Busfahrer
Busfahrer befördern Fahrgäste im Linien-, Schul- und Reiseverkehr, verkaufen Fahrkarten und sind für Sicherheit und Pünktlichkeit auf ihrer Linie verantwortlich.
56 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Busfahrer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.050 € | 3.250 € | 36.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.250 € | 3.500 € | 39.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.150 € | 3.450 € | 3.750 € | 41.400 € |
Grundlage sind die Tarifverträge Nahverkehr der Länder für kommunale Verkehrsbetriebe sowie die Tarife des privaten Omnibusgewerbes und der Regionalbusgesellschaften, die regional stark voneinander abweichen. Angegeben ist das Grundentgelt bei Vollzeit; Zuschläge für Nacht, Sonn- und Feiertage sowie für geteilte Dienste sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Busfahrer im Linienverkehr fahren nach Fahrplan, bedienen Haltestellen, kassieren oder kontrollieren Fahrscheine und geben Auskunft. Das ist weniger Fahrerei als Dienst an Fahrgästen: Menschen mit Rollator, Kinderwagen oder Rollstuhl, Schulklassen, Pendler, gelegentlich auch betrunkene oder aggressive Fahrgäste. Hinzu kommt der Verkehr selbst, der in Städten den Fahrplan ständig bedroht, während auf dem Land weite Strecken, enge Dorfstraßen und Winterdienst die Herausforderung sind. Im Reise- und Fernverkehr stehen dagegen lange Strecken, Lenk- und Ruhezeiten und Nächte im Hotel im Vordergrund.
Die Zulassung ist aufwendig. Nötig sind die Fahrerlaubnis der Klasse D, die Berufskraftfahrerqualifikation über eine Grundqualifikation oder beschleunigte Grundqualifikation und danach alle fünf Jahre 35 Stunden Weiterbildung, dazu eine Fahrerkarte für den digitalen Tachografen. Weil diese Kosten viele Interessenten abschrecken, bieten zahlreiche Verkehrsunternehmen an, den Führerschein zu finanzieren, oft gekoppelt an eine Bindungsfrist. Für Quereinsteiger ist das ein realistischer Weg in einen Beruf mit großem Personalbedarf.
In diesem Bestand kommen die Anzeigen von regionalen Busgesellschaften, darunter Unternehmen im Umfeld großer Verkehrskonzerne. Fast alle Stellen sind Festanstellungen, und mehr als die Hälfte ist ausdrücklich in Teilzeit ausgeschrieben. Der Grund liegt im Fahrplan: Der Schülerverkehr erzeugt Spitzen am Morgen und am frühen Nachmittag, für die Unternehmen Fahrer in Teilzeit oder mit geteilten Diensten brauchen. Wer Vollzeit sucht, sollte nach der Dienstplangestaltung fragen, denn geteilte Dienste mit langen Pausen dazwischen verlängern den Arbeitstag.
Schicht- und Wochenenddienste, Feiertage und frühe Dienstbeginne vor sechs Uhr gehören zum Linienverkehr. Dafür sind die Stellen sicher, da der Nahverkehr öffentlich bestellt wird und ausgebaut werden soll. Weiterentwicklung gibt es als Lehrfahrer, in der Verkehrsleitstelle, als Disponent oder über die Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb.
Aufgaben
- Fahrgäste im Linien-, Schul- oder Reiseverkehr befördern
- Fahrplan einhalten und Anschlüsse sichern
- Fahrscheine verkaufen und kontrollieren
- Fahrgäste informieren und beim Ein- und Ausstieg unterstützen
- Abfahrtkontrolle am Fahrzeug durchführen und Mängel melden
- Bei Störungen, Unfällen und Konflikten richtig handeln
- Lenk- und Ruhezeiten einhalten und dokumentieren
Voraussetzungen
- Fahrerlaubnis der Klasse D oder Bereitschaft, sie zu erwerben
- Berufskraftfahrerqualifikation mit Eintrag der Schlüsselzahl 95
- Fahrerkarte für den digitalen Tachografen
- Freundlicher, gelassener Umgang mit Fahrgästen
- Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und geteilten Diensten
- Gute Deutschkenntnisse für Auskünfte und Durchsagen
Wo man arbeitet
- Kommunale Verkehrsbetriebe
- Regionale Busgesellschaften
- Private Omnibusunternehmen im Linienverkehr
- Reise- und Fernbusunternehmen
- Schüler- und Behindertenfahrdienste
Der Weg in den Beruf
Der übliche Weg für Quereinsteiger ist der Erwerb der Fahrerlaubnis Klasse D mit beschleunigter Grundqualifikation, häufig über das künftige Unternehmen oder einen Bildungsgutschein der Arbeitsagentur finanziert. Alternativ gibt es die dreijährige Ausbildung zum Berufskraftfahrer mit Schwerpunkt Personenverkehr und die ebenfalls dreijährige Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb, die zusätzlich Kundenservice und Betriebsplanung umfasst. Die Weiterbildung im Umfang von 35 Stunden ist alle fünf Jahre Pflicht.
Offene Stellen als Busfahrer
In der Suche fortsetzenBusfahrer:in
Busfahrer:in
Busfahrer:in
Busfahrer:in
Busfahrer:in
Busfahrer:in
Busfahrer:in
Verwandte Berufe
Berufskraftfahrer
Berufskraftfahrer befördern Güter oder Fahrgäste mit Lkw oder Bus, sind für Fahrzeug und Ladung verantwortlich und kennen die Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten.
- Offene Stellen
- 18
- Monatsbrutto
- 2.550 – 3.850 €
LKW Fahrer
Lkw-Fahrer transportieren Güter mit Fahrzeugen über 7,5 Tonnen, sichern die Ladung und halten Lenk- und Ruhezeiten ein.
- Offene Stellen
- 29
- Monatsbrutto
- 2.500 – 3.900 €
Passend dazu im Ratgeber
- Urlaubsanspruch: Berechnung, Übertragung, Verfall Das Gesetz kennt 24 Werktage, der Vertrag oft 30 Tage, und beides meint nicht dasselbe. De...
- Ausbildungsplatz finden: wie früh man anfangen muss Große Betriebe besetzen ihre Ausbildungsplätze ein Jahr vor dem Start, kleine oft erst ein...
- Tarifvertrag verstehen: Entgeltgruppe, Stufe, und was daraus folgt Ein Tarifverweis in der Anzeige ist die einzige Gehaltsangabe, die Sie vor dem Gespräch na...