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Finanzen & Controlling

Bankkaufmann

Berät Privat- und Geschäftskunden zu Konten, Zahlungsverkehr, Geldanlage und Finanzierung und wickelt Bankgeschäfte ab – nach einer dualen Ausbildung bei Sparkasse, Genossenschaftsbank oder Privatbank.

29 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Bankkaufmann verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.050 € 3.400 € 3.750 € 40.800 €
Mit Berufserfahrung 3.450 € 3.950 € 4.450 € 47.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.900 € 4.550 € 5.200 € 54.600 €

Grundlage sind der TVöD-S der Sparkassen, für ausgebildete Bankkaufleute im Service und in der Beratung etwa Entgeltgruppe 6 bis 9a, sowie die Tarifgruppen 4 bis 7 des Tarifvertrags für das private Bankgewerbe. Die Werte gelten für ausgebildete Fachkräfte in Vollzeit ohne Sonderzahlungen; Leistungs- und Sparkassensonderzahlungen kommen hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Der Bankkaufmann ist der klassische Ausbildungsberuf der Kreditwirtschaft und die Basis fast aller Laufbahnen in Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Nach der Ausbildung arbeiten die meisten zunächst im Service und in der Beratung von Privatkunden: Konten eröffnen, Karten und Onlinebanking einrichten, Daueraufträge und Überweisungen klären, einfache Anlageprodukte und Ratenkredite besprechen. Mit Erfahrung und Weiterbildung wachsen die Aufgaben in Richtung Wertpapierberatung, Baufinanzierung oder Firmenkundengeschäft.

Das Berufsbild hat sich stark verändert. Viele Routinevorgänge erledigen Kunden heute selbst am Smartphone, Filialnetze sind geschrumpft, und die Beratung verlagert sich teilweise in Telefon- und Videoberatung. Gewachsen ist dagegen der regulatorische Rahmen: Geeignetheitsprüfung und Dokumentation bei der Anlageberatung, Pflichten bei Wohnimmobilienkrediten, Geldwäscheprävention, Datenschutz. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, diese Vorgaben sauber umzusetzen, ohne dass das Gespräch mit dem Kunden darunter leidet. Neben der Beratung gibt es Stellen in der Marktfolge, also in Kreditbearbeitung, Zahlungsverkehr und Risikocontrolling, die ohne direkten Kundenkontakt auskommen.

In diesem Bestand kommen die Anzeigen überwiegend von Sparkassen, und gut die Hälfte davon sind Ausbildungsplätze, teils schon für die Jahrgänge 2027 und 2028. Das ist typisch: Sparkassen und Genossenschaftsbanken bilden ihren Nachwuchs überwiegend selbst aus und stellen früh ein. Teilzeit wird in keiner der Anzeigen angeboten. Ausgebildete Bankkaufleute werden in den Anzeigen oft unter spezielleren Titeln wie Privatkundenberater oder Serviceberater gesucht.

Die Ausbildung ist der Einstieg in ein gut strukturiertes System von Weiterbildungen. Bankfachwirt, Bankbetriebswirt und bei Sparkassen die Lehrgänge der Sparkassenakademien bauen aufeinander auf und sind häufig Voraussetzung für den Schritt in die Individual-, Vermögens- oder Firmenkundenberatung. Viele Institute bieten zudem ein duales Studium an, das die Ausbildung mit einem Bachelor verbindet.

Aufgaben

  • Kunden zu Konten, Karten und Zahlungsverkehr beraten und Aufträge abwickeln
  • Spar- und Anlageprodukte nach Bedarf des Kunden empfehlen
  • Ratenkredite und Dispositionskredite vorbereiten und bearbeiten
  • Beratungsgespräche nach regulatorischen Vorgaben dokumentieren
  • Legitimationsprüfungen und Geldwäschevorschriften einhalten
  • In der Marktfolge Kredit- und Zahlungsverkehrsvorgänge bearbeiten
  • Kunden im Onlinebanking und bei digitalen Angeboten unterstützen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Bankkaufmann
  • Sicherer Umgang mit Zahlen und Finanzprodukten
  • Kommunikationsstärke und gepflegtes Auftreten
  • Sorgfalt und Diskretion
  • Bereitschaft zu regelmäßiger Weiterbildung
  • Für die Ausbildung meist mittlere Reife oder Abitur

Wo man arbeitet

  • Sparkassen
  • Volks- und Raiffeisenbanken
  • Private Geschäftsbanken und Direktbanken
  • Bausparkassen und Förderbanken
  • Beratungscenter und Marktfolgeabteilungen

Der Weg in den Beruf

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und lässt sich mit Abitur oder guten Leistungen auf zweieinhalb verkürzen. Sie endet mit der Abschlussprüfung vor der IHK. Die Ausbildungsvergütung ist tariflich geregelt: bei Sparkassen nach dem TVAöD, bei privaten Banken nach dem Tarifvertrag für das private Bankgewerbe, bei Genossenschaftsbanken nach deren eigenem Tarif. Viele Institute bieten außerdem ein duales Studium mit integrierter Ausbildung an. Aufstieg führt über Bankfachwirt und Bankbetriebswirt oder die Lehrgänge der Sparkassenakademien.

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