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Vertrieb & Kundenservice

Privatkundenberater

Der Privatkundenberater betreut Privatkunden einer Bank oder Sparkasse zu Konto, Geldanlage, Vorsorge und Finanzierung.

21 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Privatkundenberater verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.450 € 3.800 € 4.200 € 45.600 €
Mit Berufserfahrung 3.900 € 4.350 € 4.850 € 52.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.400 € 5.000 € 5.700 € 60.000 €

Bei Sparkassen gilt der TVöD-S, Privatkundenberater liegen meist in den Entgeltgruppen E9a bis E9c; private und genossenschaftliche Banken zahlen nach dem Tarifvertrag für das private oder öffentliche Bankgewerbe beziehungsweise für die Volks- und Raiffeisenbanken. Sonderzahlungen und leistungsabhängige Bestandteile sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Der Privatkundenberater ist für viele Menschen das Gesicht ihrer Bank. Er führt Beratungsgespräche zu Girokonto und Kreditkarte, zu Sparformen, Wertpapieren und Fonds, zur Altersvorsorge und Absicherung sowie zu Ratenkrediten und Baufinanzierungen. Dazu betreut er einen festen Kundenstamm, spricht Kunden aktiv an, wenn sich Lebenssituationen ändern, und bereitet Kreditentscheidungen vor. Ein wesentlicher Teil der Arbeit ist Dokumentation: Die Anlageberatung unterliegt dem Wertpapierhandelsgesetz mit Geeignetheitserklärung, die Immobilienfinanzierung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie.

Die Rolle hat sich mit der Digitalisierung verändert. Standardgeschäfte wie Überweisungen und Kontoeröffnungen laufen online, Filialen werden zusammengelegt, und Beratung findet zunehmend auch per Telefon und Video statt. Übrig bleibt die anspruchsvollere Beratung, bei der Institute Qualifikation erwarten. Nach Kundengruppen gibt es eine Abstufung: Serviceberater für einfache Anliegen, Privatkundenberater für das breite Geschäft, darüber Vermögens- und Private-Banking-Berater für vermögende Kunden sowie spezialisierte Baufinanzierungsberater.

In diesem Bestand kommen die Anzeigen überwiegend von Sparkassen und Landesbanken, mehrere mit Schwerpunkten wie Wohnungsbaufinanzierung oder Vorsorge und Anlage. Etwa die Hälfte nennt ausdrücklich eine feste Anstellung, Teilzeit wird bei einem kleinen Teil angeboten. Das ist typisch für den Beruf, der stark vom öffentlich-rechtlichen und genossenschaftlichen Sektor geprägt ist.

Vertriebsziele gehören dazu: Institute vereinbaren Ziele für Abschlüsse und Erträge, was Druck erzeugen kann und in Gesprächen mit Bewerbern angesprochen werden sollte. Die Arbeitszeiten orientieren sich an den Öffnungs- und Beratungszeiten, mit einzelnen langen Beratungstagen. Weiterentwicklung führt über den Bankfachwirt und Betriebswirt zu Vermögensberatung, Private Banking, Firmenkundengeschäft oder Filialleitung.

Aufgaben

  • Privatkunden zu Konten, Karten und Zahlungsverkehr beraten
  • Geldanlage, Wertpapiere und Vorsorge anlagegerecht empfehlen
  • Ratenkredite und Baufinanzierungen vorbereiten und begleiten
  • Einen festen Kundenstamm aktiv betreuen und ansprechen
  • Beratungsgespräche nach regulatorischen Vorgaben dokumentieren
  • Kreditwürdigkeit prüfen und Entscheidungen vorbereiten
  • Vertriebsziele und Kundenaktivitäten planen

Voraussetzungen

  • Ausbildung als Bankkaufmann oder Sparkassenkaufmann
  • Weiterbildung zum Bank- oder Sparkassenfachwirt von Vorteil
  • Sachkunde für Anlage- und Versicherungsberatung
  • Kenntnisse der Wohnimmobilienkreditvergabe je nach Schwerpunkt
  • Kommunikationsstärke und Vertriebsorientierung
  • Bereitschaft zu Beratungsterminen außerhalb der Kernzeiten

Wo man arbeitet

  • Sparkassen und Landesbanken
  • Volks- und Raiffeisenbanken
  • Private Geschäftsbanken
  • Direktbanken mit telefonischer Beratung
  • Bausparkassen und Finanzvertriebe

Der Weg in den Beruf

Der Standardweg ist die zweieinhalb- bis dreijährige Ausbildung zum Bankkaufmann, bei Sparkassen oft mit eigenem Profil, gefolgt von einigen Jahren im Service und der Weiterbildung zum Bank- oder Sparkassenfachwirt. Duale Studiengänge im Bankwesen bereiten ebenfalls auf die Beratung vor. Für die Anlage- und Immobilienkreditberatung sind Sachkundenachweise nötig, die die Institute schulen. Weitere Stufen sind der Bank- oder Sparkassenbetriebswirt und Zertifikate für Finanzplanung.

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