Verkäufer/Fachberater Innendienst Malerbedarf
Fachberaterinnen und Fachberater im Innendienst Malerbedarf beraten Malerbetriebe und Privatkunden zu Farben, Lacken, Putzen und Werkzeug, nehmen Bestellungen an und mischen Farbtöne an der Tönanlage. Sie arbeiten meist im Farbengroßhandel oder in Fachmärkten von Herstellern.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Verkäufer/Fachberater Innendienst Malerbedarf verdient
3.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 4.500 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.800 € | 3.100 € | 33.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.300 € | 3.700 € | 39.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.400 € | 3.900 € | 4.500 € | 46.800 € |
Tarifgebundene Großhändler zahlen nach dem Tarifvertrag für den Groß- und Außenhandel des jeweiligen Bundeslandes, Fachmärkte teils nach dem Einzelhandelstarif, viele Betriebe sind jedoch nicht tarifgebunden und verhandeln frei. Spürbar mehr verdienen meist Beschäftigte bei großen Herstellern und Handelsketten sowie Quereinsteiger mit Meister- oder Technikerwissen aus dem Malerhandwerk.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Fachberater im Innendienst Malerbedarf?
Der Arbeitstag beginnt oft früh, weil Malerbetriebe vor Arbeitsbeginn auf der Baustelle ihr Material abholen. Am Verkaufstresen im Farbengroßhandel oder Fachmarkt wird ausgegeben, was bestellt ist, und beraten, was noch fehlt: welche Fassadenfarbe auf einen kreidenden Altanstrich passt, welcher Tiefgrund unter eine Spachtelmasse gehört, wie viel Material für eine bestimmte Fläche nötig ist. Ein großer Teil der Arbeit läuft über Telefon, E-Mail und das Warenwirtschaftssystem. Aufträge werden erfasst, Liefertermine mit dem Lager abgestimmt, Angebote und Preisauskünfte erstellt, Reklamationen bearbeitet. An der Tönanlage werden Farbtöne nach Farbfächer oder Kundenmuster gemischt, gelegentlich auch mit einem Farbmessgerät nachgestellt. Dazu kommen Regalpflege, Warenannahme, Inventur und die Abstimmung mit dem Außendienst, der die Stammkunden auf den Baustellen betreut.
Wie wird man Fachberater im Innendienst Malerbedarf?
Einen eigenen Ausbildungsberuf mit dieser Bezeichnung gibt es nicht. Üblich ist eine kaufmännische Ausbildung, vor allem Kaufmann oder Kauffrau im Groß- und Außenhandelsmanagement, Kaufmann oder Kauffrau im Einzelhandel oder Verkäufer und Verkäuferin. Das Fachwissen über Untergründe, Bindemittel und Verarbeitung wird im Betrieb und in Produktschulungen der Hersteller vermittelt. Ein häufiger Quereinstieg führt über das Handwerk: Maler und Lackierer, die aus gesundheitlichen Gründen oder wegen der Arbeitszeiten von der Baustelle in den Innendienst wechseln, sind gefragt, weil sie die Probleme der Kunden aus eigener Erfahrung kennen. Auch Bauten- und Objektbeschichter oder Raumausstatter finden diesen Weg.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf ist kein reiner Schreibtischjob. Farbeimer wiegen oft 15 bis 25 Kilogramm, Putzsäcke ebenso, und am Tresen wird viel gestanden und gehoben. Die Öffnungszeiten richten sich nach dem Handwerk, Arbeitsbeginn um sechs oder sieben Uhr ist im Großhandel normal, in Fachmärkten mit Privatkundschaft kommen Samstage hinzu. Im Frühjahr und Sommer, wenn an Fassaden gearbeitet wird, ist der Andrang hoch und mehrere Kunden warten gleichzeitig, während das Telefon klingelt. Malerbetriebe stehen unter Zeitdruck und erwarten schnelle, sichere Antworten, eine falsche Empfehlung kann einen Bauschaden und eine teure Reklamation nach sich ziehen. Der Umgangston ist direkt. Wer gern verkauft, technisch denkt und Ruhe behält, wenn es eng wird, kommt gut zurecht. Wer sich ungern mit Sicherheitsdatenblättern, Produktnormen und ständig wechselnden Sortimenten beschäftigt, eher nicht.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil. Renovierung, energetische Sanierung und Wärmedämmverbundsysteme sorgen für Arbeit im Malerhandwerk und damit im Fachhandel. Gute Fachberater mit Erfahrung werden gesucht, da viele Betriebe Schwierigkeiten haben, Personal mit technischem Wissen zu finden. Der Wechsel in den Außendienst ist der häufigste Aufstieg und meist mit besserer Bezahlung verbunden, ebenso die Leitung einer Niederlassung oder eines Verkaufsteams. Weiterbildungen zum Fachwirt im Groß- und Außenhandel oder Handelsfachwirt öffnen den Weg in Einkauf, Produktmanagement oder Anwendungstechnik bei Herstellern.
Aufgaben
- Malerbetriebe und Privatkunden zu Farben, Lacken, Putzen und Untergründen beraten
- Bestellungen telefonisch und per E-Mail annehmen und im Warenwirtschaftssystem erfassen
- Farbtöne an der Tönanlage nach Farbfächer oder Muster mischen
- Materialbedarf für Flächen berechnen und Angebote erstellen
- Ware am Tresen ausgeben, kassieren und Lieferscheine bearbeiten
- Liefertermine mit Lager und Fahrern abstimmen
- Reklamationen aufnehmen und mit dem Hersteller klären
- Wareneingang kontrollieren, Regale pflegen und bei der Inventur mitarbeiten
Voraussetzungen
- Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder eine Ausbildung im Malerhandwerk
- Technisches Verständnis für Untergründe, Beschichtungsstoffe und Verarbeitung
- Sicherer Umgang mit Warenwirtschaftssystem und Office-Programmen
- Freundliches, belastbares Auftreten auch bei Andrang und Zeitdruck
- Körperliche Belastbarkeit für Heben von Eimern und Säcken
- Gutes Farbsehen für das Mischen und Abgleichen von Farbtönen
- Bereitschaft zu frühem Arbeitsbeginn und teils Samstagsarbeit
Wo man arbeitet
- Farben- und Tapetengroßhandel
- Verkaufsniederlassungen von Farbenherstellern
- Baustoff-Fachhandel
- Farbenfachgeschäfte
- Baumärkte mit Farbabteilung
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau im Groß- und Außenhandelsmanagement oder im Einzelhandel, alternativ die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer. Viele kommen als Quereinsteiger mit abgeschlossener dreijähriger Ausbildung zum Maler und Lackierer und eignen sich das Kaufmännische im Betrieb an. Produktwissen wird laufend über Herstellerschulungen vertieft.
Offene Stellen als Verkäufer/Fachberater Innendienst Malerbedarf
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Verkäufer/Fachberater Innendienst Malerbedarf (m/w/d)
Verwandte Berufe
Fachberater Baustoffe
Fachberater Baustoffe beraten Handwerksbetriebe, Bauunternehmen und private Bauherren im Baustoffhandel zu Materialien wie Dämmstoffen, Mauersteinen, Putzen oder Dachbaustoffen, erstellen Angebote und verkaufen. Die Arbeit findet im Innendienst an Theke und Telefon oder im Außendienst bei Kunden und auf Baustellen statt.
- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 2.700 – 5.500 €
Kaufmann im Einzelhandel
Kaufleute im Einzelhandel beraten Kunden, verkaufen Waren und steuern Sortiment, Bestellung, Warenpräsentation und Abrechnung einer Abteilung oder Filiale.
- Offene Stellen
- 81
- Monatsbrutto
- 2.700 – 3.800 €
Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement
Kaufleute im Groß- und Außenhandelsmanagement kaufen Waren bei Herstellern ein und verkaufen sie an Handel, Handwerk und Industrie im In- und Ausland. Sie verhandeln Preise, steuern Lieferungen und kümmern sich um Lager, Zoll und Kundenbetreuung.
- Offene Stellen
- 16
- Monatsbrutto
- 2.500 – 5.500 €
Maler und Lackierer
Maler und Lackierer beschichten, gestalten und schützen Wände, Decken, Fassaden und Bauteile aus Holz, Metall oder Beton. Sie arbeiten überwiegend auf Baustellen, in Wohnungen und an Gebäuden und gehören zum Bauhandwerk.
- Offene Stellen
- 53
- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.300 €
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