Straßenwärter
Straßenwärter halten Straßen, Böschungen, Entwässerung und Verkehrseinrichtungen in Stand und sorgen im Winterdienst dafür, dass der Verkehr rollt.
20 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Straßenwärter verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.050 € | 3.300 € | 36.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.150 € | 3.400 € | 3.650 € | 40.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.450 € | 3.750 € | 4.100 € | 45.000 € |
Grundlage ist die Eingruppierung ausgebildeter Straßenwärter im öffentlichen Dienst, meist E5, mit Erfahrung und Vorarbeiterfunktion E6 bis E7 nach TV-L oder TVöD; die Autobahn GmbH hat einen eigenen, ähnlich hohen Tarif. Zulagen für Winterdienst, Rufbereitschaft und Erschwernis kommen hinzu und sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Straßenwärter arbeiten in Straßen- und Autobahnmeistereien und kümmern sich um alles, was eine Straße befahrbar und sicher hält. Dazu gehören kleinere Bauarbeiten wie das Ausbessern von Schlaglöchern und Rissen, das Setzen von Bordsteinen oder das Instandsetzen von Banketten, aber auch die Pflege von Grünflächen, Böschungen und Straßenbäumen, das Reinigen von Durchlässen und Gräben, das Aufstellen und Warten von Schildern, Leitpfosten und Schutzplanken. Regelmäßige Streckenkontrollen gehören ebenso dazu wie das Absichern von Unfall- und Arbeitsstellen.
Prägend für den Beruf ist der Wechsel der Jahreszeiten. Im Sommer überwiegen Grünpflege, Bauunterhaltung und Markierungsarbeiten, im Winter der Winterdienst mit Räumen und Streuen, häufig in Rufbereitschaft und in frühen Schichten ab drei oder vier Uhr. Gearbeitet wird fast immer draußen und im fließenden Verkehr, mit Lkw, Unimog, Mähtechnik und Kleingeräten. Das verlangt körperliche Belastbarkeit und ein ausgeprägtes Gespür für die eigene Sicherheit an der Arbeitsstelle.
Im Bestand sind die Anzeigen fast ausschließlich Ausbildungsplätze mit Beginn im kommenden Jahr, und sie kommen ganz überwiegend von Landesstraßenbauverwaltungen, dazu von einem Landratsamt. Das bildet den Beruf gut ab: Arbeitgeber sind die Straßenbauverwaltungen der Länder, die Kreise und Kommunen sowie die Autobahn GmbH des Bundes. Private Arbeitgeber gibt es in der Straßenunterhaltung und Verkehrssicherung, sie sind aber die Ausnahme.
Der öffentliche Dienst bringt, was man von ihm erwartet: tarifliche Bezahlung, geregelte Zulagen für Winterdienst und Bereitschaft, sichere Stellen. Wer weiterkommen will, macht die Fortbildung zum Straßenmeister und übernimmt dann die Leitung einer Kolonne oder einer Meisterei. Wer lieber im Wechsel zwischen Maschine und Handarbeit als im Büro arbeitet und eine Stelle mit festem Standort in der Region sucht, findet hier einen der wenigen Berufe, die beides verbinden.
Aufgaben
- Straßenschäden ausbessern und Fahrbahnränder instand setzen
- Böschungen, Grünstreifen und Straßenbäume pflegen
- Gräben, Durchlässe und Entwässerungsanlagen reinigen
- Verkehrszeichen, Leitpfosten und Schutzplanken aufstellen und warten
- Arbeits- und Unfallstellen verkehrssicher absichern
- Winterdienst mit Räum- und Streufahrzeugen leisten
- Strecken kontrollieren und Schäden dokumentieren
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung zum Straßenwärter oder vergleichbare Ausbildung im Bau
- Führerschein Klasse B, für viele Stellen auch C/CE
- Körperliche Belastbarkeit und Arbeit bei jedem Wetter
- Bereitschaft zu Winterdienst, Rufbereitschaft und frühen Schichten
- Sicherheitsbewusstsein bei Arbeiten im laufenden Verkehr
- Wohnort in erreichbarer Nähe zur Meisterei
Wo man arbeitet
- Straßenmeistereien der Länder und Kreise
- Autobahnmeistereien
- Bauhöfe von Städten und Gemeinden
- Private Unternehmen der Verkehrssicherung und Straßenunterhaltung
Der Weg in den Beruf
Dreijährige duale Ausbildung in einer Straßen- oder Autobahnmeisterei, ergänzt durch Berufsschule und überbetriebliche Lehrgänge. Häufig wird der Lkw-Führerschein während der Ausbildung erworben und vom Arbeitgeber bezahlt. Die Ausbildungsvergütung richtet sich im öffentlichen Dienst nach dem TVAöD bzw. dem Ausbildungstarif der Länder. Nach einigen Jahren Berufspraxis führt die Fortbildung zum geprüften Straßenmeister in die Leitung einer Kolonne oder Meisterei; mit Hochschulreife steht auch ein Bauingenieurstudium offen.
Offene Stellen als Straßenwärter
In der Suche fortsetzenStraßenwärter/in (m/w/d)
Ausbildung Straßenwärter/in 2027 (w/m/d)
Ausbildung als Straßenwärter*in (m/w/d)
Ausbildung als Straßenwärter*in (m/w/d)
Ausbildung als Straßenwärter*in (m/w/d)
Ausbildung als Straßenwärter*in (m/w/d)
Straßenwärter/-in (w/m/d)
Verwandte Berufe
Berufskraftfahrer
Berufskraftfahrer befördern Güter oder Fahrgäste mit Lkw oder Bus, sind für Fahrzeug und Ladung verantwortlich und kennen die Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten.
- Offene Stellen
- 18
- Monatsbrutto
- 2.550 – 3.850 €
Passend dazu im Ratgeber
- Urlaubsanspruch: Berechnung, Übertragung, Verfall Das Gesetz kennt 24 Werktage, der Vertrag oft 30 Tage, und beides meint nicht dasselbe. De...
- Ausbildungsplatz finden: wie früh man anfangen muss Große Betriebe besetzen ihre Ausbildungsplätze ein Jahr vor dem Start, kleine oft erst ein...
- Tarifvertrag verstehen: Entgeltgruppe, Stufe, und was daraus folgt Ein Tarifverweis in der Anzeige ist die einzige Gehaltsangabe, die Sie vor dem Gespräch na...