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Gesundheit & Pflege

Sport- und Gesundheitstrainer

Sport- und Gesundheitstrainer planen und leiten Trainingsprogramme für Prävention, Fitness und Rehabilitation, betreuen Einzelpersonen und Gruppen und achten dabei auf gesundheitliche Einschränkungen.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sport- und Gesundheitstrainer verdient

2.850 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 4.200 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.500 € 2.900 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.850 € 3.300 € 34.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.400 € 4.200 € 40.800 €

Die meisten Fitnessstudios sind nicht tarifgebunden, dort liegen die Gehälter oft nur knapp über dem Mindestlohn und werden frei verhandelt. Besser zahlen Rehakliniken und Einrichtungen, die nach TVöD oder kirchlichen Tarifen wie den AVR der Caritas oder Diakonie vergüten, sowie Positionen in der Studioleitung.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sport- und Gesundheitstrainer?

Sport- und Gesundheitstrainer bringen Menschen dazu, sich gezielt und gesundheitsgerecht zu bewegen. Im Fitnessstudio weisen sie neue Mitglieder an den Geräten ein, führen Eingangsgespräche, messen Körperfett, Ausdauer oder Beweglichkeit und erstellen daraus Trainingspläne. Sie leiten Kurse wie Rückenschule, Funktionstraining, Zirkeltraining oder Wassergymnastik und korrigieren dabei Haltung und Bewegungsabläufe. In Reha- und Präventionseinrichtungen arbeiten sie mit Menschen nach Bandscheibenvorfällen, Herzinfarkten oder Gelenkoperationen, mit Übergewichtigen und mit Älteren, die Stürze vermeiden wollen. Dazu kommen Beratung zu Ernährung und Alltagsbewegung, Dokumentation der Trainingsfortschritte und, vor allem in Studios, Verkauf: Mitgliedschaften erklären, Probetrainings durchführen, Theke und Empfang übernehmen.

Wie wird man Sport- und Gesundheitstrainer?

Der übliche Weg ist eine schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule, die meist zwei Jahre dauert. Viele dieser Schulen sind private Träger und verlangen Schulgeld, eine Ausbildungsvergütung gibt es in der Regel nicht. Auf dem Lehrplan stehen Anatomie, Physiologie, Trainingslehre, Sportarten, Gesundheitsförderung, erste Hilfe und Grundlagen der Betriebswirtschaft, ergänzt durch Praktika in Studios, Vereinen oder Reha-Zentren. Vorausgesetzt wird meist ein mittlerer Schulabschluss. Daneben gibt es kürzere Trainerlizenzen privater Akademien und Verbände sowie die duale Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann, die stärker auf Verkauf und Organisation zielt. Wer in der Rehabilitation oder im Rehasport arbeiten will, braucht häufig zusätzliche Lizenzen, etwa für Rehasport Orthopädie oder Herzsport. Quereinsteiger aus dem Vereinssport schaffen es oft über solche Lizenzen in den Beruf, haben aber ohne anerkannten Abschluss schlechtere Chancen auf feste Stellen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet dann statt, wenn andere Freizeit haben: frühmorgens, abends und am Wochenende. Geteilte Dienste mit langer Mittagspause sind in Studios verbreitet. Körperlich ist der Beruf fordernd, weil Trainer stundenlang stehen, Übungen vormachen und Kurse oft mehrmals am Tag selbst mitmachen. Gleichzeitig braucht es Geduld mit Menschen, die unsportlich sind, Schmerzen haben oder schnell aufgeben. In vielen Studios zählen Verkaufszahlen genauso wie Trainingsqualität, was nicht jedem liegt. Die Bezahlung ist im Verhältnis zur Ausbildung, die oft selbst finanziert wird, niedrig, und befristete Verträge, Teilzeit oder Honorarbasis sind häufig.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil. Fitnessketten, betriebliches Gesundheitsmanagement und Präventionskurse, die von Krankenkassen bezuschusst werden, suchen regelmäßig Personal, und eine älter werdende Bevölkerung braucht mehr Rehasport und Sturzprophylaxe. Die Konkurrenz durch Studierende und Minijobber mit Kurzlizenzen drückt allerdings die Löhne. Aufstiegsmöglichkeiten bieten die Studioleitung, die Fortbildung zum Fitnessfachwirt, Spezialisierungen etwa auf Rehasport oder Personal Training sowie die Selbstständigkeit. Wer mehr verdienen oder therapeutisch arbeiten will, wechselt oft in eine Physiotherapie-Ausbildung oder ein Studium der Sportwissenschaft, Sportökonomie oder Gesundheitsmanagement, teils als duales Studium.

Aufgaben

  • Neue Kunden an Trainingsgeräten einweisen
  • Eingangstests zu Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit durchführen
  • Individuelle Trainingspläne erstellen und anpassen
  • Gesundheits- und Präventionskurse wie Rückenschule leiten
  • Rehasport-Gruppen nach Operationen oder Erkrankungen betreuen
  • Zu Ernährung und Bewegung im Alltag beraten
  • Trainingsverläufe dokumentieren
  • Mitgliedschaften verkaufen und Probetrainings durchführen

Voraussetzungen

  • Meist mittlerer Schulabschluss
  • Abschluss einer Berufsfachschule oder anerkannte Trainerlizenz
  • Gültiger Erste-Hilfe-Nachweis
  • Gute körperliche Fitness und Belastbarkeit
  • Geduld und Einfühlungsvermögen im Umgang mit Menschen mit Einschränkungen
  • Bereitschaft zu Abend- und Wochenenddiensten

Wo man arbeitet

  • Fitness- und Gesundheitsstudios
  • Reha-Zentren und Rehakliniken
  • Sportvereine mit Rehasport- und Präventionsangebot
  • Anbieter für betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Hotels und Wellnessanlagen
  • Seniorenheime und Einrichtungen der Altenhilfe

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule, die meist zwei Jahre dauert und mit einer Abschlussprüfung zum Sport- und Gesundheitstrainer endet. Die Schulen sind häufig privat und kosten Schulgeld. Für Rehasport und spezielle Kurse kommen Zusatzlizenzen hinzu.

Offene Stellen als Sport- und Gesundheitstrainer

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