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Gesundheit & Pflege

Altenpfleger / Altenpflegerin

Altenpflegerinnen und Altenpfleger betreuen und pflegen ältere, kranke oder pflegebedürftige Menschen in Heimen, ambulanten Diensten und Kliniken. Sie übernehmen Grundpflege, medizinische Behandlungspflege und die Planung der Pflege.

14 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Altenpfleger / Altenpflegerin verdient

3.950 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.300 bis 5.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.300 € 3.600 € 3.900 € 43.200 €
Mit Berufserfahrung 3.600 € 3.950 € 4.400 € 47.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.100 € 4.600 € 5.500 € 55.200 €

Seit 2022 müssen Pflegeeinrichtungen nach Tarif oder tarifähnlich zahlen, maßgeblich sind etwa TVöD-P bei kommunalen Trägern sowie die AVR von Caritas und Diakonie; als Untergrenze gilt der Pflegemindestlohn für Fachkräfte. Spürbar mehr bringen Schicht-, Nacht- und Wochenendzulagen, die hier nicht enthalten sind, sowie Leitungsfunktionen wie Wohnbereichs- oder Pflegedienstleitung; private Träger und ambulante Dienste zahlen oft am unteren Rand.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Altenpfleger oder eine Altenpflegerin?

Altenpflegekräfte versorgen Menschen, die ihren Alltag nicht mehr allein bewältigen. Dazu gehört die Grundpflege: beim Waschen, Anziehen, Essen und beim Toilettengang helfen, Bewohner umlagern, um Druckgeschwüre zu vermeiden. Hinzu kommt die Behandlungspflege nach ärztlicher Anordnung: Blutdruck und Blutzucker messen, Insulin spritzen, Medikamente stellen und verabreichen, Wunden versorgen, Kompressionsstrümpfe anlegen. Ein großer Teil der Arbeit ist Dokumentation. Jede Maßnahme, jede Veränderung des Zustands wird festgehalten, Pflegepläne werden erstellt und angepasst. Fachkräfte leiten Pflegehilfskräfte an, sprechen mit Angehörigen, Ärztinnen und Therapeuten und begleiten Menschen mit Demenz sowie Sterbende. In der ambulanten Pflege fahren sie mit dem Auto von Haushalt zu Haushalt und arbeiten dort meist allein unter engem Zeitplan.

Wie wird man Altenpfleger oder Altenpflegerin?

Seit 2020 gibt es die getrennte Altenpflegeausbildung in ihrer alten Form nicht mehr. Der Weg führt über die dreijährige generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann nach dem Pflegeberufegesetz. Wer den Vertiefungseinsatz in der Langzeitpflege absolviert, kann für das dritte Jahr wählen, den Abschluss Altenpflegerin oder Altenpfleger zu erwerben. Der generalistische Abschluss ist allerdings breiter anerkannt, auch im Krankenhaus und in der EU. Voraussetzung ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Pflegehelferausbildung. Die Ausbildung wird vergütet und ist schulgeldfrei. Daneben gibt es ein primärqualifizierendes Pflegestudium. Für Quereinsteiger ist eine ein- bis zweijährige Ausbildung zur Pflegehilfs- oder Pflegeassistenzkraft ein häufiger Einstieg, an den die Fachkraftausbildung verkürzt anschließen kann.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Heben, Lagern und Mobilisieren belasten Rücken und Gelenke, auch wenn Hilfsmittel vorhanden sind. Gearbeitet wird im Schichtdienst mit Früh-, Spät- und Nachtschichten sowie an Wochenenden und Feiertagen. Viele Einrichtungen sind knapp besetzt, kurzfristiges Einspringen aus dem Frei kommt häufig vor. Der Zeitdruck führt oft dazu, dass für Gespräche und Zuwendung weniger Raum bleibt, als die Pflegekräfte selbst für richtig halten. Psychisch fordern der Umgang mit Demenz, mit aggressivem Verhalten, mit Leid und Tod sowie Konflikte mit Angehörigen. Gebraucht werden Geduld, Belastbarkeit, sorgfältiges Arbeiten bei Medikamenten und Dokumentation und die Fähigkeit, nach Feierabend abzuschalten. Viele steigen nach einigen Jahren in Teilzeit um, um die Belastung zu begrenzen.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und wächst mit der Alterung der Bevölkerung. Pflegefachkräfte zählen zu den Engpassberufen, offene Stellen bleiben im Schnitt lange unbesetzt. Arbeitslosigkeit ist für ausgebildete Fachkräfte kaum ein Thema, und Teilzeit, Wiedereinstieg nach Elternzeit und Ortswechsel sind gut möglich. Die Bezahlung hat sich durch die Tarifpflicht in der Altenpflege und den Pflegemindestlohn spürbar verbessert. Entwicklungswege sind Weiterbildungen zur Praxisanleitung, zur Fachkraft für Gerontopsychiatrie oder Palliativpflege, zur Wohnbereichsleitung und zur Pflegedienstleitung. Mit einem Studium in Pflegemanagement oder Pflegepädagogik öffnen sich Leitungs- und Lehraufgaben.

Aufgaben

  • Bewohner bei Körperpflege, Ankleiden und Essen unterstützen
  • Medikamente stellen und verabreichen
  • Blutdruck, Puls und Blutzucker messen
  • Wunden versorgen und Verbände wechseln
  • Pflegeplanung erstellen und jede Maßnahme dokumentieren
  • Menschen mit Demenz und Sterbende begleiten
  • Gespräche mit Angehörigen und Ärzten führen
  • Pflegehilfskräfte und Auszubildende anleiten

Voraussetzungen

  • Mittlerer Schulabschluss oder Hauptschulabschluss mit Pflegehelferausbildung
  • Abgeschlossene Ausbildung zur Pflegefachkraft mit staatlicher Prüfung
  • Körperliche Belastbarkeit, besonders für Rücken und Gelenke
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst
  • Geduld und psychische Stabilität im Umgang mit Krankheit und Tod
  • Sorgfalt bei Medikamenten und Dokumentation
  • Führerschein Klasse B für die ambulante Pflege

Wo man arbeitet

  • Stationäre Pflegeheime
  • Ambulante Pflegedienste
  • Einrichtungen der Tages- und Kurzzeitpflege
  • Geriatrische Kliniken und Reha-Einrichtungen
  • Hospize
  • Betreute Wohnanlagen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige generalistische Pflegeausbildung, die mit dem Abschluss Pflegefachfrau oder Pflegefachmann endet; mit Vertiefung in der Langzeitpflege kann für das letzte Jahr der Abschluss Altenpflegerin oder Altenpfleger gewählt werden. Die Ausbildung ist vergütet und schulgeldfrei. Alternativ führt ein dreijähriges Pflegestudium zum Bachelor mit Berufszulassung.

Offene Stellen als Altenpfleger / Altenpflegerin

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