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Gesundheit & Pflege

Altenpfleger in der Eingliederungshilfe

Altenpflegerinnen und Altenpfleger in der Eingliederungshilfe pflegen und begleiten ältere Menschen mit geistiger, körperlicher oder psychischer Behinderung. Sie verbinden Grund- und Behandlungspflege mit Unterstützung im Alltag und bei der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.

9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Altenpfleger in der Eingliederungshilfe verdient

3.600 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.900 bis 5.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.300 € 3.600 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.600 € 4.000 € 43.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.700 € 4.200 € 5.000 € 50.400 €

Entscheidend ist der Träger: Kirchliche Einrichtungen zahlen nach AVR Diakonie oder AVR Caritas, kommunale nach TVöD, in der Eingliederungshilfe oft nach der Tabelle für den Sozial- und Erziehungsdienst, während freie Träger ohne Tarifbindung teils deutlich darunter liegen. Zulagen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste erhöhen das tatsächliche Einkommen spürbar.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Altenpfleger in der Eingliederungshilfe?

In Wohnangeboten der Behindertenhilfe leben immer mehr Menschen, die alt werden: Menschen mit geistiger Behinderung, mit Mehrfachbehinderung oder mit langjähriger psychischer Erkrankung. Mit dem Alter kommen Pflegebedarf, chronische Krankheiten und häufig Demenz hinzu, bei Menschen mit Down-Syndrom oft deutlich früher als im Durchschnitt. Altenpflegerinnen und Altenpfleger übernehmen hier den pflegefachlichen Teil der Arbeit. Sie helfen beim Waschen, Anziehen und Essen, messen Blutdruck und Blutzucker, stellen und verabreichen Medikamente, versorgen Wunden und beugen Druckgeschwüren und Stürzen vor. Sie planen die Pflege, dokumentieren sie und sprechen sich mit Hausärzten, Therapeuten und Angehörigen oder gesetzlichen Betreuern ab.

Anders als im klassischen Pflegeheim steht in der Eingliederungshilfe die Teilhabe im Mittelpunkt. Zur Arbeit gehört deshalb auch, Bewohner zum Einkaufen oder zum Arzt zu begleiten, Tagesstruktur zu gestalten und Wünsche zu erkennen, die nicht immer in Worten geäußert werden. Viele Menschen kommunizieren über Gesten, Laute oder unterstützte Kommunikation. Die Pflegekraft arbeitet eng mit Heilerziehungspflegern und pädagogischen Fachkräften zusammen und bringt dort das medizinisch-pflegerische Wissen ein.

Wie wird man Altenpfleger in der Eingliederungshilfe?

Der Weg führt über die dreijährige Pflegeausbildung nach dem Pflegeberufegesetz. Die meisten schließen als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann ab, wer im letzten Drittel den Vertiefungsbereich Altenpflege wählt, kann den gesonderten Abschluss Altenpflegerin oder Altenpfleger erwerben. Voraussetzung ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss. Die Ausbildung ist vergütet. Praxiseinsätze in der Eingliederungshilfe sind möglich, aber nicht vorgeschrieben, viele lernen das Arbeitsfeld erst nach dem Examen kennen. Wer bereits als Pflegehelfer oder in der Assistenz arbeitet, kann die Fachausbildung berufsbegleitend oder verkürzt nachholen. Fortbildungen zu Demenz bei geistiger Behinderung, Palliativpflege oder unterstützter Kommunikation sind in diesem Feld besonders nützlich.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit läuft im Schichtdienst mit Früh-, Spät- und Nachtdiensten sowie an Wochenenden und Feiertagen. Heben, Lagern und Transfers belasten Rücken und Gelenke, vor allem bei Bewohnern, die nicht mithelfen können. Herausforderndes Verhalten, etwa Schreien, Weglaufen oder Aggression, gehört zum Alltag und verlangt Geduld und einen klaren Kopf. Viele Bewohner leben seit Jahrzehnten in derselben Einrichtung, die Beziehungen sind eng, und das Sterben dieser Menschen zu begleiten, fällt vielen schwer. Oft ist die Pflegefachkraft im Dienst die einzige mit medizinischer Ausbildung und trägt entsprechend viel Verantwortung. Personalmangel ist auch hier verbreitet und führt zu Einspringen und Überstunden. Dafür ist das Tempo häufig ruhiger als im Krankenhaus oder in einem großen Pflegeheim.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und wächst. Die Zahl älterer Menschen mit Behinderung steigt deutlich, und viele Einrichtungen haben bislang zu wenige Pflegefachkräfte. Arbeitslosigkeit ist in diesem Beruf kaum ein Thema. Entwicklungswege führen zur Wohnbereichs- oder Gruppenleitung, in die Pflegedienstleitung, in die Praxisanleitung von Auszubildenden oder über ein Studium in Pflegemanagement oder Pflegepädagogik. Auch eine Weiterbildung zur Fachkraft für Palliativ Care oder für Gerontopsychiatrie ist verbreitet.

Aufgaben

  • Bei Körperpflege, Ankleiden und Mahlzeiten unterstützen
  • Medikamente stellen und verabreichen
  • Vitalwerte messen und Wunden versorgen
  • Pflegeplanung erstellen und Pflege dokumentieren
  • Bewohner zu Arztterminen und Freizeitaktivitäten begleiten
  • Mit Ärzten, Therapeuten, Betreuern und Angehörigen absprechen
  • Menschen mit Demenz oder herausforderndem Verhalten begleiten
  • Sterbende Bewohner palliativ versorgen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann oder als Altenpflegerin oder Altenpfleger
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst
  • Körperliche Belastbarkeit, besonders für Heben und Lagern
  • Geduld und Gespür für Menschen, die sich nicht oder kaum sprachlich äußern
  • Ruhe im Umgang mit herausforderndem Verhalten
  • Gesundheitliche Eignung und erweitertes Führungszeugnis

Wo man arbeitet

  • Besondere Wohnformen der Eingliederungshilfe, früher Wohnheime für Menschen mit Behinderung
  • Ambulant betreutes Wohnen
  • Tagesstätten und Seniorenangebote für Menschen mit Behinderung
  • Komplexeinrichtungen kirchlicher und freier Träger der Behindertenhilfe
  • Pflegeeinrichtungen mit Bereichen für Menschen mit Behinderung

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige, vergütete Pflegeausbildung an einer Pflegeschule mit Praxis in Betrieben, Voraussetzung ist meist ein mittlerer Schulabschluss. Abschluss ist Pflegefachfrau oder Pflegefachmann, bei Vertiefung in der Altenpflege auf Wunsch Altenpflegerin oder Altenpfleger. Pflegehelfer können die Fachausbildung verkürzt oder berufsbegleitend nachholen.

Offene Stellen als Altenpfleger in der Eingliederungshilfe

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Altenpflegehelfer

Unterstützt alte Menschen bei Körperpflege, Essen und Alltag – auf Grundlage einer ein- bis zweijährigen landesrechtlich geregelten Ausbildung.

Offene Stellen
54
Monatsbrutto
2.850 – 3.700 €

Gesundheits- und Krankenpfleger

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151
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86
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3.050 – 4.700 €

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