Studentische Aushilfskraft
Studentische Aushilfskräfte in der IT arbeiten neben dem Studium in Teilzeit in Softwareentwicklung, IT-Support oder Datenauswertung, meist als Werkstudent in Unternehmen oder als studentische Hilfskraft an Hochschulen.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Studentische Aushilfskraft verdient
3.000 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.250 bis 4.000 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.250 € | 2.700 € | 3.300 € | 32.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.450 € | 3.000 € | 3.700 € | 36.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.600 € | 3.200 € | 4.000 € | 38.400 € |
Die Werte sind auf Vollzeit hochgerechnet, tatsächlich wird stundenweise in Teilzeit bezahlt, sodass das reale Monatseinkommen meist bei einem Bruchteil davon liegt. An Hochschulen gilt für studentische Hilfskräfte ein fester Mindeststundensatz nach der Vereinbarung zum TV-L, in Berlin nach dem TV Stud, während Unternehmen frei verhandeln und große Konzerne sowie Firmen in München, Frankfurt und Stuttgart deutlich mehr zahlen als kleine Betriebe.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine studentische Aushilfskraft in der IT?
Die Arbeit hängt stark davon ab, wo die Stelle angesiedelt ist. In Softwarefirmen und IT-Abteilungen arbeiten Werkstudentinnen und Werkstudenten meist in einem bestehenden Team mit: Sie schreiben und testen Code, beheben kleinere Fehler, pflegen Dokumentation, bauen Skripte zur Automatisierung oder werten Daten aus. Im IT-Support richten sie Rechner ein, vergeben Zugänge, nehmen Störungsmeldungen auf und lösen einfache Probleme am Telefon oder vor Ort. An Hochschulen betreuen studentische Hilfskräfte Rechnerpools, unterstützen Forschungsprojekte mit Programmierarbeit, korrigieren Übungsaufgaben oder leiten Tutorien. Anfangs sind die Aufgaben oft klein und klar abgegrenzt, mit wachsender Erfahrung kommen eigene Teilprojekte hinzu.
Wie wird man studentische Aushilfskraft in der IT?
Eine Ausbildung gibt es nicht. Voraussetzung ist die Einschreibung an einer Hochschule, in der Regel in Informatik, Wirtschaftsinformatik, Mathematik, Elektrotechnik oder einem verwandten Fach. Quereinsteiger aus anderen Studiengängen haben Chancen, wenn sie nachweislich programmieren können, etwa durch eigene Projekte oder ein Portfolio auf einer Code-Plattform. Viele Unternehmen bevorzugen Studierende ab dem dritten Semester, weil dann Grundlagen vorhanden sind. Hochschulstellen werden häufig über Aushänge am Lehrstuhl oder persönliche Ansprache nach guten Prüfungsleistungen vergeben. Die Bewerbung ist meist kürzer als bei regulären Stellen, ein technisches Gespräch oder eine kleine Programmieraufgabe sind aber üblich.
Was der Beruf verlangt
Die größte Belastung ist die Doppelrolle. Während der Vorlesungszeit gilt für Werkstudenten in der Regel eine Grenze von 20 Wochenstunden, damit das Studium im Vordergrund bleibt und die Sozialversicherungsvorteile erhalten bleiben. Prüfungsphasen und Projektfristen im Betrieb fallen nicht selten zusammen. Arbeitszeiten sind meist flexibel und oft im Homeoffice möglich, die Erwartung, kurzfristig einzuspringen, kann aber Druck erzeugen. Verträge sind befristet, an Hochschulen häufig nur für ein Semester, was wenig Planungssicherheit bietet. Wer neu ist, muss sich schnell in fremde Codebasen und interne Werkzeuge einarbeiten und bekommt nicht immer genügend Betreuung. Die Arbeit ist überwiegend sitzend am Bildschirm. Urlaubsanspruch und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bestehen wie bei anderen Beschäftigten, werden aber in der Praxis nicht überall sauber gehandhabt.
Aussichten
Die Nachfrage nach Werkstudenten in der IT ist hoch, auch wenn sie in wirtschaftlich schwachen Phasen spürbar zurückgeht, weil Unternehmen bei Einstellungen zuerst an Hilfsstellen sparen. Für viele ist die Tätigkeit der wichtigste Einstieg in den Arbeitsmarkt: Betriebe übernehmen Werkstudenten nach dem Abschluss häufig als Junior-Entwickler oder bieten eine Abschlussarbeit im Haus an. Praktische Erfahrung aus mehreren Semestern verschafft bei späteren Bewerbungen einen deutlichen Vorteil. Hilfskraftstellen an Hochschulen können zu einer Promotionsstelle führen. Das Ende der Tätigkeit ist mit dem Studienabschluss festgelegt, danach ist ein Wechsel in eine reguläre Anstellung nötig.
Aufgaben
- Code nach Vorgabe schreiben, testen und überarbeiten
- Fehlermeldungen aufnehmen und einfache Störungen beheben
- Rechner, Software und Benutzerkonten einrichten
- Skripte zur Automatisierung wiederkehrender Abläufe erstellen
- Daten aufbereiten und auswerten
- Technische Dokumentation pflegen
- Tutorien leiten oder Übungsaufgaben korrigieren
- Forschungsprojekte mit Programmierarbeit unterstützen
Voraussetzungen
- Immatrikulation an einer Hochschule
- Grundkenntnisse in mindestens einer Programmiersprache oder solides IT-Grundwissen
- Selbstständige Zeiteinteilung neben dem Studium
- Englischkenntnisse zum Lesen von Dokumentation
- Verfügbarkeit von meist 10 bis 20 Wochenstunden in der Vorlesungszeit
Wo man arbeitet
- Softwareunternehmen
- IT-Abteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen
- IT-Beratungen
- Start-ups
- Hochschulen und Forschungsinstitute
- Rechenzentren
Der Weg in den Beruf
Eine eigene Ausbildung gibt es nicht, Voraussetzung ist ein laufendes Studium, meist in Informatik oder einem verwandten Fach. Die Tätigkeit läuft parallel zum Studium und endet mit dem Abschluss, Verträge sind in der Regel auf ein Semester bis zwei Jahre befristet.
Offene Stellen als Studentische Aushilfskraft
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Studentische Aushilfskraft - digitales Lernen
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