Telekom Berater Shop & Aussendienst
Telekom-Berater verkaufen Mobilfunk-, Internet- und Festnetzverträge samt Geräten, entweder im Shop oder im Außendienst bei Privat- und Geschäftskunden. Ein großer Teil des Verdienstes hängt an Abschlüssen und Zielvorgaben.
62 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Telekom Berater Shop & Aussendienst verdient
3.000 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 4.600 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.600 € | 3.100 € | 31.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.600 € | 3.000 € | 3.600 € | 36.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.100 € | 3.700 € | 4.600 € | 44.400 € |
Die Werte beziehen sich auf das feste Grundgehalt, die Provision kommt hinzu und kann je nach Abschlüssen stark schwanken. In konzerneigenen Shops gelten oft Haustarifverträge mit ver.di, etwa bei der Telekom Shop Vertriebsgesellschaft, während Partnershops und Vertriebsagenturen meist ohne Tarif zahlen, häufig mit niedrigem Fixum und hohem Provisionsanteil.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Telekom-Berater?
Im Shop beginnt der Tag mit Kassensturz, Warenkontrolle und dem Blick auf die Tagesziele. Danach kommen Kundinnen und Kunden mit sehr unterschiedlichen Anliegen: ein neuer Handyvertrag, eine Vertragsverlängerung, ein langsamer Internetanschluss, eine falsche Rechnung, ein defektes Gerät. Berater prüfen Verfügbarkeiten am Wohnort, vergleichen Tarife, rechnen Kosten über die Laufzeit vor, schließen Verträge im System ab, richten Smartphones ein, übertragen Daten und nehmen Reparaturen an. Zum Verkauf gehören auch Zubehör, Versicherungen und TV-Pakete, die oft gezielt mitverkauft werden sollen. Im Außendienst besuchen Berater Haushalte, etwa beim Glasfaserausbau an der Haustür, oder kleine und mittlere Unternehmen, für die sie Telefonanlagen, Mobilfunkflotten und Datenleitungen zusammenstellen. Dort sind Terminplanung, Angebotserstellung und die Pflege von Bestandskunden ein großer Teil der Arbeit.
Wie wird man Telekom-Berater?
Ein vorgeschriebener Weg existiert nicht. Häufig ist eine dreijährige Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel, zum Kaufmann für Dialogmarketing oder zum Informations- und Telekommunikationssystem-Kaufmann, früher IT-System-Kaufmann. Netzbetreiber und große Händler bilden auch selbst aus. Der Quereinstieg ist verbreitet: Wer Verkaufserfahrung aus dem Handel, der Gastronomie oder einem Callcenter mitbringt, wird oft nach einigen Wochen interner Schulung zu Produkten, Kassensystemen und Vertragsrecht eingesetzt. Für den Außendienst bei Geschäftskunden werden meist eine kaufmännische Ausbildung und Vertriebserfahrung erwartet, dazu ein Führerschein.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf ist Vertrieb mit klaren Zahlen. Abschlüsse, Zusatzverkäufe und Kundenzufriedenheit werden gemessen und verglichen, und von diesen Werten hängt ein spürbarer Teil des Einkommens ab. Schwache Monate drücken das Gehalt, der Druck von Teamleitung und Vertriebsgesellschaft ist in vielen Betrieben deutlich. Im Shop wird lange gestanden, die Öffnungszeiten im Einzelhandel bedeuten Arbeit am Samstag und bis in den Abend, in Einkaufszentren auch an verkaufsoffenen Sonntagen. Ein Teil der Kundschaft kommt verärgert, weil der Anschluss nicht funktioniert oder die Rechnung höher ist als erwartet, und Berater müssen das abfangen, obwohl sie den Fehler oft nicht beheben können. Die Produkte und Tarife wechseln ständig, Schulungen gehören dauerhaft dazu. Der Haustürvertrieb ist körperlich und seelisch anstrengend: viel Laufen bei jedem Wetter, viele Absagen, teils unsichere Verdienste bei reiner Provisionsbezahlung. Wer Kundschaft zu Verträgen drängt, die sie nicht braucht, riskiert Beschwerden und Widerrufe, die wiederum Provisionen kosten.
Aussichten
Gesucht werden Berater fast immer, weil die Fluktuation hoch ist. Gleichzeitig verlagert sich der Privatkundenverkauf zunehmend ins Internet, und manche Netzbetreiber schließen oder bündeln Filialen. Stabiler ist die Nachfrage im Geschäftskundenvertrieb und rund um den Glasfaserausbau. Wer gute Zahlen liefert, kann zur stellvertretenden Shopleitung und Shopleitung aufsteigen, Gebietsverantwortung übernehmen oder in den Geschäftskundenvertrieb und das Key-Account-Management wechseln. Weiterbildungen zum Handelsfachwirt oder Fachwirt für Vertrieb öffnen Wege in Führungspositionen.
Aufgaben
- Kunden zu Mobilfunk-, Internet- und TV-Tarifen beraten
- Verträge abschließen, verlängern und im System erfassen
- Smartphones einrichten und Daten übertragen
- Reklamationen, Rechnungsfragen und Gerätereparaturen aufnehmen
- Zubehör und Zusatzleistungen verkaufen
- Geschäftskunden besuchen und Angebote erstellen
- Kasse abrechnen und Warenbestand prüfen
- Bestandskunden kontaktieren und Vertragsverlängerungen anbahnen
Voraussetzungen
- Kaufmännische Ausbildung von Vorteil, Quereinstieg mit Verkaufserfahrung möglich
- Freude am Verkaufen und Umgang mit Zielvorgaben
- Technisches Grundverständnis für Smartphones, Router und Netze
- Gelassenheit im Umgang mit verärgerten Kunden
- Bereitschaft zu Samstags- und Abendarbeit im Shop
- Führerschein Klasse B für den Außendienst
Wo man arbeitet
- Shops von Netzbetreibern
- Franchise- und Partnershops
- Elektronikfachmärkte
- Vertriebsagenturen für Haustür- und Glasfaservertrieb
- Geschäftskundenvertrieb von Telekommunikationsunternehmen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel, zum Kaufmann für Dialogmarketing oder zum Informations- und Telekommunikationssystem-Kaufmann mit IHK-Abschluss. Quereinsteiger mit Verkaufserfahrung werden häufig nach einer mehrwöchigen internen Produktschulung eingesetzt.
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