UI / UX Designer untermStrich
UI/UX Designer gestalten die Bedienoberflächen von Software, Apps und Websites und sorgen dafür, dass Menschen ein digitales Produkt verstehen und ohne Umwege nutzen können. Sie verbinden Nutzerforschung, Konzeption und visuelles Design.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als UI / UX Designer untermStrich verdient
4.600 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.000 bis 7.200 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.000 € | 3.600 € | 4.300 € | 43.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.900 € | 4.600 € | 5.500 € | 55.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.000 € | 5.900 € | 7.200 € | 70.800 € |
Einen eigenen Tarifvertrag gibt es nicht, Gehälter werden meist frei verhandelt; Ausnahmen sind der öffentliche Dienst mit TVöD oder TV-L und tarifgebundene Konzerne. Am stärksten wirken Branche und Unternehmensgröße: Agenturen und kleine Softwarefirmen zahlen deutlich weniger als Konzerne, Banken oder große Tech-Unternehmen, dazu kommt ein spürbares Gefälle zwischen Großstädten und ländlichen Regionen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein UI/UX Designer?
UI steht für User Interface, also die sichtbare Oberfläche mit Schaltflächen, Formularen, Menüs und Farben. UX steht für User Experience und meint das gesamte Nutzungserlebnis: ob jemand eine Aufgabe schnell erledigen kann, wo er hängen bleibt und warum. Im Alltag führen UI/UX Designer Interviews mit Nutzerinnen und Nutzern, werten Supportanfragen und Klickdaten aus und leiten daraus Anforderungen ab. Sie skizzieren Abläufe, bauen Wireframes und klickbare Prototypen, meist in Figma, und testen diese mit echten Personen. Danach entstehen die finalen Screens mit Typografie, Abständen, Icons und Zuständen für Fehler oder leere Listen. Ein großer Teil der Arbeit ist Abstimmung: mit Produktmanagement über Prioritäten, mit der Entwicklung über technische Machbarkeit, mit Vertrieb und Kundschaft über Wünsche. Bei Fachsoftware, etwa für Architektur- oder Ingenieurbüros, geht es oft um komplexe Tabellen, Zeiterfassung oder Projektabrechnung, die übersichtlich werden sollen. Viele Designer pflegen zudem ein Designsystem, also eine Bibliothek wiederverwendbarer Komponenten.
Wie wird man UI/UX Designer?
Ein geschützter Ausbildungsweg existiert nicht. Häufig ist ein Bachelorstudium in Kommunikationsdesign, Interaktionsdesign, Medieninformatik oder Human-Computer Interaction, das sechs bis sieben Semester dauert. Auch die duale Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print mit anschließender Spezialisierung führt in den Beruf. Quereinsteiger kommen aus Grafikdesign, Psychologie, Frontend-Entwicklung oder Marketing, oft über Weiterbildungen und Bootcamps von einigen Monaten. Entscheidend bei Bewerbungen ist fast immer das Portfolio: nachvollziehbare Fallstudien, die zeigen, wie ein Problem erkannt, untersucht und gelöst wurde. Reine Hochglanzbilder überzeugen erfahrene Teams wenig.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet am Bildschirm statt, oft acht Stunden und mehr. Körperlich ist sie leicht, geistig fordernd. Arbeitszeiten liegen meist im Rahmen üblicher Bürozeiten, Homeoffice ist verbreitet. Vor Releases oder Kundenterminen entsteht jedoch Zeitdruck. Schwer fällt vielen, dass eigene Entwürfe ständig kritisiert, verworfen oder aus Budgetgründen vereinfacht werden. Designer müssen ihre Entscheidungen begründen können, gegenüber Entwicklern ebenso wie gegenüber Geschäftsführung, und Kompromisse akzeptieren. Wer gerne allein und rein ästhetisch arbeitet, wird in dem Beruf oft unzufrieden. In kleinen Softwarefirmen ist eine Person häufig für Recherche, Konzeption, Gestaltung und Dokumentation gleichzeitig zuständig. Tools und Methoden ändern sich schnell, laufendes Weiterlernen gehört dazu. Englischkenntnisse sind fast überall nötig, da Fachliteratur, Werkzeuge und viele Teams englischsprachig sind.
Aussichten
Nach einem starken Wachstum bis etwa 2022 ist der Markt enger geworden. Für Berufseinsteiger ist die Konkurrenz hoch, viele Bootcamp-Absolventen bewerben sich auf wenige Juniorstellen. Erfahrene Designer mit Kenntnissen in Nutzerforschung, Barrierefreiheit und komplexer B2B-Software sind dagegen weiter gefragt, auch weil das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz seit 2025 neue Anforderungen stellt. Künstliche Intelligenz übernimmt zunehmend Routineaufgaben wie erste Layoutentwürfe, was den Schwerpunkt Richtung Konzeption und Forschung verschiebt. Entwicklungswege führen zum Senior oder Lead Designer, in die Leitung eines Designteams, in spezialisierte Rollen wie UX Researcher oder Design Ops sowie ins Produktmanagement. Ein Teil arbeitet später freiberuflich.
Aufgaben
- Nutzerinterviews und Usability-Tests planen und durchführen
- Nutzungsabläufe und Wireframes entwerfen
- Klickbare Prototypen in Figma oder ähnlichen Tools bauen
- Finale Bedienoberflächen mit Layout, Typografie und Icons gestalten
- Komponenten eines Designsystems pflegen und dokumentieren
- Entwürfe mit Entwicklung und Produktmanagement abstimmen
- Nutzerfeedback und Nutzungsdaten auswerten
- Oberflächen auf Barrierefreiheit prüfen
Voraussetzungen
- Studium in Design, Medieninformatik oder Interaktionsdesign, Ausbildung als Mediengestalter oder vergleichbare Weiterbildung
- Aussagekräftiges Portfolio mit nachvollziehbaren Fallstudien
- Sicherer Umgang mit Figma oder vergleichbaren Design- und Prototyping-Tools
- Grundverständnis von HTML, CSS und technischen Abläufen in der Softwareentwicklung
- Analytisches Denken und Einfühlungsvermögen in Nutzergruppen
- Kommunikationsfähigkeit und Kritikfähigkeit im Team
- Gute Englischkenntnisse
Wo man arbeitet
- Softwarehersteller
- Digitalagenturen
- E-Commerce-Unternehmen
- IT-Abteilungen von Konzernen und Banken
- Start-ups
- Öffentliche Verwaltung und IT-Dienstleister des Bundes und der Länder
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Bachelorstudium in Kommunikations- oder Interaktionsdesign beziehungsweise Medieninformatik von sechs bis sieben Semestern. Alternativ führt eine dreijährige duale Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print mit Spezialisierung in den Beruf, Quereinsteiger qualifizieren sich oft über mehrmonatige Weiterbildungen und ein eigenes Portfolio.
Offene Stellen als UI / UX Designer untermStrich
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- Offene Stellen
- 5
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- 14
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- Offene Stellen
- 19
- Monatsbrutto
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- Offene Stellen
- 7
- Monatsbrutto
- 2.500 – 5.800 €
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