LKW Fahrer
Lkw-Fahrer transportieren Güter mit Fahrzeugen über 7,5 Tonnen, sichern die Ladung und halten Lenk- und Ruhezeiten ein.
29 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als LKW Fahrer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.750 € | 3.000 € | 33.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.750 € | 3.050 € | 3.400 € | 36.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.050 € | 3.400 € | 3.900 € | 40.800 € |
Grundlage sind die regionalen Tarife für Speditions-, Entsorgungs- und Logistikbetriebe, hochgerechnet auf eine Vollzeitwoche von 40 Stunden, sowie die Entgeltatlas-Werte für Berufskraftfahrer. Spesen und Zuschläge sind kein Lohn und nicht enthalten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Lkw-Fahrer bringen Güter von einem Ort zum anderen und verantworten dabei mehr als das Fahren: Beladung und Ladungssicherung, Abfahrtkontrolle, Papiere, Übergabe beim Kunden und die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten nach der Verordnung (EG) 561/2006, aufgezeichnet vom digitalen Tachografen. Vier Stunden dreißig fahren, dann Pause, neun Stunden Tageslenkzeit — daran hat sich in der Praxis wenig zu deuten, und Verstöße treffen den Fahrer persönlich im Bußgeld.
Die eigentliche Einstiegshürde ist nicht das Fahren, sondern der Papierstapel davor. Zum Führerschein CE kommt der Fahrerqualifizierungsnachweis nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz: eine Grundqualifikation, wenn der Führerschein nach 2009 erworben wurde, und danach alle fünf Jahre 35 Stunden Weiterbildung. Zusammen kostet das mehrere tausend Euro, wenn der Arbeitgeber es nicht übernimmt oder die Agentur für Arbeit es nicht fördert — wonach vor einer Bewerbung zu fragen lohnt. Nahverkehr, Fernverkehr und Wechselverkehr sind dabei sehr verschiedene Berufe: Der Nahverkehr bringt den Fahrer jeden Abend nach Hause, zahlt dafür weniger; der Fernverkehr bedeutet mehrere Nächte in der Kabine und mehr Geld, davon aber ein guter Teil als steuerfreie Spesen, die kein Lohn sind und nicht in das Bruttogehalt gehören.
Im Bestand dieses Portals überwiegt deutlich der Nahverkehr, und zwei Branchen prägen ihn: die Entsorgung mit Absetz- und Abrollkippern, Containerwechsel und Sammelfahrzeugen, und die Paket- und Stückgutlogistik samt Rangierdienst auf dem Betriebshof. Beides heißt Frühbeginn, viele Stopps, Rangieren in engen Zufahrten und körperliche Arbeit neben dem Fahrersitz. Die Verträge sind meist unbefristet, die Nachfrage bleibt hoch, weil ein großer Teil der Berufsgruppe in den nächsten Jahren in Rente geht.
Aufgaben
- Güter im Nah-, Fern- oder Wechselverkehr befördern
- Abfahrtkontrolle durchführen und Mängel vor der Fahrt melden
- Ladung aufnehmen, verteilen und nach den Regeln sichern
- Container, Absetz- und Abrollmulden aufnehmen, stellen und tauschen
- Lenk- und Ruhezeiten einhalten und am digitalen Tachografen nachweisen
- Frachtpapiere, Lieferscheine und Wiegebelege führen
- Fahrzeug tanken, pflegen und Reifendruck sowie Flüssigkeiten prüfen
- Auf dem Betriebshof rangieren und Wechselbrücken absetzen
Voraussetzungen
- Führerschein Klasse C oder CE, für Züge und Anhängerbetrieb zwingend CE
- Fahrerqualifizierungsnachweis nach dem BKrFQG, danach alle fünf Jahre 35 Stunden Weiterbildung
- Fahrerkarte für den digitalen Tachografen
- Regelmäßige ärztliche und augenärztliche Untersuchung für die Verlängerung der Fahrerlaubnis
- Körperliche Belastbarkeit: Dauersitzen, Ein- und Aussteigen, Ladearbeit bei jedem Wetter
- Bereitschaft zu Frühbeginn, Samstagsdiensten und im Fernverkehr zu Nächten im Fahrzeug
- Je nach Ladung ADR-Schein für Gefahrgut oder Ladekran-Befähigung
Wo man arbeitet
- Speditionen und Transportunternehmen
- Entsorgungs- und Recyclingbetriebe
- Paket-, Kurier- und Stückgutdienste
- Baustoffhandel, Bauunternehmen und Kieswerke
- Werkverkehr von Industrie- und Handelsbetrieben
- Tank- und Silotransport
Der Weg in den Beruf
Zwei Wege führen hinein. Der erste ist die dreijährige Ausbildung zum Berufskraftfahrer, in der Führerschein und Grundqualifikation enthalten sind. Der zweite, häufigere, ist der Quereinstieg: Führerschein CE plus beschleunigte Grundqualifikation an einer Fahrschule oder einem Bildungsträger, üblicherweise in wenigen Monaten. Beides lässt sich über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit fördern, viele Arbeitgeber finanzieren es gegen eine Bindungsfrist vor. Wer vor 2009 den Führerschein erworben hat, gilt als besitzstandsgeschützt und braucht nur die Weiterbildung. Aufbauend kommen ADR-Schein, Kranbefähigung und der Weg in Disposition oder Fahrtrainertätigkeit.
Offene Stellen als LKW Fahrer
In der Suche fortsetzenLKW-Fahrer (m/w/d)
Lkw Fahrer – Nahverkehr (m/w/d)
LKW-Fahrer – Abroll-/Absetzkipper (m/w/d)
LKW Fahrer (m/w/d)
Lkw Fahrer – Nahverkehr (m/w/d)
LKW Fahrer (m/w/d)
LKW Fahrer – Abrollkipper (m/w/d)
Verwandte Berufe
Berufskraftfahrer
Berufskraftfahrer befördern Güter oder Fahrgäste mit Lkw oder Bus, sind für Fahrzeug und Ladung verantwortlich und kennen die Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten.
- Offene Stellen
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- Monatsbrutto
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Busfahrer
Busfahrer befördern Fahrgäste im Linien-, Schul- und Reiseverkehr, verkaufen Fahrkarten und sind für Sicherheit und Pünktlichkeit auf ihrer Linie verantwortlich.
- Offene Stellen
- 56
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- 2.800 – 3.750 €
Fachkraft für Lagerlogistik
Fachkräfte für Lagerlogistik planen und steuern Warenein- und -ausgang, Lagerung und Versand und halten die Bestände im System korrekt.
- Offene Stellen
- 103
- Monatsbrutto
- 2.650 – 3.850 €
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