Videograf
Videografen planen, drehen und schneiden Videos für Unternehmen, Agenturen und soziale Medien, von Imagefilmen über Produktvideos bis zu kurzen Clips für Instagram oder TikTok. Sie arbeiten oft allein oder im kleinen Team und übernehmen Kamera, Ton, Licht und Postproduktion selbst.
10 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Videograf verdient
3.500 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.400 bis 5.500 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.400 € | 2.800 € | 3.300 € | 33.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.500 € | 4.300 € | 42.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.700 € | 4.400 € | 5.500 € | 52.800 € |
Das Einkommen hängt stark davon ab, ob man angestellt oder selbstständig arbeitet: Selbstständige rechnen über Tagessätze ab und verdienen je nach Auslastung deutlich mehr oder weniger als Angestellte. Angestellte in größeren Unternehmen und Inhouse-Teams verdienen meist mehr als in kleinen Agenturen; bei Film- und Fernsehproduktionen gilt teils der Tarifvertrag für auf Produktionsdauer beschäftigte Film- und Fernsehschaffende (TV FFS), im Agenturbereich gibt es dagegen in der Regel keine Tarifbindung.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Videograf?
Ein Videograf setzt Videos für Marketing und Kommunikation um. Am Anfang steht meist ein Gespräch mit dem Kunden oder der Agentur: Was soll das Video zeigen, für welchen Kanal, in welcher Länge? Daraus entstehen ein grobes Konzept, ein Drehplan und manchmal ein Storyboard. Am Drehtag baut der Videograf Kamera, Stativ, Gimbal, Licht und Mikrofone auf, richtet Interviewpartner ein, filmt Produkte, Abläufe in einer Werkhalle oder eine Veranstaltung. Oft kommt eine Drohne dazu, für die eine eigene Genehmigung nötig ist. Danach folgt die Postproduktion am Rechner: Material sichten, schneiden, Farbkorrektur, Ton mischen, Musik und Untertitel einfügen, Versionen für verschiedene Formate ausspielen. Korrekturschleifen mit dem Kunden gehören dazu und nehmen häufig mehr Zeit in Anspruch als der Dreh selbst.
Wie wird man Videograf?
Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt, eine eigene Ausbildung gibt es nicht. Ein geregelter Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton, die Kamera, Schnitt und Tontechnik abdeckt. Andere kommen über ein Studium in Film, Medienproduktion, Kommunikationsdesign oder Medientechnik. Sehr verbreitet ist der Quereinstieg, etwa aus der Fotografie, dem Journalismus oder dem Marketing. Entscheidend bei Bewerbungen und Aufträgen ist fast immer das Showreel, also eine Auswahl eigener Arbeiten. Kurse in Schnittprogrammen, Farbkorrektur oder der EU-Drohnenführerschein lassen sich berufsbegleitend erwerben.
Was der Beruf verlangt
Drehtage sind lang und körperlich anstrengend. Ausrüstung muss getragen, aufgebaut und stundenlang bedient werden, oft im Stehen, draußen bei jedem Wetter oder in lauten Hallen. Veranstaltungen finden abends und am Wochenende statt, Reisen sind üblich. Im Schnitt dagegen sitzt man viele Stunden am Bildschirm, häufig unter Termindruck, weil Kampagnen zu festen Daten starten. Viele Videografen arbeiten selbstständig. Das bedeutet schwankende Auftragslage, eigene Akquise, Buchhaltung, Versicherungen und hohe Kosten für Kameras, Objektive und Software, die alle paar Jahre erneuert werden müssen. Kunden haben oft unklare Vorstellungen oder ändern sie spät, das verlangt Geduld und Verhandlungsgeschick. Technisch muss man ständig dazulernen, weil sich Geräte, Programme und Plattformformate schnell ändern.
Aussichten
Die Nachfrage nach Videoinhalten ist hoch, weil Unternehmen für soziale Medien, Websites, Recruiting und interne Kommunikation laufend Material brauchen. Gleichzeitig ist der Markt dicht besetzt: Günstige Technik senkt die Einstiegshürde, und KI-Werkzeuge übernehmen zunehmend einfache Schnittarbeiten. Gefragt sind daher Videografen, die neben der Technik Konzept, Storytelling und Plattformkenntnis mitbringen. Feste Stellen gibt es in Agenturen, Produktionsfirmen und zunehmend in Inhouse-Teams größerer Unternehmen. Entwicklungswege führen zum Kameramann für größere Produktionen, zum Editor oder Coloristen, in die Regie, die Producer-Rolle oder in die Leitung eines Content-Teams. Wer selbstständig ist, kann sich auf eine Branche oder ein Format spezialisieren und so höhere Tagessätze durchsetzen.
Aufgaben
- Videokonzepte und Drehpläne mit Kunden abstimmen
- Kamera, Licht und Tontechnik am Set aufbauen und bedienen
- Interviews, Produkte und Veranstaltungen filmen
- Luftaufnahmen mit der Drohne erstellen
- Material schneiden, Farben korrigieren und Ton bearbeiten
- Videos in Formaten für Website und soziale Medien ausspielen
- Korrekturwünsche einarbeiten und Rohdaten archivieren
Voraussetzungen
- Ausbildung als Mediengestalter Bild und Ton, Studium im Medienbereich oder vergleichbare Praxiserfahrung
- Aussagekräftiges Showreel mit eigenen Arbeiten
- Sichere Kenntnisse in Schnittprogrammen wie Premiere Pro, DaVinci Resolve oder Final Cut
- Körperliche Belastbarkeit für lange Drehtage mit schwerer Ausrüstung
- Führerschein Klasse B, für Luftaufnahmen ein EU-Drohnenführerschein
- Kommunikationsgeschick im Umgang mit Kunden und Protagonisten
Wo man arbeitet
- Werbe- und Marketingagenturen
- Film- und Videoproduktionsfirmen
- Inhouse-Marketingabteilungen von Unternehmen
- Eigenes Studio oder Büro als Selbstständiger
- Medienhäuser und Verlage
Der Weg in den Beruf
Ein üblicher Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton mit IHK-Abschluss oder ein Bachelorstudium in Medienproduktion oder Film von etwa drei bis dreieinhalb Jahren. Viele steigen auch ohne formalen Abschluss über Praktika, Assistenzen und ein eigenes Portfolio ein.
Offene Stellen als Videograf
In der Suche fortsetzenVideograf (m/w/d)
Werkstudent Videograf (m/w/d) - 12 bis 20 Std/Woche
Videograf/in – Vollzeit (m/w/d)
Videograf (m/w/d)
Videograf (m/w/d)
Videograf/-in (auch Quereinstieg) (m/w/d)
Senior Videograf - all genders
Remote Videograf (m/w/d) - Vollzeit
Videograf:in (m/w/d)
Verwandte Berufe
Content Creator
Content Creator planen, produzieren und veröffentlichen Inhalte wie Videos, Fotos, Texte und Podcasts für soziale Netzwerke, Websites und andere digitale Kanäle. Sie arbeiten angestellt für Unternehmen und Agenturen oder selbstständig mit eigener Reichweite.
- Offene Stellen
- 6
- Monatsbrutto
- 2.500 – 6.000 €
Cutter
Cutter, heute meist Film- und Videoeditoren genannt, schneiden Film- und Videomaterial zu einer fertigen Fassung. Sie wählen Einstellungen aus, bestimmen Rhythmus und Dramaturgie und arbeiten eng mit Regie und Redaktion zusammen.
- Offene Stellen
- 4
- Monatsbrutto
- 2.300 – 6.500 €
Fotograf
Plant, belichtet und bearbeitet Bilder für Kunden, Presse oder Industrie – ein Handwerksberuf, der ebenso oft freiberuflich wie angestellt ausgeübt wird.
- Offene Stellen
- 25
- Monatsbrutto
- 2.400 – 4.500 €
Mediengestalter Bild und Ton
Mediengestalterinnen und Mediengestalter Bild und Ton nehmen Bild und Ton für Fernsehen, Film, Online-Videos und Veranstaltungen auf, schneiden das Material und bereiten es technisch für die Ausstrahlung oder Veröffentlichung auf.
- Offene Stellen
- 10
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.800 €
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