Diätkoch
Diätköche und Diätköchinnen planen und kochen Speisen für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen eine besondere Ernährung brauchen, etwa bei Diabetes, Nierenerkrankungen, Allergien oder nach Operationen. Sie arbeiten meist in Klinikküchen, Reha-Einrichtungen und Pflegeheimen.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Diätkoch verdient
3.150 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 4.300 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.800 € | 3.100 € | 33.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.800 € | 3.150 € | 3.500 € | 37.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.300 € | 3.700 € | 4.300 € | 44.400 € |
Entscheidend ist der Arbeitgeber: In kommunalen Kliniken gilt meist der TVöD, in kirchlichen Häusern die AVR von Caritas oder Diakonie, in Unikliniken der TV-L, während private Klinikketten, Pflegeheime und Caterer oft nach Haustarif oder den DEHOGA-Tarifverträgen zahlen, die deutlich niedriger liegen können. Wochenend- und Feiertagszuschläge sowie die Übernahme einer Küchenleitung erhöhen das Einkommen spürbar.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Diätkoch?
Ein Diätkoch bereitet Mahlzeiten zu, die ärztlichen oder ernährungstherapeutischen Vorgaben folgen. Dazu gehören natriumarme Kost bei Bluthochdruck, eiweißreduzierte Kost bei Nierenleiden, kohlenhydratberechnete Speisen bei Diabetes, glutenfreie oder laktosefreie Gerichte und pürierte oder passierte Kost für Menschen mit Schluckstörungen. Der Arbeitstag beginnt oft früh mit der Auswertung der Kostformanforderungen von den Stationen. Danach werden Rezepturen angepasst, Nährwerte berechnet, Zutaten abgewogen und Speisen in größeren Mengen gekocht. Beim Portionieren am Band muss jedes Tablett zur richtigen Kostform passen, denn eine Verwechslung kann für Patienten gesundheitliche Folgen haben. Hinzu kommen Speiseplanung, Warenbestellung, Dokumentation der Hygiene nach HACCP und die Absprache mit Diätassistentinnen, Ärzten und Pflegekräften.
Wie wird man Diätkoch?
Diätkoch ist kein eigener Ausbildungsberuf, sondern eine Weiterbildung. Voraussetzung ist in der Regel eine abgeschlossene Ausbildung als Koch oder Köchin und meist ein bis zwei Jahre Berufspraxis, häufig in einer Klinik- oder Gemeinschaftsküche. Die Weiterbildung findet an Bildungszentren, Fachschulen oder Kliniken statt, dauert in Vollzeit einige Monate und berufsbegleitend etwa ein Jahr. Sie endet mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer oder einer staatlich anerkannten Stelle. Inhalte sind Ernährungslehre, Krankheitsbilder, Diätetik, Nährwertberechnung und Küchenorganisation. Ein Quereinstieg ohne Kochausbildung ist kaum möglich.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend: langes Stehen, Hitze an Herd und Kesseln, schwere Töpfe und Kisten, Nässe und Kälte in Kühlräumen. Klinikküchen arbeiten an sieben Tagen die Woche, daher sind Früh- und Spätdienste sowie Wochenend- und Feiertagsarbeit üblich. Nachtdienste gibt es dagegen selten, und die Arbeitszeiten sind meist verlässlicher als in der Restaurantgastronomie. Gefordert sind große Genauigkeit beim Abwiegen und Rechnen sowie Verantwortungsbewusstsein, denn Fehler bei Allergenen oder Kostformen lassen sich nicht wiedergutmachen. Kreativ zu kochen ist nur begrenzt möglich, weil Vorgaben, Budget und Zeitdruck den Rahmen setzen. Viele Klinikküchen sind knapp besetzt, und Kostendruck führt in manchen Häusern zu Fremdvergabe an Cateringfirmen.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil. Eine alternde Bevölkerung, mehr chronische Erkrankungen und eine wachsende Zahl von Unverträglichkeiten sorgen dafür, dass Einrichtungen qualifiziertes Küchenpersonal mit diätetischem Wissen suchen. Die Zusatzqualifikation hebt von Köchen ohne Weiterbildung ab und eröffnet den Wechsel aus der Restaurantküche in planbarere Arbeitszeiten. Mögliche Entwicklungswege sind die stellvertretende oder volle Küchenleitung in einer Klinik, der Küchenmeister, eine Weiterbildung zum Betriebswirt in der Gemeinschaftsverpflegung oder eine Ausbildung zur Diätassistentin, die stärker beratend arbeitet. Auch Hersteller von Spezialnahrung und Cateringunternehmen für Gesundheitseinrichtungen beschäftigen Diätköche.
Aufgaben
- Kostformanforderungen der Stationen auswerten und Speisen zuordnen
- Rezepturen an Diätvorgaben anpassen und Nährwerte berechnen
- Schonkost, pürierte Kost und allergenfreie Gerichte in größeren Mengen zubereiten
- Mahlzeiten am Band portionieren und Tabletts kontrollieren
- Speisepläne mit Diätassistenz und Küchenleitung abstimmen
- Lebensmittel bestellen, lagern und auf Allergene prüfen
- Hygienemaßnahmen nach HACCP umsetzen und dokumentieren
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Koch oder Köchin
- Meist ein bis zwei Jahre Berufserfahrung
- Abgeschlossene Weiterbildung mit Prüfung zum Diätkoch
- Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz
- Sorgfalt beim Abwiegen und sicheres Rechnen
- Körperliche Belastbarkeit bei Hitze und langem Stehen
- Bereitschaft zu Schicht- und Wochenenddiensten
Wo man arbeitet
- Krankenhäuser
- Reha- und Kurkliniken
- Alten- und Pflegeheime
- Cateringunternehmen für Gesundheitseinrichtungen
- Kantinen und Gemeinschaftsverpflegung
- Kurhotels
Der Weg in den Beruf
Zuerst wird die dreijährige duale Ausbildung zum Koch oder zur Köchin abgeschlossen, danach folgen meist ein bis zwei Jahre Berufspraxis. Anschließend wird eine Weiterbildung zum Diätkoch absolviert, die in Vollzeit einige Monate, berufsbegleitend etwa ein Jahr dauert und mit einer Prüfung vor der IHK oder einer staatlich anerkannten Stelle endet.
Offene Stellen als Diätkoch
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Diätkoch (m/w/d)
Diätkoch (m/w/d) - Vollzeit/Teilzeit
Diätkoch (m/w/d)
Verwandte Berufe
Diätassistent
Setzt ärztlich verordnete Ernährungstherapie um, berät Patienten und verantwortet die Diätkost in Kliniken und Heimen.
- Offene Stellen
- 13
- Monatsbrutto
- 2.650 – 4.450 €
Fachkraft Küche
Fachkräfte Küche bereiten Speisen nach Rezept und Vorgabe vor und zu, richten sie an und sorgen für Hygiene und Ordnung in der Küche. Der Beruf ist eine zweijährige Ausbildung und kann zur Kochausbildung ausgebaut werden.
- Offene Stellen
- 4
- Monatsbrutto
- 2.200 – 3.300 €
Hauswirtschafter
Versorgt Einrichtungen und Haushalte mit Verpflegung, Reinigung und Wäschepflege, gelernt im Ausbildungsberuf mit eigener Prüfung.
- Offene Stellen
- 28
- Monatsbrutto
- 2.700 – 3.800 €
Koch
Köche bereiten Speisen zu, planen Menüs und kalkulieren den Wareneinsatz – in Restaurants, Hotels, Kantinen und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung.
- Offene Stellen
- 133
- Monatsbrutto
- 2.600 – 4.100 €
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