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IT & Software

Software Engineer

Software Engineers entwerfen, programmieren, testen und betreiben Softwaresysteme, vom Backend über Datenbanken bis zur Infrastruktur.

51 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Software Engineer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.900 € 4.600 € 5.400 € 55.200 €
Mit Berufserfahrung 5.000 € 5.900 € 7.000 € 70.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.300 € 7.500 € 9.500 € 90.000 €

Einen Flächentarif gibt es nicht; wer in tarifgebundenen Industrieunternehmen entwickelt, wird nach den Entgeltrahmen der Metall- und Elektroindustrie in hohe Gruppen oder außertariflich eingestuft. Die Werte folgen den Größenordnungen des Entgeltatlas der Bundesagentur und der Verdiensterhebung; die weite Seniorspanne spiegelt den Abstand zwischen Mittelstand und international bezahlenden Technologieunternehmen, Aktienbeteiligungen sind nicht enthalten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Software Engineer ist die international gebräuchliche Bezeichnung für Softwareentwickler, und sie steht meist für einen Anspruch, der über das Programmieren hinausgeht: Systeme entwerfen, die unter Last stabil laufen, Code schreiben, den andere verstehen und ändern können, automatisiert testen und die eigene Software im Betrieb verantworten. In vielen Teams gilt das Prinzip, dass wer baut, auch betreibt, mit Monitoring, Fehleranalyse und gelegentlicher Rufbereitschaft.

Die Spezialisierungen sind zahlreich. Backend-Entwickler bauen Dienste und Schnittstellen, oft in Go, Java, Python oder TypeScript auf Node.js. Frontend-Entwickler arbeiten an Benutzeroberflächen, Plattform- und Infrastrukturingenieure an Container-Orchestrierung und Cloud-Umgebungen. Dazu kommen Nischen, die in diesem Bestand deutlich vertreten sind: Datenbank- und Query-Engines, Orchestrierung verteilter Systeme, eingebettete und sicherheitskritische Software. Die Stellentitel nennen Senior-Level und das Fachgebiet oft direkt, und sie sind überwiegend englisch, was meist auch für die Arbeitssprache gilt.

Die Anzeigen im Bestand stammen überwiegend von Technologieunternehmen, darunter Anbieter von Cloud-Infrastruktur, Verteidigungstechnologie und digitalisiertem Bauen. Teilzeit ist die Ausnahme. Das Bild ist damit nicht repräsentativ für den gesamten Beruf: Die Mehrheit der Softwareentwickler in Deutschland arbeitet in Industrieunternehmen, bei IT-Dienstleistern, Banken, Versicherungen und in der öffentlichen Verwaltung, wo deutschsprachige Teams und tarifliche Strukturen häufiger sind.

Formale Abschlüsse sind weniger entscheidend als nachweisbares Können. Ein Informatikstudium ist verbreitet, aber Fachinformatiker mit Ausbildung, Quereinsteiger und Absolventen anderer technischer Fächer finden ihren Weg, wenn sie in Bewerbungsgesprächen mit Programmieraufgaben und Systementwürfen überzeugen. Die Gehaltsunterschiede sind groß und hängen stark an Spezialisierung, Unternehmenstyp und Standort; Mitarbeiterbeteiligungen spielen bei jungen Technologieunternehmen eine Rolle, die in keinem Monatsbrutto auftaucht.

Aufgaben

  • Software entwerfen, programmieren und dokumentieren
  • Architektur und Schnittstellen verteilter Systeme gestalten
  • Automatisierte Tests schreiben und Code-Reviews durchführen
  • Anwendungen in Cloud- und Container-Umgebungen betreiben
  • Fehler analysieren, Leistung messen und optimieren
  • Anforderungen mit Produkt- und Fachteams abstimmen
  • Jüngere Entwickler anleiten und technische Entscheidungen begründen

Voraussetzungen

  • Studium der Informatik oder verwandter Fächer, Ausbildung als Fachinformatiker oder gleichwertige Praxis
  • Sichere Kenntnisse in mindestens einer verbreiteten Programmiersprache
  • Erfahrung mit Versionsverwaltung, Tests und CI/CD
  • Verständnis von Datenbanken, Netzwerken und verteilten Systemen
  • Gutes Englisch, in vielen Teams Arbeitssprache
  • Für sicherheitskritische Bereiche teils Sicherheitsüberprüfung

Wo man arbeitet

  • Softwareunternehmen und Start-ups
  • Cloud- und Infrastrukturanbieter
  • Industrie- und Automobilunternehmen
  • IT-Dienstleister und Beratungen
  • Banken, Versicherungen und öffentliche Verwaltung

Der Weg in den Beruf

Der häufigste Weg ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Informatik, Software Engineering oder einem verwandten Fach, zunehmend auch dual. Die dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ist ein vollwertiger Einstieg, besonders in mittelständischen Unternehmen. Quereinsteiger kommen über Weiterbildungen, eigene Projekte und Einstiegsstellen hinzu. Für die weitere Entwicklung zählt vor allem Berufserfahrung: Spezialisierung, Architekturverantwortung und die Wahl zwischen Führung und Fachlaufbahn.

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