Haushälterin
Haushälterinnen und Haushälter führen einen fremden Privathaushalt: Sie putzen, waschen, kochen, kaufen ein und halten das Haus in Ordnung, oft für Berufstätige, ältere Menschen oder vermögende Familien.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Haushälterin verdient
2.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.250 bis 4.000 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.250 € | 2.400 € | 2.700 € | 28.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.400 € | 2.700 € | 3.100 € | 32.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.800 € | 3.200 € | 4.000 € | 38.400 € |
Für Privathaushalte gibt es den Tarifvertrag zwischen dem DHB-Netzwerk Haushalt und der Gewerkschaft NGG, er gilt aber nur bei Tarifbindung; Pfarrhaushälterinnen werden oft nach kirchlichen Regelungen bezahlt. Viele Stellen liegen am gesetzlichen Mindestlohn, deutlich mehr zahlen vor allem große vermögende Haushalte, die eine ausgebildete und erfahrene Kraft fest anstellen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Haushälterin?
Eine Haushälterin übernimmt die laufende Arbeit in einem Privathaushalt, der nicht ihr eigener ist. Dazu gehören Böden wischen, Bäder und Küche reinigen, Staub saugen, Wäsche waschen, bügeln und einräumen, Betten beziehen. Häufig kommen Einkaufen, Kochen und das Planen der Mahlzeiten hinzu, manchmal auch das Versorgen von Haustieren und Pflanzen, das Annehmen von Lieferungen oder das Beaufsichtigen von Handwerkern. In größeren Haushalten verwaltet sie Vorräte, führt ein Haushaltsbuch und koordiniert Gärtner oder weitere Reinigungskräfte. Bei älteren Menschen verschwimmt die Grenze zur Alltagsbegleitung: Gesellschaft leisten, zum Arzt begleiten, an Termine erinnern. Pflegerische Tätigkeiten wie Waschen oder Medikamentengabe gehören eigentlich nicht dazu, werden aber in der Praxis manchmal erwartet. Eine traditionelle Sonderform ist die Pfarrhaushälterin, die den Haushalt eines Geistlichen führt; diese Stellen werden seltener.
Wie wird man Haushälterin?
Eine vorgeschriebene Ausbildung gibt es nicht, viele arbeiten ohne formalen Abschluss. Der anerkannte Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Hauswirtschafterin beziehungsweise zum Hauswirtschafter, die in Betrieben, Einrichtungen oder hauswirtschaftlichen Ausbildungsstätten stattfindet. Wer diesen Abschluss hat, bekommt eher die besser bezahlten Stellen und kann sich später zur Meisterin der Hauswirtschaft oder zur staatlich geprüften Wirtschafterin weiterbilden. Quereinstieg ist üblich, etwa nach der Familienphase oder aus Gastronomie und Hotelhousekeeping. Kurse zu Hygiene, Ernährung oder Erster Hilfe verbessern die Chancen. In vermögenden Haushalten zählen Referenzen und Diskretion oft mehr als Zeugnisse.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend: viel Stehen, Bücken, Tragen, Arbeiten über Kopf, Kontakt mit Reinigungsmitteln. Rücken und Gelenke werden auf Dauer belastet. Man arbeitet meist allein, Kolleginnen gibt es selten, und die Arbeitgeberin ist zugleich die Person, in deren Wohnung man sich bewegt. Das verlangt Taktgefühl, Verschwiegenheit und die Fähigkeit, klare Absprachen zu treffen, denn Aufgaben wachsen in Privathaushalten leicht über das Vereinbarte hinaus. Viele Stellen sind Teilzeit oder Minijobs, und ein Teil der Arbeit läuft noch immer schwarz, ohne Sozialversicherung und Absicherung bei Krankheit. Bei Stellen mit Wohnen im Haus verschwimmen Arbeitszeit und Freizeit, Wochenend- und Abendeinsätze kommen vor. Fällt der Haushalt weg, etwa durch Umzug oder Tod, endet oft auch die Stelle.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und steigt, weil mehr Menschen alt werden und zu Hause bleiben wollen und weil in vielen Familien beide Partner berufstätig sind. Vollzeitstellen mit ordentlichem Vertrag sind aber deutlich seltener als stundenweise Einsätze. Die Bezahlung liegt für einfache Tätigkeiten nahe am Mindestlohn. Bessere Bedingungen bieten große Privathaushalte, die eine erfahrene Haushälterin oder Hausdame fest anstellen, sowie Dienstleistungsunternehmen für haushaltsnahe Dienste. Entwicklungswege führen über die Ausbildung in der Hauswirtschaft in Einrichtungen wie Seniorenheime, Kliniken oder Tagungshäuser, ins Hotelhousekeeping oder in die Leitung eines Haushalts mit mehreren Angestellten. Wer sich selbstständig macht, kann eigene Kunden betreuen, trägt aber das Risiko schwankender Aufträge.
Aufgaben
- Wohnräume, Küche und Bäder reinigen
- Wäsche waschen, bügeln und einräumen
- Einkäufe erledigen und Vorräte verwalten
- Mahlzeiten planen und kochen
- Haushaltsbuch führen und Rechnungen sammeln
- Handwerker, Lieferungen und Termine koordinieren
- Ältere Bewohner im Alltag begleiten
- Haustiere und Pflanzen versorgen
Voraussetzungen
- Kein Abschluss vorgeschrieben, Ausbildung in der Hauswirtschaft von Vorteil
- Körperliche Belastbarkeit für Stehen, Bücken und Tragen
- Sorgfalt, Selbstständigkeit und Organisationstalent
- Diskretion und Vertrauenswürdigkeit, oft mit Referenzen belegt
- Kochkenntnisse und Grundwissen zu Hygiene
- Häufig Führerschein für Einkäufe und Fahrten
Wo man arbeitet
- Privathaushalte
- Haushalte vermögender Familien
- Pfarrhaushalte
- Dienstleister für haushaltsnahe Dienste
- Seniorenhaushalte und betreutes Wohnen
Der Weg in den Beruf
Der anerkannte Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Hauswirtschafterin mit Abschlussprüfung vor der zuständigen Stelle. Viele steigen ohne Ausbildung ein und lernen im Haushalt; mit Berufserfahrung ist die Externenprüfung zur Hauswirtschafterin möglich.
Offene Stellen als Haushälterin
In der Suche fortsetzenHaushälterin (m/w/d) in Vollzeit – München-Bogenhausen
Haushälterin (m/w/d) in München - Herzogpark
Haushälterin (w/m/d)
Verwandte Berufe
Hausdame
Führt das Housekeeping eines Hotels: Zimmerreinigung, Wäsche, Personal, Standards – und die Kontrolle, dass sie gehalten werden.
- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 2.700 – 4.700 €
Reinigungskraft
Reinigungskräfte halten Büros, Kliniken, Schulen und Wohnanlagen sauber und arbeiten dabei nach festen Reinigungs- und Hygieneplänen.
- Offene Stellen
- 401
- Monatsbrutto
- 2.400 – 3.050 €
Zimmermädchen
Zimmermädchen, im Hotel heute meist Zimmerreinigungskraft oder Room Attendant genannt, reinigen Gästezimmer und Bäder, beziehen Betten und füllen Verbrauchsmaterial auf. Die Arbeit ist körperlich anstrengend, läuft unter Zeitdruck und wird meist nahe am Mindestlohn bezahlt.
- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 2.150 – 3.500 €
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