevant sind

Wo man arbeitet

  • Facility-Management-Dienstleister mit Objektbetreuung im Bestand
  • Hersteller von Heizungs-, Wärmepumpen- und Kälteanlagen im Kundendienst
  • Industriebetriebe mit eigener Instandhaltung
  • Krankenhäuser, Rechenzentren und öffentliche Gebäude mit Betriebstechnik
  • Handwerksbetriebe der technischen Gebäudeausrüstung
  • Prüfdienstleister für elektrische Betriebsmittel und Arbeitsmittel

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg führt über eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Elektro- oder Anlagenmechanikerhandwerk. Darauf folgt die Befähigung zur Prüfung elektrischer Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3, die in Lehrgängen von zwei bis fünf Tagen erworben wird und den Zugang zu einem großen Teil der Stellen öffnet. Anlagenspezifische Nachweise kommen im Betrieb hinzu, etwa für Kältemittel oder als Schaltberechtigung. Wer weitergehen will, macht den Industrie- oder Handwerksmeister oder den staatlich geprüften Techniker; beides ist Voraussetzung für Serviceleitung und für die Bestellung zur verantwortlichen Elektrofachkraft.

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