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Vertrieb & Kundenservice

Automobilverkäufer / Kfz-Verkaufsberater

Automobilverkäufer beraten Kundinnen und Kunden beim Kauf von Neu- und Gebrauchtwagen, erstellen Angebote, verhandeln Preise und Inzahlungnahmen und begleiten den Kauf bis zur Fahrzeugübergabe. Ein großer Teil des Einkommens hängt meist von Provisionen ab.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Automobilverkäufer / Kfz-Verkaufsberater verdient

3.800 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 6.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 3.000 € 3.700 € 36.000 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.800 € 5.000 € 45.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.700 € 4.700 € 6.500 € 56.400 €

Das Einkommen setzt sich meist aus einem Fixum und Provisionen zusammen, die angegebenen Werte enthalten eine übliche Provision; entscheidend sind Verkaufserfolg, Marke und Größe des Autohauses, Premiummarken und Flottengeschäft zahlen deutlich mehr. Für tarifgebundene Betriebe gelten die regionalen Tarifverträge des Kfz-Handwerks, viele Autohäuser sind jedoch nicht tarifgebunden und verhandeln frei.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Automobilverkäufer?

Automobilverkäufer arbeiten im Autohaus, meist für eine oder mehrere Marken, und verkaufen Neu-, Vorführ- und Gebrauchtwagen an Privatkunden oder Gewerbekunden. Der Arbeitstag besteht aus Beratungsgesprächen im Schauraum, Probefahrten, Telefonaten und viel Arbeit am Rechner. Sie konfigurieren Fahrzeuge mit Ausstattung und Motor, kalkulieren Angebote, bewerten Altfahrzeuge für die Inzahlungnahme und rechnen Finanzierungen oder Leasingverträge durch. Dazu kommen Versicherungen, Garantieverlängerungen und Zubehör, deren Verkauf oft eigens vergütet wird. Nach dem Abschluss kümmern sie sich um Bestellung, Zulassung und Übergabe und halten danach Kontakt, damit Kunden zum nächsten Wagen wiederkommen. Ein Teil der Zeit geht in die Pflege von Kundendaten, das Nachfassen von Angeboten und das Einstellen von Gebrauchtwagen auf Onlinebörsen. Im Flottengeschäft betreuen Verkäufer Firmen mit vielen Fahrzeugen über Jahre hinweg.

Wie wird man Automobilverkäufer?

Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt, ein fester Ausbildungsweg ist nicht vorgeschrieben. Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Automobilkaufmann oder zur Automobilkauffrau, nach der viele in den Verkauf wechseln. Ebenso häufig sind Kfz-Mechatroniker, die ihr technisches Wissen in den Verkauf mitnehmen, oder Kaufleute aus anderen Vertriebsbranchen. Das Kfz-Gewerbe bietet eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Geprüften Automobilverkäufer an, die Hersteller schulen zusätzlich zu ihren Modellen. Quereinsteiger mit Verkaufserfahrung werden in vielen Autohäusern eingestellt, wenn sie einen Führerschein haben und sich gut ausdrücken können.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist erfolgsabhängig. Fast überall gibt es ein festes Grundgehalt und Provisionen, dazu Stückzahlziele vom Hersteller und vom Betrieb. Wer über Monate wenig verkauft, verdient spürbar weniger und steht unter Druck. Die Arbeitszeiten richten sich nach den Öffnungszeiten des Autohauses, Samstagsarbeit ist die Regel, Abendtermine und Messen kommen hinzu. Kunden kommen heute gut informiert und mit Vergleichsangeboten aus dem Internet, Preisverhandlungen sind hart und die Margen im Neuwagengeschäft gering. Ablehnungen und abgebrochene Gespräche gehören zum Alltag. Gefragt sind Geduld, ein sicheres Auftreten, Zahlenverständnis für Finanzierungen und die Bereitschaft, sich ständig in neue Modelle, Antriebe und Assistenzsysteme einzuarbeiten. Die Verwaltungsarbeit in Händler- und Herstellersystemen ist umfangreicher, als viele erwarten.

Aussichten

Autohäuser suchen laufend Verkaufspersonal, die Fluktuation ist hoch. Gleichzeitig verändert sich der Beruf: Hersteller verkaufen zunehmend online oder im Agenturmodell, bei dem der Händler nur noch vermittelt und der Preis feststeht. Das verschiebt die Arbeit von der Preisverhandlung zur Beratung und kann die Provisionsmodelle verändern. Elektromobilität verlangt mehr Erklärung zu Reichweite, Laden und Förderungen. Wer erfolgreich verkauft, kann Verkaufsleiter, Gebrauchtwagenleiter oder Flottenmanager werden, mit Weiterbildung zum Betriebswirt im Kfz-Gewerbe auch Geschäftsführer eines Autohauses. Ein Wechsel in den Außendienst von Herstellern, Leasinggesellschaften oder Banken ist ebenfalls möglich.

Aufgaben

  • Kunden im Schauraum und am Telefon zu Modellen, Ausstattung und Antrieben beraten
  • Probefahrten vorbereiten und begleiten
  • Fahrzeuge konfigurieren und Angebote kalkulieren
  • Gebrauchtwagen zur Inzahlungnahme bewerten
  • Finanzierungen, Leasing und Versicherungen vermitteln
  • Kaufverträge abschließen und Zulassung sowie Übergabe organisieren
  • Kundendaten pflegen und Angebote nachfassen
  • Gebrauchtwagen auf Onlinebörsen einstellen

Voraussetzungen

  • Kaufmännische oder technische Berufsausbildung, häufig Automobilkaufmann oder Kfz-Mechatroniker
  • Führerschein Klasse B
  • Sicheres Auftreten und Freude an Verkaufsgesprächen
  • Zahlenverständnis für Kalkulation, Finanzierung und Leasing
  • Belastbarkeit bei Zielvorgaben und erfolgsabhängiger Bezahlung
  • Bereitschaft zur Samstagsarbeit und zu regelmäßigen Herstellerschulungen

Wo man arbeitet

  • Markenautohäuser und Vertragshändler
  • Gebrauchtwagenhändler
  • Niederlassungen von Automobilherstellern
  • Autohandelsgruppen mit mehreren Standorten
  • Leasing- und Flottenanbieter

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Automobilkaufmann oder zur Automobilkauffrau mit IHK-Abschluss, danach der Wechsel in den Verkauf. Ergänzend gibt es die berufsbegleitende Weiterbildung zum Geprüften Automobilverkäufer im Kfz-Gewerbe, die einige Monate dauert. Quereinsteiger mit Vertriebserfahrung werden oft direkt eingestellt und über Herstellerschulungen eingearbeitet.

Offene Stellen als Automobilverkäufer / Kfz-Verkaufsberater

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