Webdesigner
Webdesigner gestalten Websites und Weboberflächen, vom Layout über Farben und Schrift bis zur Bedienführung, und setzen ihre Entwürfe oft auch technisch mit HTML, CSS und Content-Management-Systemen um.
7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Webdesigner verdient
3.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 5.800 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 3.000 € | 3.500 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.700 € | 4.400 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.900 € | 4.600 € | 5.800 € | 55.200 € |
Einen Tarifvertrag gibt es für Webdesigner in der Regel nicht, die meisten Agenturen zahlen frei verhandelt und eher am unteren Rand. Deutlich mehr verdienen meist Festangestellte in Unternehmen und IT-Firmen sowie alle, die zusätzlich Frontend-Entwicklung oder UX-Methoden beherrschen, außerdem liegen Gehälter in München, Hamburg und Frankfurt spürbar über denen in ländlichen Regionen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Webdesigner?
Webdesigner entwerfen das Aussehen und die Bedienung von Websites, Onlineshops und Landingpages. Am Anfang steht meist ein Gespräch mit dem Kunden: Wer soll die Seite nutzen, welche Inhalte gibt es, welches Corporate Design muss eingehalten werden. Daraus entstehen Skizzen, Wireframes und schließlich ausgearbeitete Entwürfe in Programmen wie Figma oder Adobe XD. Dabei geht es um Raster, Schriftgrößen, Farbkontraste, Bildauswahl und darum, wie eine Seite auf dem Smartphone anders aussehen muss als auf einem großen Bildschirm. Je nach Betrieb endet die Arbeit beim Entwurf, der dann an Frontend-Entwickler übergeben wird, oder der Webdesigner baut die Seite selbst, etwa in WordPress, mit HTML und CSS oder in einem Baukastensystem. Zum Alltag gehören außerdem Korrekturschleifen mit Kunden, das Pflegen bestehender Seiten, das Optimieren von Bildern für schnelle Ladezeiten und das Prüfen auf verschiedenen Browsern und Geräten.
Wie wird man Webdesigner?
Eine geschützte Ausbildung mit dem Titel Webdesigner gibt es nicht. Ein häufiger Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print, Fachrichtung Gestaltung und Technik. Andere studieren Kommunikationsdesign, Mediendesign oder Medieninformatik an einer Hochschule, meist mit Bachelorabschluss nach drei bis vier Jahren. Daneben gibt es private Akademien und Weiterbildungen, die teils über einen Bildungsgutschein der Arbeitsagentur gefördert werden. Der Quereinstieg ist in diesem Beruf verbreitet, etwa aus Grafikdesign, Fotografie oder Marketing. Entscheidend bei Bewerbungen ist fast immer ein Portfolio mit eigenen Arbeiten, oft wichtiger als das Zeugnis.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet überwiegend am Bildschirm statt, viele Stunden am Tag im Sitzen. Das belastet Rücken, Nacken und Augen. Die Arbeitszeiten sind meist regulär, vor Projektabgaben oder Launches werden aber Überstunden üblich, besonders in Agenturen. Schwer fällt vielen der Umgang mit Kritik: Kunden haben eigene Geschmacksvorstellungen, ändern Wünsche spät und lassen Entwürfe mehrfach überarbeiten. Wer gestalterischen Ehrgeiz hat, muss akzeptieren, dass am Ende oft ein Kompromiss online geht. Die Werkzeuge und technischen Standards ändern sich schnell, ständiges Weiterlernen ist Teil der Arbeit und wird nicht immer vom Arbeitgeber bezahlt. Selbstständige tragen zusätzlich Akquise, Preisdruck und schwankende Auftragslage.
Aussichten
Der Markt hat sich verändert. Einfache Visitenkarten-Websites entstehen heute häufig mit Baukästen oder vorgefertigten Themes, und KI-Werkzeuge erzeugen Layouts und Bilder in Minuten. Für reine Gestalter ohne technische Kenntnisse ist der Wettbewerb deshalb hart, die Zahl der Bewerber ist hoch. Gefragt sind dagegen Leute, die Gestaltung mit Nutzerforschung, Barrierefreiheit oder Frontend-Technik verbinden. Seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz müssen viele Onlineshops und Dienstleistungsangebote barrierearm gestaltet sein, was zusätzliche Aufträge bringt. Typische Entwicklungswege führen zum UX- oder UI-Designer, zum Frontend-Entwickler, zur Art Direction in einer Agentur oder in die Selbstständigkeit mit eigenem Kundenstamm.
Aufgaben
- Anforderungen und Zielgruppen mit Kunden klären
- Wireframes, Klickprototypen und Designentwürfe erstellen
- Layouts für Smartphone, Tablet und Desktop anpassen
- Seiten in WordPress oder anderen Content-Management-Systemen umsetzen
- Bilder und Grafiken für schnelle Ladezeiten aufbereiten
- Darstellung in verschiedenen Browsern und Geräten testen
- Kontraste, Schriftgrößen und Bedienbarkeit auf Barrierefreiheit prüfen
- Bestehende Websites pflegen und Kundenkorrekturen einarbeiten
Voraussetzungen
- Ausbildung als Mediengestalter, Designstudium oder vergleichbare Weiterbildung, im Quereinstieg ein aussagekräftiges Portfolio
- Sicherer Umgang mit Figma, Adobe Photoshop und Illustrator
- Grundkenntnisse in HTML, CSS und einem Content-Management-System
- Gespür für Typografie, Farbe und Layout
- Geduld und Gesprächsgeschick im Umgang mit Kundenwünschen
- Bereitschaft, sich laufend in neue Werkzeuge und Standards einzuarbeiten
Wo man arbeitet
- Werbe- und Digitalagenturen
- Webentwicklungs- und IT-Dienstleister
- Marketingabteilungen von Unternehmen
- Onlinehändler
- Verlage und Medienhäuser
- Selbstständig als Freiberufler
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print mit IHK-Abschluss oder ein Bachelorstudium in Kommunikations- oder Mediendesign mit drei bis vier Jahren Regelstudienzeit. Quereinsteiger kommen oft über mehrmonatige Weiterbildungen an privaten Akademien in den Beruf, wobei ein eigenes Portfolio den Ausschlag gibt.
Offene Stellen als Webdesigner
In der Suche fortsetzenJunior Webdesigner - Vollzeit (m/w/d)
Senior Webdesigner - Vollzeit (m/w/d)
Webdesigner - Vollzeit (m/w/d)
Webdesigner (m/w/d)
Webdesigner/-in - Vollzeit (m/w/d)
Webdesigner - Vollzeit (m/w/d)
Verwandte Berufe
Frontend Entwickler
Frontend-Entwickler bauen die sichtbaren Teile von Websites und Webanwendungen: Oberflächen, Formulare, Navigation und alles, was im Browser passiert. Sie setzen Entwürfe aus dem Design technisch um und sorgen dafür, dass eine Anwendung schnell, zugänglich und auf allen Geräten nutzbar ist.
- Offene Stellen
- 5
- Monatsbrutto
- 3.200 – 7.500 €
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- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 2.400 – 5.800 €
Mediengestalter Digital und Print
Mediengestalterinnen und Mediengestalter Digital und Print gestalten und produzieren Medienprodukte wie Broschüren, Plakate, Verpackungen, Websites und Social-Media-Inhalte. Sie verbinden Gestaltung mit der technischen Umsetzung für Druck und Bildschirm.
- Offene Stellen
- 14
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.600 €
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