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Kaufmännische Berufe & Verwaltung

Technische Assistenz

Technische Assistenzen übernehmen die kaufmännische und organisatorische Arbeit in technischen Abteilungen. Sie koordinieren Termine, pflegen Dokumentationen, bearbeiten Bestellungen und halten Technikerinnen, Ingenieuren und Projektleitungen den Rücken frei.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Technische Assistenz verdient

3.450 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.600 bis 4.800 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 2.950 € 3.400 € 35.400 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.450 € 4.000 € 41.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.000 € 4.800 € 48.000 €

Am stärksten hängt das Gehalt von der Branche und der Tarifbindung ab: In der Metall- und Elektroindustrie mit Tarifvertrag der IG Metall sowie in der Chemie liegt es deutlich höher als in kleinen Ingenieurbüros oder Handwerksbetrieben ohne Tarif. Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD oder TV-L, üblich ist eine Eingruppierung etwa in E6 bis E9a, abhängig von Vorbildung und Verantwortung.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Technische Assistenz?

Eine Technische Assistenz arbeitet an der Schnittstelle zwischen Büro und Technik. Sie unterstützt etwa die technische Leitung eines Industriebetriebs, die Haustechnik einer Klinik, ein Ingenieurbüro oder die Serviceabteilung eines Anlagenbauers. Typische Aufgaben sind Wartungs- und Prüftermine planen, Einsätze von Servicetechnikern disponieren, Angebote von Lieferanten einholen und vergleichen, Bestellungen auslösen und Rechnungen prüfen. Dazu kommen technische Dokumentationen: Prüfprotokolle ablegen, Gerätelisten und Wartungsverträge pflegen, Zeichnungsstände verwalten, Unterlagen für Audits oder Behörden zusammenstellen. Viel Zeit fließt in Kommunikation mit Kunden, Herstellern, Handwerksbetrieben und internen Abteilungen. Gearbeitet wird überwiegend am Bildschirm mit Office-Programmen, ERP-Systemen wie SAP und je nach Betrieb mit Software für Instandhaltung oder Projektsteuerung. Die Bezeichnung ist nicht geschützt, der Zuschnitt der Stelle unterscheidet sich deshalb stark von Betrieb zu Betrieb. Nicht zu verwechseln ist der Beruf mit den staatlich geprüften technischen Assistenzberufen im Labor oder in der Medizin.

Wie wird man Technische Assistenz?

Einen festen Ausbildungsweg gibt es nicht. Am häufigsten führt eine dreijährige kaufmännische Ausbildung in die Tätigkeit, etwa als Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement oder als Industriekaufmann bzw. Industriekauffrau, ergänzt um Erfahrung in einem technischen Umfeld. Ebenso gefragt sind Menschen mit technischer Ausbildung, zum Beispiel als Technische Systemplanerin, Technischer Produktdesigner oder aus einem Handwerksberuf, die in die Organisation wechseln wollen. Auch eine schulische Ausbildung zur staatlich geprüften technischen Assistenz kann ein Einstieg sein. Quereinsteiger mit Büroerfahrung haben Chancen, wenn sie technisches Verständnis zeigen und sich in Fachbegriffe einarbeiten. Weiterbildungen in Projektmanagement, SAP oder Qualitätsmanagement verbessern die Position.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit verlangt Ordnung und Übersicht über viele parallele Vorgänge. Fristen für Prüfungen, Lieferungen und Wartungen laufen gleichzeitig, und Fehler in der Dokumentation können bei Audits oder Haftungsfragen teuer werden. Wer technische Zusammenhänge nicht verstehen will, tut sich schwer, denn ohne Grundwissen lassen sich Angebote kaum vergleichen und Rückfragen kaum beantworten. Die Arbeitszeiten sind meist regulär im Büro, Homeoffice ist teilweise möglich. Belastend sind häufige Unterbrechungen, Zeitdruck bei Störungen und die Rolle als Puffer zwischen Technikern, Einkauf und Kunden. Die Anerkennung für die Arbeit fällt oft geringer aus als die Verantwortung, die tatsächlich daran hängt.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil, weil technische Fachkräfte knapp sind und Betriebe sie von Verwaltungsarbeit entlasten wollen. Gesucht wird vor allem in Industrie, Gebäudetechnik, Energieversorgung und im öffentlichen Dienst. Mit Erfahrung sind Wege in die Projektassistenz, die Arbeitsvorbereitung, den technischen Einkauf oder die Teamleitung im Innendienst möglich. Eine Weiterbildung zur Technischen Fachwirtin oder zum Technischen Betriebswirt öffnet Führungspositionen. Zugleich übernehmen digitale Systeme Teile der Ablage und Terminplanung, sodass reine Sekretariatsaufgaben an Gewicht verlieren und technisches Fachwissen wichtiger wird.

Aufgaben

  • Wartungs-, Prüf- und Serviceeinsätze planen und koordinieren
  • Angebote einholen, vergleichen und Bestellungen auslösen
  • Eingangsrechnungen sachlich prüfen und weiterleiten
  • Technische Dokumentationen, Prüfprotokolle und Gerätelisten pflegen
  • Korrespondenz mit Kunden, Herstellern und Handwerksbetrieben führen
  • Unterlagen für Audits, Ausschreibungen und Behörden zusammenstellen
  • Termine, Besprechungen und Reisen der technischen Leitung organisieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene kaufmännische oder technische Berufsausbildung
  • Technisches Grundverständnis und Bereitschaft, sich in Fachbegriffe einzuarbeiten
  • Sicherer Umgang mit Office-Programmen, idealerweise Kenntnisse in SAP oder anderen ERP-Systemen
  • Sorgfalt und Organisationsfähigkeit bei vielen parallelen Vorgängen
  • Kommunikationsstärke am Telefon und im Schriftverkehr
  • Je nach Betrieb gute Englischkenntnisse

Wo man arbeitet

  • Industrie- und Produktionsbetriebe
  • Ingenieur- und Planungsbüros
  • Gebäude- und Haustechnikunternehmen
  • Energieversorger und Stadtwerke
  • Krankenhäuser und öffentliche Verwaltungen
  • Anlagen- und Maschinenbauer im Service-Innendienst

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung, meist als Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement oder als Industriekaufmann bzw. Industriekauffrau, gefolgt von Berufserfahrung in einem technischen Umfeld. Alternativ führen eine technische Ausbildung oder eine zweijährige schulische Ausbildung zur staatlich geprüften technischen Assistenz in den Beruf.

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