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Vertrieb & Kundenservice

Inside Sales Account Manager

Inside Sales Account Manager betreuen und entwickeln Geschäftskunden vom Schreibtisch aus, per Telefon, E-Mail und Videocall. Sie verkaufen, verlängern Verträge und bauen bestehende Kundenbeziehungen aus, ohne regelmäßig zum Kunden zu reisen.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Inside Sales Account Manager verdient

4.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.900 bis 7.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.400 € 4.000 € 40.800 €
Mit Berufserfahrung 3.700 € 4.300 € 5.200 € 51.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.600 € 5.500 € 7.000 € 66.000 €

Ein Tarifvertrag gilt meist nicht, die Gehälter werden frei verhandelt; nur in tarifgebundenen Betrieben des Groß- und Außenhandels oder der Metall- und Elektroindustrie greifen die jeweiligen Branchentarife. Am stärksten hängt das Einkommen von der Branche ab, wobei Software und IT deutlich über dem Handel liegen, und vom variablen Provisionsanteil, der in den angegebenen Grundgehältern nicht enthalten ist und das Jahreseinkommen um 10 bis 30 Prozent erhöhen kann.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Inside Sales Account Manager?

Ein Inside Sales Account Manager ist für einen festen Bestand an Geschäftskunden zuständig und betreut ihn aus dem Büro oder dem Homeoffice heraus. Der Arbeitstag besteht aus Telefonaten, Videocalls und E-Mails. Bestehende Kunden werden nach ihrem Bedarf gefragt, Angebote kalkuliert und nachverfolgt, auslaufende Verträge verlängert und zusätzliche Produkte oder Lizenzen angeboten. Dazu kommen Preisverhandlungen, Reklamationen und Rückfragen, die oft mit Technik, Logistik oder Buchhaltung geklärt werden müssen. Jeder Kontakt wird im CRM-System dokumentiert, etwa in Salesforce oder HubSpot. Der Vertrieb arbeitet mit Kennzahlen: Umsatzziele, Anzahl der Gespräche, Abschlussquoten und Pipeline werden wöchentlich oder monatlich ausgewertet. In vielen Unternehmen arbeitet die Stelle eng mit dem Außendienst zusammen, der Großkunden persönlich besucht, während der Innendienst kleinere und mittlere Kunden eigenständig führt.

Wie wird man Inside Sales Account Manager?

Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht. Viele kommen über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann oder Kauffrau im Groß- und Außenhandelsmanagement, für Büromanagement oder für Dialogmarketing. Ebenso häufig ist ein Studium der Betriebswirtschaft, Wirtschaftswissenschaft oder eines technischen Fachs, besonders in der IT- und Softwarebranche. Quereinstieg ist verbreitet: Wer aus dem Kundenservice, dem Einzelhandel oder der Gastronomie kommt und Verkaufserfahrung nachweisen kann, wird oft zunächst als Sales Development Representative eingestellt und wechselt nach ein bis zwei Jahren in die Kundenbetreuung. Produktwissen wird meist im Unternehmen vermittelt. In international aufgestellten Firmen ist verhandlungssicheres Englisch fast immer Pflicht.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich leicht, aber geistig fordernd. Wer acht Stunden am Headset sitzt, viele Gespräche hintereinander führt und Absagen hinnimmt, braucht Ausdauer und eine gewisse Gelassenheit. Der Druck durch Umsatzziele ist spürbar und schwankt mit dem Quartal: Zum Monats- oder Jahresende wird es oft hektisch. Da ein Teil des Gehalts häufig variabel ist, schlagen schwache Monate direkt auf das Einkommen durch. Die Arbeitszeiten sind meist regelmäßig und liegen tagsüber, Homeoffice ist in vielen Unternehmen möglich. Wer Kunden in anderen Zeitzonen betreut, telefoniert jedoch auch früh morgens oder abends. Schwer fällt vielen das ständige Messen und Vergleichen der eigenen Leistung sowie die Bildschirmarbeit ohne Ortswechsel.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil. Unternehmen verlagern Vertrieb zunehmend vom Außendienst in den Innendienst, weil Reisen teuer sind und Kunden Videocalls akzeptieren. Besonders gesucht werden Fachkräfte in Software, IT-Dienstleistungen, Medizintechnik und Industriebedarf. Gleichzeitig ist die Fluktuation hoch, was einerseits viele offene Stellen schafft, andererseits auf Belastung hinweist. Entwicklungswege führen zum Key Account Manager für Großkunden, in den Außendienst, in die Teamleitung Inside Sales oder in angrenzende Bereiche wie Customer Success und Vertriebssteuerung. Wer technisches Produktwissen aufbaut, kann sich auf erklärungsbedürftige Produkte spezialisieren, die besser vergütet werden.

Aufgaben

  • Bestandskunden telefonisch und per Videocall betreuen
  • Angebote erstellen, kalkulieren und nachfassen
  • Verträge verlängern und Zusatzprodukte verkaufen
  • Preise und Konditionen verhandeln
  • Reklamationen und Rückfragen mit internen Abteilungen klären
  • Kundenkontakte und Verkaufschancen im CRM-System dokumentieren
  • Umsatzprognosen und Pipeline-Berichte pflegen
  • Mit Außendienst und Marketing Kampagnen abstimmen

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung, Studium oder nachweisbare Vertriebserfahrung
  • Sicheres Auftreten am Telefon und gute Gesprächsführung
  • Sehr gutes Deutsch, in vielen Unternehmen verhandlungssicheres Englisch
  • Sicherer Umgang mit CRM-Systemen und Office-Programmen
  • Belastbarkeit gegenüber Zielvorgaben und Absagen
  • Selbstorganisation, besonders bei Arbeit im Homeoffice

Wo man arbeitet

  • Software- und IT-Unternehmen
  • Großhandel und Industriebedarf
  • Hersteller von Maschinen und technischen Produkten
  • Medizintechnik- und Laborbedarfsunternehmen
  • Telekommunikationsanbieter
  • Vertriebsdienstleister und Agenturen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa im Groß- und Außenhandelsmanagement, oder ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft von drei bis dreieinhalb Jahren. Quereinsteiger mit Verkaufserfahrung beginnen häufig als Sales Development Representative und wechseln nach ein bis zwei Jahren in die Kundenbetreuung.

Offene Stellen als Inside Sales Account Manager

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