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Handwerk & Produktion

Fertigungssteuerer

Steuert Aufträge durch die Produktion: Reihenfolge, Kapazität, Material und Termine – und greift ein, wenn es klemmt.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Fertigungssteuerer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.200 € 3.550 € 3.950 € 42.600 €
Mit Berufserfahrung 3.850 € 4.250 € 4.750 € 51.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.500 € 5.000 € 5.900 € 60.000 €

In der Metall- und Elektroindustrie tariflich eingruppiert, im Mittelstand frei vereinbart. Die Spanne hängt daran, ob die Stelle nur disponiert oder auch Termin- und Bestandsverantwortung mit Kennzahlen trägt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Der Fertigungssteuerer entscheidet täglich, in welcher Reihenfolge eine Produktion ihre Aufträge abarbeitet. Die Arbeitsvorbereitung hat festgelegt, wie gefertigt wird; die Steuerung legt fest, wann und auf welcher Maschine – unter Bedingungen, die sich jeden Tag ändern: Maschinenstörung, fehlendes Material, kranker Einrichter, ein eiliger Kundenauftrag.

Die Arbeit ist ein ständiger Abgleich von drei Zielen, die einander widersprechen: kurze Durchlaufzeit, hohe Maschinenauslastung, niedrige Bestände. Wer eines davon maximiert, verschlechtert die anderen. Die Kunst liegt darin, die Engpassressource zu erkennen und um sie herum zu planen, statt jede Maschine gleichmäßig zu beschäftigen.

Praktisch arbeitet man im ERP-System und auf der Fläche. Aufträge einplanen und umplanen, Rückstände sichten, Material- und Fremdbezugstermine verfolgen, Prioritäten mit Vertrieb und Produktion aushandeln. Der letzte Punkt ist der schwierigste: Jede Umplanung verärgert jemanden, und die Stelle hat Verantwortung für Termine, aber selten Weisungsbefugnis über die Produktion.

Aufgaben

  • Fertigungsaufträge einplanen und terminieren
  • Kapazitäten und Engpässe überwachen
  • Materialverfügbarkeit und Fremdbezüge verfolgen
  • Rückstände analysieren und Gegenmaßnahmen einleiten
  • Prioritäten mit Vertrieb und Produktion abstimmen
  • Kennzahlen zu Durchlaufzeit und Liefertreue auswerten
  • Stammdaten im ERP-System pflegen

Voraussetzungen

  • Kaufmännisch-technische Ausbildung oder Studium
  • Sicherer Umgang mit einem ERP-System
  • Verständnis für Fertigungsabläufe
  • Analytisches Denken und Belastbarkeit
  • Verhandlungsgeschick zwischen Abteilungen
  • Zahlenverständnis

Wo man arbeitet

  • Industriebetriebe mit eigener Fertigung
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Automobilzulieferer
  • Elektronik- und Gerätefertigung
  • Lohnfertiger

Der Weg in den Beruf

Kein geregelter Ausbildungsberuf. Üblich sind eine Ausbildung als Industriekaufmann oder in einem technischen Beruf mit anschließender Weiterbildung zum Fachwirt, Techniker oder Industriemeister; ebenso häufig ist ein Studium in Wirtschaftsingenieurwesen oder Betriebswirtschaft mit Logistikschwerpunkt. Kenntnisse im eingesetzten ERP-System sind in Anzeigen fast immer ausdrücklich gefordert.

Offene Stellen als Fertigungssteuerer

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