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IT & Software

AI Automation Engineer

AI Automation Engineers bauen automatisierte Arbeitsabläufe, in denen KI-Modelle wie Sprachmodelle mit Unternehmenssoftware zusammenarbeiten. Sie verbinden Systeme über Schnittstellen, entwickeln Agenten und Workflows und sorgen dafür, dass diese zuverlässig und datenschutzkonform laufen.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als AI Automation Engineer verdient

5.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.800 bis 9.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.800 € 4.400 € 5.200 € 52.800 €
Mit Berufserfahrung 4.800 € 5.700 € 6.800 € 68.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.000 € 7.200 € 9.000 € 86.400 €

Gehälter werden meist frei verhandelt und unterscheiden sich stark nach Branche, Unternehmensgröße und Region; Konzerne, Banken und Beratungen in München, Frankfurt oder Hamburg zahlen deutlich mehr als kleine Agenturen. In tarifgebundenen Industriebetrieben gilt teils der Tarifvertrag der IG Metall, im öffentlichen Dienst TVöD oder TV-L, dort mit engerer Spanne und meist niedrigeren Spitzenwerten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein AI Automation Engineer?

AI Automation Engineers übernehmen wiederkehrende Abläufe in Unternehmen und lassen sie automatisiert laufen, etwa das Sortieren eingehender E-Mails, das Auslesen von Rechnungen, das Beantworten von Kundenanfragen oder das Erstellen von Berichten. Dazu kombinieren sie Sprachmodelle wie GPT oder Claude mit Workflow-Werkzeugen wie n8n, Make, Power Automate oder UiPath und mit eigenem Code, meist in Python oder JavaScript. Ein typischer Arbeitstag besteht aus Gesprächen mit Fachabteilungen, um einen Prozess zu verstehen, aus dem Anbinden von Schnittstellen zu CRM-, ERP- oder Ticketsystemen, aus dem Schreiben und Testen von Prompts und aus der Fehlersuche, wenn ein Workflow falsche Ergebnisse liefert. Dazu kommen Aufgaben wie das Aufbereiten von Dokumenten für Suchsysteme mit KI-Anbindung (Retrieval Augmented Generation), das Überwachen laufender Automatisierungen und das Dokumentieren für Kollegen, die die Lösungen später nutzen oder warten.

Wie wird man AI Automation Engineer?

Eine eigene Ausbildung oder einen eigenen Studiengang mit diesem Namen gibt es nicht. Häufige Wege sind ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik, Data Science oder eines verwandten Fachs, meist als Bachelor in drei bis vier Jahren. Ebenso möglich ist die duale Ausbildung zum Fachinformatiker in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung oder Daten- und Prozessanalyse, die drei Jahre dauert, mit anschließender Spezialisierung im Beruf. Viele kommen aus angrenzenden Rollen: RPA-Entwicklung, Softwareentwicklung, Prozessmanagement oder IT-Administration. Quereinstiege gelingen vor allem mit nachweisbaren Projekten, Weiterbildungen und Zertifikaten der Plattformanbieter. Reine Kurse ohne Programmiergrundlagen reichen in der Regel nicht aus.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet am Bildschirm statt, meist zu üblichen Bürozeiten und häufig mit Möglichkeit zum Homeoffice. Belastend ist weniger der Körper als das Tempo: Modelle, Werkzeuge und Preise ändern sich innerhalb von Monaten, und was im letzten Jahr gelernt wurde, ist oft schon überholt. Wer nicht laufend dazulernt, fällt zurück. Hinzu kommen hohe Erwartungen aus der Geschäftsführung, die durch den KI-Trend geprägt sind und nicht immer zur technischen Wirklichkeit passen. Sprachmodelle liefern nicht immer gleiche oder korrekte Ergebnisse, deshalb gehören geduldiges Testen, Absichern und das Abwägen von Risiken zum Alltag. Datenschutz nach DSGVO und die Vorgaben der EU-KI-Verordnung müssen mitgedacht werden. Wenn eine Automatisierung mitten im Betrieb ausfällt, ist schnelles Eingreifen gefragt, gelegentlich auch außerhalb der Kernzeiten.

Aussichten

Die Nachfrage ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, vor allem bei Beratungen, Softwarehäusern und mittelständischen Unternehmen, die Verwaltungsarbeit automatisieren wollen. Die Berufsbezeichnung ist jung und uneinheitlich; ähnliche Stellen laufen auch als AI Engineer, Automation Developer oder Prozessautomatisierer. Es ist möglich, dass die Rolle mit der Zeit in der allgemeinen Softwareentwicklung aufgeht. Solide Kenntnisse in Programmierung, Schnittstellen und Prozessen bleiben aber auch dann gefragt. Entwicklungswege führen zum Solution Architect, in die Teamleitung, in die Beratung oder in die Selbstständigkeit als Freelancer, die in diesem Feld verbreitet ist.

Aufgaben

  • Abläufe mit Fachabteilungen aufnehmen und auf Automatisierbarkeit prüfen
  • Workflows in Werkzeugen wie n8n, Make oder Power Automate aufbauen
  • Sprachmodelle über APIs an CRM-, ERP- und Ticketsysteme anbinden
  • Prompts schreiben, testen und gegen Fehlausgaben absichern
  • Dokumente für KI-gestützte Suchsysteme aufbereiten
  • Laufende Automatisierungen überwachen und Fehler beheben
  • Lösungen dokumentieren und Anwender einweisen
  • Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen umsetzen

Voraussetzungen

  • Studium in Informatik, Wirtschaftsinformatik oder ähnlichem Fach oder Ausbildung als Fachinformatiker
  • Programmierkenntnisse, vor allem in Python oder JavaScript
  • Verständnis von Schnittstellen (REST, JSON) und Datenbanken
  • Grundwissen zu Sprachmodellen und ihren Grenzen
  • Fähigkeit, Geschäftsprozesse zu verstehen und mit Fachleuten ohne IT-Hintergrund zu sprechen
  • Gute Deutsch- und Englischkenntnisse
  • Bereitschaft zu ständiger Weiterbildung

Wo man arbeitet

  • IT-Beratungen und Digitalagenturen
  • Softwareunternehmen
  • IT-Abteilungen mittelständischer und großer Unternehmen
  • Banken und Versicherungen
  • Start-ups im KI-Bereich
  • Selbstständig als Freelancer

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium in Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Data Science, das drei bis vier Jahre dauert. Alternativ führt eine dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker mit anschließender Spezialisierung in den Beruf. Quereinsteiger aus Softwareentwicklung, RPA oder Prozessmanagement wechseln oft über Weiterbildungen und eigene Projekte.

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