Gebäudereiniger / Reinigungskraft
Gebäudereiniger und Reinigungskräfte halten Büros, Kliniken, Schulen, Industriehallen, Glasfassaden und Verkehrsmittel sauber und hygienisch. Der Beruf reicht von angelernter Unterhaltsreinigung bis zur dreijährigen Ausbildung mit Spezialarbeiten wie Fassaden- oder Desinfektionsreinigung.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Gebäudereiniger / Reinigungskraft verdient
2.800 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.400 bis 4.200 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.400 € | 2.450 € | 2.950 € | 29.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.450 € | 2.800 € | 3.200 € | 33.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.950 € | 3.400 € | 4.200 € | 40.800 € |
Die Bezahlung richtet sich nach dem allgemeinverbindlichen Lohntarifvertrag für die gewerblichen Beschäftigten in der Gebäudereinigung, der Branchenmindestlöhne festlegt: Unterhaltsreinigung liegt in der untersten Lohngruppe, Glas- und Fassadenreinigung sowie ausgebildete Fachkräfte deutlich höher. Entscheidend sind außerdem die vereinbarten Stunden, da viele Stellen nur Teilzeit oder Minijob sind, sowie Nacht- und Sonntagszuschläge.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Gebäudereiniger oder eine Reinigungskraft?
Der größte Teil der Arbeit ist Unterhaltsreinigung: Böden wischen und saugen, Sanitärräume reinigen, Mülleimer leeren, Oberflächen abwischen, Verbrauchsmaterial wie Seife und Papier auffüllen. Das geschieht nach festen Plänen, die vorgeben, welcher Raum wie oft und mit welchem Mittel gereinigt wird. Ausgebildete Gebäudereiniger übernehmen darüber hinaus Aufgaben, die Fachwissen verlangen: Glas- und Fassadenreinigung, oft von Hubarbeitsbühnen oder mit Seilsicherung aus, Grundreinigung und Beschichtung von Bodenbelägen, Desinfektion in Krankenhäusern und Reinräumen, Reinigung nach Bauarbeiten oder Bränden. Sie bedienen Scheuersaugmaschinen und Hochdruckgeräte, wählen Reinigungschemie passend zum Material aus und dosieren sie richtig. Mit Erfahrung kommen Vorarbeiter- und Objektleiteraufgaben hinzu: Einsatzpläne erstellen, Teams anleiten, Qualität kontrollieren und mit Kunden sprechen.
Wie wird man Gebäudereiniger oder Reinigungskraft?
Als Reinigungskraft ist kein Abschluss nötig, die Einarbeitung geschieht im Betrieb und dauert meist nur wenige Tage. Viele Menschen arbeiten so in Teilzeit oder im Minijob. Der Fachberuf Gebäudereiniger ist ein dreijähriger dualer Ausbildungsberuf im Handwerk, ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, die meisten Auszubildenden haben einen Hauptschulabschluss. Quereinsteiger mit Berufserfahrung können die Gesellenprüfung als Externe ablegen. Nach der Ausbildung ist die Meisterprüfung möglich, außerdem gibt es Weiterbildungen zum Objektleiter, zur Desinfektorin oder zum geprüften Hygienefachkraftassistenten.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend: viel Stehen, Bücken, Tragen, wiederholte Bewegungen. Rücken-, Knie- und Schulterbeschwerden sind häufig, Hautprobleme durch Reinigungsmittel ebenfalls, auch wenn Handschuhe Pflicht sind. Arbeitszeiten liegen oft außerhalb der Bürozeiten, also früh morgens, abends oder nachts, damit der Betrieb der Kunden nicht gestört wird. Geteilte Dienste mit einer Schicht am Morgen und einer am Abend kommen vor. Viele Stellen sind Teilzeit, eine volle Stelle zu finden ist für Ungelernte nicht immer einfach. Zeitvorgaben pro Fläche sind knapp kalkuliert, der Druck ist entsprechend hoch. Die Arbeit wird von Kunden und Beschäftigten oft kaum wahrgenommen, Anerkennung ist selten. Für Fassadenarbeiten sind Schwindelfreiheit und Arbeit bei jedem Wetter nötig.
Aussichten
Reinigungspersonal wird dauerhaft gebraucht, die Branche gehört zu den beschäftigungsstärksten im Handwerk und sucht ständig Personal, vor allem Fachkräfte. Arbeitslosigkeit droht wenig, Wechsel zwischen Betrieben sind leicht. Hygieneanforderungen in Kliniken, Pflegeheimen und Lebensmittelbetrieben steigen, was spezialisierte Kräfte gefragter macht. Wer die Ausbildung abschließt, kann in Vorarbeiter- oder Objektleiterstellen aufsteigen, mit Meistertitel einen eigenen Betrieb gründen oder ins Facility Management wechseln. Reinigungsroboter übernehmen erste einfache Bodenflächen, ersetzen die Arbeit aber auf absehbare Zeit nicht.
Aufgaben
- Böden, Sanitärräume und Arbeitsplätze nach Reinigungsplan säubern
- Glasflächen und Fassaden von Arbeitsbühnen oder Leitern aus reinigen
- Bodenbeläge grundreinigen, versiegeln und pflegen
- Räume in Kliniken und Pflegeheimen desinfizieren
- Reinigungsmaschinen bedienen und warten
- Reinigungsmittel nach Material auswählen und dosieren
- Verbrauchsmaterial auffüllen und Abfälle trennen
- Als Vorarbeiter Einsätze planen und Ergebnisse kontrollieren
Voraussetzungen
- Für Reinigungskräfte kein Abschluss nötig, für die Ausbildung meist Hauptschulabschluss
- Körperliche Belastbarkeit und robuste Gesundheit, auch für Rücken und Haut
- Bereitschaft zu frühen, späten oder geteilten Arbeitszeiten
- Sorgfalt und Zuverlässigkeit, oft ohne direkte Aufsicht
- Schwindelfreiheit für Glas- und Fassadenarbeiten
- Grundkenntnisse in Deutsch, um Sicherheitshinweise und Pläne zu verstehen
- Führerschein von Vorteil, da Einsatzorte häufig wechseln
Wo man arbeitet
- Gebäudereinigungsunternehmen
- Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen
- Bürogebäude und Verwaltungen
- Schulen und öffentliche Einrichtungen
- Industrie- und Lebensmittelbetriebe
- Hotels und Verkehrsbetriebe
Der Weg in den Beruf
Als Reinigungskraft erfolgt der Einstieg ohne Ausbildung nach kurzer Einarbeitung im Betrieb. Der Fachberuf Gebäudereiniger wird in einer dreijährigen dualen Ausbildung im Handwerk erlernt und endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Danach sind Meisterprüfung oder Weiterbildungen etwa zum Objektleiter oder Desinfektor möglich.
Offene Stellen als Gebäudereiniger / Reinigungskraft
In der Suche fortsetzenGebäudereiniger / Reinigungskraft (m/w/d - 20%-25%) Wohngruppe Rheinheim-Ueberau
Gebäudereiniger / Reinigungskraft (w/m/d)
Verwandte Berufe
Glasreiniger
Glasreiniger reinigen Fenster, Glasfassaden, Wintergärten und Glasdächer an Wohn-, Büro- und Industriegebäuden, oft in großer Höhe mit Hubarbeitsbühnen, Fassadenbefahranlagen oder Seilzugang.
- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 2.600 – 4.300 €
Hausmeister
Hält Gebäude und Außenanlagen in Ordnung, erledigt kleine Reparaturen, kontrolliert die Technik und ist Ansprechpartner vor Ort.
- Offene Stellen
- 68
- Monatsbrutto
- 2.650 – 3.800 €
Hauswirtschafter
Versorgt Einrichtungen und Haushalte mit Verpflegung, Reinigung und Wäschepflege, gelernt im Ausbildungsberuf mit eigener Prüfung.
- Offene Stellen
- 28
- Monatsbrutto
- 2.700 – 3.800 €
Passend dazu im Ratgeber
- Werkstudent: Stundengrenze, Sozialversicherung, Vertrag Das Werkstudentenprivileg spart Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherun...
- Pendeln oder umziehen: die Rechnung, die man vorher macht Fahrtzeit, Spritkosten, Verschleiß und Steuervorteil lassen sich vor der Zusage ausrechnen...
- Entgelttransparenz: welches Recht auf Auskunft Sie haben Wer in einem Betrieb mit mehr als 200 Beschäftigten arbeitet, darf erfahren, was die Vergl...