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IT & Software

Web-Entwickler

Web-Entwickler bauen Websites, Webshops und Webanwendungen. Sie programmieren die sichtbare Oberfläche im Browser, die Logik auf dem Server oder beides.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Web-Entwickler verdient

4.600 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.000 bis 7.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.600 € 4.300 € 43.200 €
Mit Berufserfahrung 3.900 € 4.600 € 5.600 € 55.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.000 € 5.900 € 7.500 € 70.800 €

Das Gehalt ist meist frei verhandelt und hängt stark von Arbeitgeber und Region ab: Kleine Agenturen zahlen deutlich weniger als Konzerne, Banken oder Softwarefirmen, in München, Frankfurt und Hamburg liegt es höher als im Osten. Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD oder TV-L, je nach Abschluss meist in den Entgeltgruppen 9 bis 11, in der IT-Branche nur vereinzelt Tarifverträge wie der IG-Metall-Tarif bei tarifgebundenen Industrieunternehmen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Web-Entwickler?

Web-Entwickler setzen Websites und Webanwendungen technisch um, vom Firmenauftritt über Onlineshops bis zu Kundenportalen und internen Werkzeugen. Im Frontend schreiben sie HTML, CSS und JavaScript, meist mit Frameworks wie React, Angular oder Vue, und sorgen dafür, dass Seiten auf Smartphone und Bildschirm funktionieren und barrierearm bedienbar sind. Im Backend programmieren sie mit Sprachen wie PHP, Java, Python oder Node.js die Logik dahinter: Datenbanken anbinden, Schnittstellen bauen, Benutzerkonten und Zahlungen abwickeln. Wer beides abdeckt, wird oft Full-Stack-Entwickler genannt. Zum Alltag gehören außerdem Fehlersuche, Code-Reviews im Team, das Schreiben von Tests, die Pflege bestehender Systeme und Absprachen mit Designerinnen, Projektleitern und Kunden. Ein großer Teil der Arbeit ist nicht Neubau, sondern Wartung und Anpassung von Code, den andere geschrieben haben.

Wie wird man Web-Entwickler?

Der Beruf ist nicht geschützt, die Wege sind entsprechend verschieden. Ein klassischer Einstieg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Viele kommen über ein Studium der Informatik, Medieninformatik oder Wirtschaftsinformatik. Daneben gibt es einen großen Anteil an Quereinsteigern, die sich über Bootcamps, Umschulungen oder im Selbststudium qualifiziert haben. Für sie zählt vor allem ein nachweisbares Portfolio mit eigenen Projekten, etwa auf GitHub. Seit einigen Jahren ist der Einstieg ohne Abschluss schwieriger geworden, weil Arbeitgeber bei Berufsanfängern wählerischer sind.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist überwiegend sitzend am Bildschirm und geistig anstrengend. Konzentration über lange Strecken, Geduld bei hartnäckigen Fehlern und die Bereitschaft, ständig Neues zu lernen, sind Voraussetzung, denn Werkzeuge und Frameworks ändern sich schnell. Gute Englischkenntnisse sind nötig, weil Dokumentation und Fachaustausch fast ausschließlich auf Englisch laufen. Die Arbeitszeiten sind meist regulär und oft flexibel, Homeoffice ist verbreitet. In Agenturen kann es vor Projektabgaben zu Termindruck und Überstunden kommen, bei Betreibern großer Plattformen gibt es teils Rufbereitschaft für Störungen. Belastend sind für viele unklare Anforderungen, wechselnde Kundenwünsche und die Verantwortung für Sicherheitslücken oder Ausfälle.

Aussichten

Webanwendungen werden in nahezu allen Branchen gebraucht, die Nachfrage nach erfahrenen Entwicklern ist stabil. Für Einsteiger ist der Markt dagegen deutlich enger als noch vor einigen Jahren, auch weil KI-Werkzeuge einfache Programmieraufgaben übernehmen und Unternehmen eher Erfahrene suchen. Gute Chancen haben Spezialisierungen etwa auf Barrierefreiheit, IT-Sicherheit, Cloud-Betrieb oder komplexe Frontend-Architekturen. Mit Erfahrung führen Wege zur Position als Senior oder Lead Developer, in die Softwarearchitektur, ins Projektmanagement oder in die Selbstständigkeit als Freelancer.

Aufgaben

  • Benutzeroberflächen mit HTML, CSS und JavaScript umsetzen
  • Serverseitige Logik und Schnittstellen programmieren
  • Datenbanken anbinden und Abfragen schreiben
  • Fehler suchen und beheben
  • Automatisierte Tests schreiben und Code anderer prüfen
  • Bestehende Websites und Anwendungen warten und erweitern
  • Anforderungen mit Design, Projektleitung und Kunden abstimmen
  • Ladezeiten, Sicherheit und Barrierefreiheit verbessern

Voraussetzungen

  • Ausbildung als Fachinformatiker, Informatikstudium oder nachweisbare Programmierkenntnisse über ein Portfolio
  • Sicherer Umgang mit mindestens einer Web-Technologie wie JavaScript, PHP, Java oder Python
  • Gute Englischkenntnisse zum Lesen von Dokumentation
  • Analytisches Denken und Ausdauer bei der Fehlersuche
  • Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung
  • Teamfähigkeit und Erfahrung mit Versionsverwaltung wie Git

Wo man arbeitet

  • Internet- und Digitalagenturen
  • Softwarehäuser und IT-Dienstleister
  • IT-Abteilungen von Unternehmen aus Handel, Industrie und Finanzwirtschaft
  • Start-ups
  • Öffentliche Verwaltung und Hochschulen
  • Selbstständig als Freelancer

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung mit IHK-Abschluss oder ein Bachelorstudium in Informatik oder Medieninformatik mit sechs bis sieben Semestern. Quereinsteiger qualifizieren sich über Umschulungen von rund zwei Jahren oder mehrmonatige Bootcamps und brauchen dann ein aussagekräftiges Portfolio.

Offene Stellen als Web-Entwickler

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