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Gastronomie & Tourismus

Koch

Köche bereiten Speisen zu, planen Menüs und kalkulieren den Wareneinsatz – in Restaurants, Hotels, Kantinen und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung.

22 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Koch verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 2.850 € 3.150 € 34.200 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.200 € 3.550 € 38.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.200 € 3.600 € 4.100 € 43.200 €

Orientiert an den Entgelttarifen des Gastgewerbes (DEHOGA-Landestarife) für Köche mit Ausbildung, die regional deutlich auseinandergehen; in kommunalen Kliniken und Kantinen gilt der TVöD, in der Industrie teils der Tarif des Unternehmens. Zuschläge, Trinkgeldanteile und Sachbezüge wie Unterkunft sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Der Koch ist ein dreijähriger Ausbildungsberuf, und die Ausbildung umfasst mehr als das Kochen: Warenkunde, Lagerhaltung, Hygiene, Kalkulation und die Organisation einer Küche gehören ebenso dazu wie Garmethoden, Saucen und Anrichten. In einer größeren Küche arbeitet der Koch im Postensystem, etwa als Commis oder Chef de Partie für Saucen, Fisch, Fleisch oder Beilagen. In kleinen Betrieben ist er für alles zuständig, vom Einkauf bis zur Reinigung.

Der Beruf zerfällt in zwei Welten. Die À-la-carte-Gastronomie und die Hotellerie arbeiten mit Abend- und Wochenendschichten, geteilten Diensten und hoher Belastung in Stoßzeiten, bieten aber kreativen Spielraum. Die Gemeinschaftsverpflegung in Kantinen, Kliniken, Schulen und Heimen kocht in großen Mengen nach Speiseplan, oft mit Diät- und Sonderkostformen, arbeitet dafür überwiegend tagsüber und am Wochenende seltener. Für viele Köche ist der Wechsel dorthin ein bewusster Schritt, um Arbeitszeit und Familie zu vereinbaren. Dazwischen liegt die Systemgastronomie, in der standardisierte Rezepturen und Geräte den Ablauf bestimmen und der Koch eher Produktion und Qualität sichert als selbst Gerichte entwickelt.

In diesem Bestand ist diese Mischung zu sehen: Hotels, darunter Saisonstellen an der Küste mit Unterkunft, Personaldienstleister, Betriebskantinen großer Industrieunternehmen und Gastronomiebetriebe. Fast alle Anzeigen sind in Vollzeit ausgeschrieben; einige richten sich ausdrücklich an Jungköche direkt nach der Ausbildung.

Die Arbeit ist körperlich anspruchsvoll, mit Hitze, Zeitdruck, Stehen und Heben. Der Fachkräftemangel in der Gastronomie ist deutlich, was die Verhandlungsposition erfahrener Köche verbessert hat. Die Laufbahn führt über Chef de Partie und Sous-Chef zum Küchenchef; der Küchenmeister ist die Aufstiegsfortbildung dafür. Daneben gibt es Wege in die Diätküche, in die Lebensmittelindustrie als Produktentwickler oder in die Selbstständigkeit.

Aufgaben

  • Speisen nach Rezept und eigenem Konzept zubereiten und anrichten
  • Einen Posten im Service eigenverantwortlich führen
  • Waren bestellen, annehmen, prüfen und fachgerecht lagern
  • Speisepläne und Menüs mitentwickeln und kalkulieren
  • Hygienevorschriften und HACCP-Dokumentation einhalten
  • Diät-, Allergen- und Sonderkostformen umsetzen
  • Auszubildende und Küchenhilfen anleiten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung zum Koch
  • Kenntnisse in Hygiene, Allergenkennzeichnung und HACCP
  • Belastbarkeit bei Hitze und Zeitdruck
  • Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Feiertagsarbeit in der Gastronomie
  • Teamfähigkeit im Postensystem
  • Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz

Wo man arbeitet

  • Restaurants und Gasthäuser
  • Hotels und Ferienresorts
  • Kantinen und Betriebsrestaurants
  • Krankenhäuser, Pflegeheime und Catering
  • Schulen, Kitas und Jugendherbergen
  • Catering- und Eventunternehmen

Der Weg in den Beruf

Die Ausbildung zum Koch dauert drei Jahre und läuft dual in einem Restaurant, Hotel oder Betrieb der Gemeinschaftsverpflegung mit Berufsschule und IHK-Prüfung. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. Daneben gibt es die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft Küche, die auf den Koch angerechnet werden kann. Die Aufstiegsfortbildung zum geprüften Küchenmeister vor der IHK ist über das Aufstiegs-BAföG förderfähig; Zusatzqualifikationen gibt es etwa als Diätkoch.

Offene Stellen als Koch

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