Zusteller für Wochenblätter
Zustellerinnen und Zusteller für Wochenblätter verteilen kostenlose Anzeigenblätter, Prospekte und Beilagen in einem festen Bezirk an alle Haushalte. Die Arbeit findet meist als Minijob oder Teilzeit statt, zu Fuß, mit Fahrrad oder Auto und bei jedem Wetter.
35 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Zusteller für Wochenblätter verdient
2.350 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.200 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.250 € | 2.400 € | 27.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.250 € | 2.350 € | 2.600 € | 28.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.400 € | 2.700 € | 3.200 € | 32.400 € |
Einen Tarifvertrag gibt es für die Zustellung von Anzeigenblättern in der Regel nicht, maßgeblich ist der gesetzliche Mindestlohn, und die meisten Stellen sind Minijobs, sodass die Vollzeitwerte nur zur Orientierung dienen. Entscheidend für den tatsächlichen Verdienst ist, ob nach Stück oder nach realer Arbeitszeit bezahlt wird und ob Einlegearbeiten und Fahrtkosten vergütet werden.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Zusteller für Wochenblätter?
Ein- oder zweimal pro Woche liefert der Verlag oder ein Vertriebsdienstleister die Wochenblätter und Prospektbeilagen an die Haustür des Zustellers oder an eine Ablagestelle. Oft müssen die Beilagen zuerst von Hand in die Zeitungen eingelegt werden, bevor die Runde beginnt. Danach geht es durch den eigenen Bezirk: Straße für Straße, Haus für Haus, jeder Briefkasten wird bestückt, außer dort, wo ein Aufkleber wie "Keine Werbung" oder "Keine kostenlosen Zeitungen" klebt. Diese Hinweise müssen beachtet werden, sonst gibt es Beschwerden. Die Exemplare werden in Taschen, Wagen oder Fahrradanhängern transportiert, in ländlichen Gebieten auch mit dem eigenen Auto. Zur Arbeit gehört außerdem, Restmengen zu melden, Beschwerden aufzunehmen und Veränderungen im Bezirk wie Neubauten oder Leerstand an die Vertriebsleitung weiterzugeben.
Wie wird man Zusteller für Wochenblätter?
Eine Ausbildung ist nicht nötig. Verlage und Verteilfirmen suchen fortlaufend Personal, häufig über Aushänge, Anzeigen im Blatt selbst oder Online-Portale. Nach einer kurzen Einweisung in den Bezirk und die Regeln zur Zustellung beginnt die Arbeit. Den Job machen Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren mit Einverständnis der Eltern, Studierende, Rentnerinnen und Rentner sowie Menschen, die etwas zum Haupteinkommen dazuverdienen wollen. Wer sich beruflich in der Zustellung festigen möchte, kann später eine Ausbildung als Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen anschließen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Ein Stapel Wochenblätter mit Beilagen wiegt schnell mehrere Kilo, und in einer Runde kommen viele Treppen, Höhenmeter und Kilometer zusammen. Regen, Glätte, Hitze und Dunkelheit im Winter gehören dazu. Wer ausfällt, muss oft selbst für Vertretung sorgen, da die Zustelltage feststehen. Bezahlt wird häufig nach Stück oder Bezirk. Seit dem Ende der Übergangsregel 2017 gilt der gesetzliche Mindestlohn auch für Zeitungszusteller, die tatsächliche Arbeitszeit wird aber nicht immer realistisch angesetzt, sodass das Einsortieren von Beilagen oder lange Wege unbezahlt bleiben können. Es lohnt sich, die eigenen Stunden zu notieren. Fahrtkosten für das eigene Auto werden nicht überall voll erstattet. Vollzeitstellen sind selten, die meisten Verträge sind Minijobs.
Aussichten
Zusteller werden ständig gesucht, die Fluktuation ist hoch, und ein Bezirk ist meist schnell zu bekommen. Langfristig ist das Feld aber unsicher: Anzeigenblätter verlieren Werbekunden, mehrere Verlage haben Titel eingestellt oder die Erscheinungsweise reduziert, und Prospektwerbung wandert zunehmend ins Internet. Steigende Mindestlöhne erhöhen zudem den Kostendruck auf die Verlage. Wer bleiben möchte, kann mehrere Bezirke übernehmen, zur Tageszeitungs- oder Briefzustellung wechseln oder als Bezirksleitung bzw. Zustellkoordination Touren planen, Vertretungen organisieren und neue Zusteller einarbeiten. Für einen dauerhaften Lebensunterhalt ist ein Umstieg in die Paket- oder Postlogistik mit fester Anstellung meist der realistischere Weg.
Aufgaben
- Wochenblätter und Prospekte bei der Anlieferung entgegennehmen und auf Vollständigkeit prüfen
- Beilagen von Hand in die Zeitungen einlegen
- Alle Haushalte im zugeteilten Bezirk zu Fuß, mit Fahrrad oder Auto beliefern
- Werbeverbotsaufkleber an Briefkästen beachten
- Restmengen und Fehlmengen an den Vertrieb melden
- Beschwerden über ausgebliebene oder falsche Zustellung klären
- Änderungen im Bezirk wie Neubauten oder Leerstände weitergeben
Voraussetzungen
- Mindestalter 13 Jahre, bei Minderjährigen mit Einverständnis der Eltern und Einschränkungen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz
- Körperliche Belastbarkeit für Tragen, Laufen und Treppensteigen bei jedem Wetter
- Zuverlässigkeit an festen Zustelltagen
- Orientierungssinn und Sorgfalt
- Je nach Bezirk Fahrrad, Bollerwagen oder eigenes Auto mit Führerschein
Wo man arbeitet
- Verlage von Anzeigenblättern
- Vertriebs- und Verteilgesellschaften
- Prospektverteilfirmen
- Zeitungsverlage mit eigener Zustellung
Der Weg in den Beruf
Eine formale Ausbildung gibt es nicht, der Einstieg erfolgt nach einer kurzen Einweisung in den Bezirk, meist innerhalb weniger Tage. Wer sich in der Logistik weiterentwickeln möchte, kann die zweijährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen anschließen.
Offene Stellen als Zusteller für Wochenblätter
In der Suche fortsetzenZusteller (m/w/d) für Wochenblätter in Krefeld
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Verwandte Berufe
Paketzusteller
Paketzusteller fahren feste Touren, stellen Pakete an Haushalte und Firmen zu und kümmern sich um Abholungen, Nachnahmen und Retouren.
- Offene Stellen
- 17
- Monatsbrutto
- 2.450 – 3.400 €
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Bringt Tageszeitungen, Anzeigenblätter und Prospekte in den frühen Morgenstunden zu den Abonnenten – meist als Neben- oder Teilzeittätigkeit.
- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 2.150 – 2.700 €
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