Zum Inhalt springen
IT & Software

Cloud Infrastructure Engineer

Cloud Infrastructure Engineers planen, bauen und betreiben die IT-Infrastruktur von Unternehmen in öffentlichen oder privaten Clouds wie AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud. Sie sorgen dafür, dass Server, Netzwerke, Speicher und Datenbanken zuverlässig, sicher und bezahlbar laufen.

0 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Cloud Infrastructure Engineer verdient

5.800 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.800 bis 8.800 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.800 € 4.400 € 5.200 € 52.800 €
Mit Berufserfahrung 5.000 € 5.800 € 6.800 € 69.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.300 € 7.200 € 8.800 € 86.400 €

Die meisten Stellen sind nicht tarifgebunden und werden frei verhandelt, wobei Großunternehmen, Banken und internationale Tech-Firmen in München, Frankfurt oder Berlin deutlich mehr zahlen als kleine Dienstleister in ländlichen Regionen. Im öffentlichen Dienst gelten TVöD oder TV-L mit niedrigeren, aber festen Gehältern, in der Metall- und Elektroindustrie teilweise die Entgelttarife der IG Metall; Rufbereitschaftspauschalen kommen häufig hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Cloud Infrastructure Engineer?

Cloud Infrastructure Engineers richten die technische Grundlage ein, auf der Anwendungen eines Unternehmens laufen. Statt Server im eigenen Rechenzentrum aufzustellen, buchen sie virtuelle Maschinen, Container-Plattformen, Datenbanken und Netzwerke bei Anbietern wie AWS, Azure oder Google Cloud. Diese Ressourcen werden heute selten per Mausklick angelegt, sondern als Code beschrieben, etwa mit Terraform oder Bicep, und über automatisierte Pipelines ausgerollt. Zum Alltag gehören das Einrichten von Kubernetes-Clustern, das Konfigurieren von Firewalls, Zugriffsrechten und Verschlüsselung, das Aufsetzen von Monitoring und Alarmierung sowie die Fehlersuche, wenn ein Dienst ausfällt oder langsam wird. Ein wachsender Teil der Arbeit betrifft Kosten: Cloud-Rechnungen werden schnell hoch, wenn Ressourcen ungenutzt weiterlaufen. Dazu kommen Abstimmungen mit Entwicklungsteams, Sicherheitsverantwortlichen und gelegentlich mit dem Datenschutz, wenn es um den Speicherort von Daten geht.

Wie wird man Cloud Infrastructure Engineer?

Einen festen Ausbildungsweg gibt es nicht. Viele kommen über ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder eines verwandten Fachs. Ebenso verbreitet ist der Weg über eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration mit anschließender Berufserfahrung als Systemadministrator, die dann in Richtung Cloud ausgebaut wird. Quereinsteiger aus der Softwareentwicklung oder dem Netzwerkbetrieb sind häufig. Herstellerzertifikate wie AWS Solutions Architect, Azure Administrator oder Certified Kubernetes Administrator gelten in Bewerbungen als wichtiger Nachweis, ersetzen aber keine praktische Erfahrung. Gute Linux-Kenntnisse, Netzwerkgrundlagen und eine Skriptsprache wie Python oder Bash werden fast immer vorausgesetzt. Ein reiner Einstieg ohne jede IT-Vorerfahrung ist schwierig, die meisten Stellen richten sich an Leute mit mindestens einigen Jahren im Betrieb oder in der Entwicklung.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet am Bildschirm statt und ist körperlich wenig belastend, geistig aber fordernd. Die Technik ändert sich schnell, Anbieter führen laufend neue Dienste ein und stellen alte ein, sodass ständiges Weiterlernen Teil des Jobs ist, oft auch in der Freizeit. Viele Arbeitgeber erwarten Rufbereitschaft: Fällt nachts oder am Wochenende ein Produktivsystem aus, muss jemand reagieren. Fehler in der Konfiguration können schwere Folgen haben, von Ausfällen bis zu offen zugänglichen Kundendaten, was Druck erzeugt. Wartungsarbeiten werden häufig in Randzeiten gelegt. Dafür sind Homeoffice und flexible Arbeitszeiten in diesem Beruf weit verbreitet. Gutes technisches Englisch ist nötig, da Dokumentation und viele Teams englischsprachig sind.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch, weil Unternehmen aller Branchen ihre Systeme in die Cloud verlagern und dafür Fachleute fehlen. Nach dem Abflauen der Einstellungswelle in der Tech-Branche ist der Markt für Einsteiger etwas enger geworden, erfahrene Kräfte werden weiterhin gesucht. Entwicklungswege führen zum Cloud Architect, in Richtung Platform Engineering oder Site Reliability Engineering, in die Cloud-Sicherheit oder in Führungsrollen als Teamleitung. Auch eine Selbstständigkeit als Berater oder Freelancer ist verbreitet und oft gut bezahlt.

Aufgaben

  • Cloud-Ressourcen wie Netzwerke, virtuelle Maschinen und Datenbanken als Code mit Terraform oder ähnlichen Werkzeugen anlegen
  • Kubernetes-Cluster und Container-Plattformen einrichten und betreiben
  • CI/CD-Pipelines für automatisierte Deployments aufbauen und pflegen
  • Zugriffsrechte, Firewalls und Verschlüsselung konfigurieren
  • Monitoring, Logging und Alarmierung einrichten und auswerten
  • Störungen analysieren und Produktivsysteme in der Rufbereitschaft wiederherstellen
  • Cloud-Kosten überwachen und Ressourcen optimieren
  • Entwicklungsteams bei Architekturfragen beraten und Abläufe dokumentieren

Voraussetzungen

  • Studium der Informatik oder verwandter Fächer oder Ausbildung als Fachinformatiker mit Berufserfahrung
  • Fundierte Kenntnisse in Linux, Netzwerken und mindestens einer großen Cloud-Plattform
  • Erfahrung mit Infrastructure as Code, Containern und Skriptsprachen wie Python oder Bash
  • Herstellerzertifikate wie AWS, Azure oder Kubernetes sind oft gewünscht
  • Gutes technisches Englisch
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft und laufender Weiterbildung
  • Sorgfalt und Sicherheitsbewusstsein im Umgang mit Produktivsystemen

Wo man arbeitet

  • Softwareunternehmen und Start-ups
  • IT-Dienstleister und Beratungshäuser
  • Cloud-Anbieter und Rechenzentrumsbetreiber
  • IT-Abteilungen von Banken, Versicherungen und Industrieunternehmen
  • Onlinehandel und Plattformunternehmen
  • Öffentliche Verwaltung und IT-Dienstleister der Länder

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium in Informatik oder Wirtschaftsinformatik (drei bis dreieinhalb Jahre) oder eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Danach folgen meist zwei bis vier Jahre Praxis in Systemadministration oder Entwicklung, ergänzt durch Herstellerzertifikate, bevor eine Stelle als Cloud Infrastructure Engineer erreichbar ist.

Offene Stellen als Cloud Infrastructure Engineer

In der Suche fortsetzen

Zu diesem Beruf steht gerade keine Anzeige im Bestand. Der Bestand wird täglich abgeglichen; die Suche zeigt auch verwandte Bezeichnungen.

Verwandte Berufe

Cloud Architect

Cloud Architects entwerfen die technische Struktur, mit der Unternehmen Anwendungen und Daten bei Cloud-Anbietern wie AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud betreiben. Sie entscheiden über Dienste, Netzwerke, Sicherheit und Kosten und begleiten die Umsetzung.

Offene Stellen
3
Monatsbrutto
4.800 – 11.000 €

DevOps Engineer

DevOps Engineers bauen und betreiben die Infrastruktur, auf der Software gebaut, getestet und ausgeliefert wird, und automatisieren den Weg vom Code bis zum laufenden System.

Offene Stellen
36
Monatsbrutto
4.050 – 8.200 €

Platform Engineer

Baut die interne Plattform, auf der Entwicklungsteams selbstständig ausliefern – Werkzeuge, Vorlagen, Automatisierung.

Offene Stellen
6
Monatsbrutto
4.400 – 9.000 €

Site Reliability Engineer

Site Reliability Engineers sorgen dafür, dass große Online-Dienste zuverlässig und schnell laufen, und lösen Betriebsprobleme mit Mitteln der Softwareentwicklung.

Offene Stellen
13
Monatsbrutto
4.300 – 8.800 €

Systemadministrator

Systemadministratoren betreiben und warten die IT-Infrastruktur eines Unternehmens: Server, Netzwerke, Benutzerkonten und Datensicherungen. Sie sorgen dafür, dass Systeme laufen, sicher sind und bei Störungen schnell wieder funktionieren.

Offene Stellen
18
Monatsbrutto
3.200 – 6.800 €

jobs-jobs-jobs.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Zur Reichweitenmessung nutzen wir Matomo auf unserem eigenen Server – ohne Cookies und mit gekürzter IP-Adresse. Keine Werbenetzwerke. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz