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Bildung & Soziales

Hauswirtschaftskraft

Hauswirtschaftskräfte sorgen in Kitas, Tagespflegen, Heimen und Herbergen für Verpflegung, Wäsche und saubere Räume.

23 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Hauswirtschaftskraft verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.450 € 2.650 € 2.850 € 31.800 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 2.850 € 3.100 € 34.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.050 € 3.400 € 36.600 €

Bei kommunalen Trägern gilt der TVöD, für angelernte Kräfte meist Entgeltgruppe E2 bis E3, für ausgebildete Hauswirtschafter E5; kirchliche Träger zahlen nach AVR, das Rote Kreuz nach eigenem Tarif. Private Anbieter liegen teils auf Höhe des Mindestlohns. Die Werte gelten für Vollzeit.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Die Hauswirtschaftskraft übernimmt in einer Einrichtung die Versorgung, die den Alltag trägt. Sie bereitet Frühstück und Zwischenmahlzeiten zu, regeneriert angeliefertes Essen oder kocht selbst, deckt ein, räumt ab und spült. Dazu kommen die Pflege der Wäsche, die Reinigung von Küche und Aufenthaltsräumen und die Bestellung von Lebensmitteln und Verbrauchsmaterial. In Wohnbereichsküchen von Pflegeheimen und in Tagespflegen ist sie außerdem Ansprechpartnerin für die Bewohner und Gäste, die bei einfachen Tätigkeiten oft einbezogen werden.

Der Titel wird für zwei Qualifikationsstufen verwendet: für angelernte Kräfte und für ausgebildete Hauswirtschafter. Letztere haben eine dreijährige Ausbildung, in der Ernährung, Hygiene, Textilpflege, Planung und Betreuung vermittelt werden, und übernehmen häufiger die Organisation der Hauswirtschaft einer Einrichtung. Die Hygieneanforderungen sind in beiden Fällen hoch, weil in Kitas und Pflegeeinrichtungen besonders empfindliche Menschen versorgt werden. Dazu gehören die Rückstellproben von Speisen, die Kontrolle der Kühltemperaturen und in Pflegeheimen die getrennte Aufbereitung von Bewohnerwäsche, bei der Infektionsschutz und die Zuordnung zu den einzelnen Bewohnern zusammenkommen.

In diesem Bestand ist der Beruf fast vollständig ein Teilzeitberuf: Nahezu alle Anzeigen sind entsprechend ausgeschrieben. Die Arbeitgeber sind Kita-Träger, Wohlfahrtsverbände mit Tagespflegen und Heimen sowie Jugendherbergen. Die Arbeitszeiten folgen den Mahlzeiten, liegen in Kitas überwiegend am Vormittag und in stationären Einrichtungen teils auch am Wochenende.

Der Beruf ist körperlich, mit Stehen, Heben und Arbeiten mit Reinigungsmitteln, und in vielen Einrichtungen allein oder in kleinen Teams zu leisten. Für viele ist er attraktiv, weil die Arbeitszeiten planbar und mit Familie vereinbar sind. Wer weiterkommen will, geht über die Ausbildung zum Hauswirtschafter und die Fortbildung zum Meister der Hauswirtschaft in die hauswirtschaftliche Leitung einer größeren Einrichtung.

Aufgaben

  • Mahlzeiten zubereiten, regenerieren und ausgeben
  • Tische eindecken, abräumen und Geschirr spülen
  • Wäsche waschen, pflegen und verteilen
  • Küche, Aufenthalts- und Gemeinschaftsräume reinigen
  • Lebensmittel und Verbrauchsmaterial bestellen und lagern
  • Hygiene- und Reinigungspläne einhalten und dokumentieren
  • Bewohner oder Gäste bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten einbeziehen

Voraussetzungen

  • Erfahrung in Haushalt oder Großküche, Ausbildung als Hauswirtschafter von Vorteil
  • Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz
  • Sorgfalt bei Hygiene und Lebensmittelsicherheit
  • Freundlicher Umgang mit Kindern, älteren oder betreuten Menschen
  • Selbstständige Arbeitsweise
  • Je nach Einrichtung erweitertes Führungszeugnis

Wo man arbeitet

  • Kindertagesstätten
  • Tagespflegen und Pflegeheime
  • Jugendherbergen und Bildungshäuser
  • Wohngruppen der Jugend- und Behindertenhilfe
  • Krankenhäuser und Kliniken
  • Private Haushalte und Dienstleister

Der Weg in den Beruf

Für die Tätigkeit als angelernte Hauswirtschaftskraft ist keine Ausbildung vorgeschrieben. Der anerkannte Ausbildungsberuf ist der Hauswirtschafter mit drei Jahren dualer Ausbildung; Berufserfahrene können die Prüfung auch als Externe ablegen. Aufstiegswege sind der Meister der Hauswirtschaft und die staatlich geprüfte Betriebswirtschaft für Ernährungs- und Versorgungsmanagement, die in die Leitung der Hauswirtschaft einer Einrichtung führen.

Offene Stellen als Hauswirtschaftskraft

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