Straßenwärterin/Straßenwärter
Straßenwärterinnen und Straßenwärter halten Straßen, Autobahnen und ihr Umfeld befahrbar und sicher: Sie reparieren Fahrbahnen, pflegen Böschungen und Entwässerung, sichern Baustellen und Unfallstellen ab und räumen im Winter Schnee und Eis.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Straßenwärterin/Straßenwärter verdient
3.400 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.850 bis 4.400 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.850 € | 3.050 € | 3.250 € | 36.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.150 € | 3.400 € | 3.650 € | 40.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.500 € | 3.850 € | 4.400 € | 46.200 € |
Die meisten Stellen sind tarifgebunden: bei Kommunen nach TVöD, bei Landesbetrieben nach TV-L und bei der Autobahn GmbH nach deren eigenem Tarifvertrag, meist in Entgeltgruppe 5 bis 6, als Kolonnenführung oder Meister höher. Zulagen für Rufbereitschaft, Winterdienst, Nacht- und Wochenendarbeit sind hier nicht enthalten und können das Einkommen spürbar erhöhen; private Baufirmen zahlen je nach Tarifbindung teils weniger.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Straßenwärterin oder ein Straßenwärter?
Straßenwärterinnen und Straßenwärter kümmern sich um den Zustand von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sowie Autobahnen. Sie fahren ihre Streckenabschnitte regelmäßig ab und kontrollieren Fahrbahn, Leitplanken, Schilder und Entwässerung. Schlaglöcher werden mit Kaltasphalt oder Heißmischgut ausgebessert, Risse vergossen, Bordsteine und Pflaster neu gesetzt. Sie mähen Bankette, schneiden Hecken und Bäume zurück, reinigen Gräben, Durchlässe und Rastanlagen und sammeln Müll ein. Nach Unfällen sichern sie die Unfallstelle ab, entfernen Öl und Trümmer und tauschen beschädigte Schutzplanken oder Leitpfosten aus. Für Arbeitsstellen stellen sie Absperrungen, Warntafeln und Verkehrszeichen auf. Im Winter bilden Räum- und Streueinsätze einen großen Teil der Arbeit. Gearbeitet wird meist in Kolonnen mit Lkw, Unimog, Mähgeräten, Kleinbaggern und Walzen.
Wie wird man Straßenwärterin oder Straßenwärter?
Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung, die mit der Gesellenprüfung abschließt. Ausbildungsbetriebe sind vor allem Straßen- und Autobahnmeistereien, Landesbetriebe für Straßenbau und Kommunen, seltener private Baufirmen. Die Berufsschule findet oft im Blockunterricht statt, dazu kommen überbetriebliche Lehrgänge. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, in der Praxis wird meist ein Haupt- oder mittlerer Schulabschluss erwartet. Der Führerschein der Klasse C/CE wird häufig während oder nach der Ausbildung vom Arbeitgeber finanziert. Quereinsteiger aus Garten- und Landschaftsbau, Tiefbau oder Landwirtschaft werden in manchen Meistereien als Helfer eingestellt und können die Prüfung später als Externe ablegen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet fast immer draußen statt, bei Hitze, Regen, Kälte und Dunkelheit. Sie ist körperlich anstrengend: schweres Heben, Arbeiten mit Schaufel und Motorsäge, Lärm, Staub und heißer Asphalt gehören dazu. Besonders belastend ist die Gefahr durch den fließenden Verkehr, denn viele Einsätze laufen direkt neben vorbeifahrenden Autos und Lkw. Unfälle mit Absperrfahrzeugen kommen immer wieder vor, und Rücksichtslosigkeit von Autofahrern ist Alltag. Im Winter gibt es Rufbereitschaft und Schichtdienst, Einsätze beginnen oft nachts oder am frühen Morgen, auch an Wochenenden und Feiertagen. Bei Unfällen werden manchmal belastende Bilder gesehen. Teamfähigkeit, Umsicht und technisches Verständnis für Fahrzeuge und Maschinen sind wichtig.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil, weil das Straßennetz unabhängig von der Konjunktur instand gehalten werden muss. Viele Meistereien haben Schwierigkeiten, Stellen zu besetzen, und ein großer Teil der Beschäftigten geht in den kommenden Jahren in Rente. Die Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst sind sicher, die Bezahlung ist tariflich geregelt, aber nicht hoch. Mit Erfahrung ist die Leitung einer Kolonne möglich. Die Fortbildung zur Straßenwärtermeisterin oder zum Straßenwärtermeister führt in die Leitung einer Meisterei. Wer weiterlernen will, kann sich zum staatlich geprüften Techniker im Bereich Tiefbau weiterbilden oder ein Bauingenieurstudium anschließen.
Aufgaben
- Strecken kontrollieren und Schäden an Fahrbahn und Ausstattung erfassen
- Schlaglöcher und Risse im Asphalt ausbessern
- Leitplanken, Leitpfosten und Verkehrszeichen aufstellen und ersetzen
- Baustellen und Unfallstellen verkehrssicher absperren
- Bankette mähen, Gehölze schneiden und Gräben reinigen
- Schnee räumen und Streufahrten im Winterdienst fahren
- Fahrzeuge und Maschinen warten und einsatzbereit halten
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Straßenwärter oder Straßenwärterin
- Führerschein Klasse B, später meist C/CE
- Körperliche Belastbarkeit und Wetterfestigkeit
- Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Winterdienst
- Technisches Verständnis für Fahrzeuge und Baumaschinen
- Umsicht und Sicherheitsbewusstsein im fließenden Verkehr
Wo man arbeitet
- Straßenmeistereien der Länder und Kreise
- Autobahnmeistereien der Autobahn GmbH des Bundes
- Bauhöfe von Städten und Gemeinden
- Straßen- und Tiefbauunternehmen
- Betriebe für Verkehrssicherung
Der Weg in den Beruf
Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit der Gesellenprüfung vor der zuständigen Stelle. Sie findet überwiegend in Straßen- und Autobahnmeistereien statt, ergänzt durch Berufsschule und überbetriebliche Lehrgänge. Mit Berufserfahrung ist die Meisterfortbildung zur Straßenwärtermeisterin oder zum Straßenwärtermeister möglich.
Offene Stellen als Straßenwärterin/Straßenwärter
In der Suche fortsetzenAusbildung als Straßenwärterin/Straßenwärter (m/w/d)
Straßenwärterin / Straßenwärter
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Führt Bagger, Radlader, Raupen und Krane auf der Baustelle und hält sie instand – mit Verantwortung für Umfeld und Sicherheit.
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