IT-Systemintegrator No-Code / Low-Code
IT-Systemintegratoren für No-Code und Low-Code verbinden Geschäftsanwendungen über Plattformen wie Microsoft Power Platform, ServiceNow oder Make und automatisieren Arbeitsabläufe, ohne dass dafür klassische Softwareentwicklung nötig ist.
6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als IT-Systemintegrator No-Code / Low-Code verdient
4.800 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.200 bis 7.500 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.200 € | 3.800 € | 4.500 € | 45.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.000 € | 4.800 € | 5.800 € | 57.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.200 € | 6.000 € | 7.500 € | 72.000 € |
Das Gehalt wird meist frei verhandelt und hängt stark von Branche, Unternehmensgröße und der beherrschten Plattform ab; Beratungen und Konzerne zahlen deutlich mehr als kleine Betriebe. Im öffentlichen Dienst gelten TVöD oder TV-L, in der Metall- und Elektroindustrie die Tarifverträge der IG Metall.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein IT-Systemintegrator No-Code / Low-Code?
Die Arbeit besteht darin, vorhandene Systeme eines Unternehmens miteinander zu verbinden und Abläufe zu automatisieren, die bisher per E-Mail, Excel-Liste oder Papierformular liefen. Dazu werden Plattformen genutzt, auf denen sich Anwendungen und Workflows weitgehend grafisch zusammenbauen lassen, etwa Microsoft Power Apps und Power Automate, ServiceNow, Mendix, OutSystems, Zapier, Make oder n8n. Ein typischer Auftrag: Ein Urlaubsantrag soll aus einem Formular automatisch an die Führungskraft gehen, nach Freigabe im Personalsystem landen und im Teamkalender erscheinen. Dafür werden Datenquellen angebunden, Schnittstellen (APIs) konfiguriert, Berechtigungen gesetzt und Fehlerfälle abgefangen. Zum Alltag gehören Gespräche mit Fachabteilungen, die ihre Anforderungen oft nur ungenau beschreiben, das Testen der Lösungen, die Dokumentation und der Betrieb: Wenn ein Workflow nachts abbricht, weil sich ein Passwort oder eine Schnittstelle geändert hat, muss jemand das beheben. Häufig gehört auch dazu, sogenannte Citizen Developer in den Fachbereichen zu schulen und deren selbst gebaute Anwendungen zu prüfen und zu ordnen.
Wie wird man IT-Systemintegrator No-Code / Low-Code?
Eine eigene Ausbildung mit diesem Namen gibt es nicht. Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung als Fachinformatiker in der Fachrichtung Systemintegration, Anwendungsentwicklung oder Digitale Vernetzung, alternativ als Kaufmann für Digitalisierungsmanagement. Ebenso verbreitet ist ein Studium der Wirtschaftsinformatik oder Informatik. Weil die Werkzeuge vergleichsweise zugänglich sind, gelingt in diesem Bereich auch der Quereinstieg öfter als in anderen IT-Berufen, etwa aus der Sachbearbeitung, dem Controlling oder dem Projektmanagement. Herstellerzertifikate wie die Microsoft-Prüfungen zur Power Platform oder ServiceNow-Zertifizierungen sind dabei ein wichtiger Nachweis. Grundkenntnisse in Datenbanken, REST-Schnittstellen, JSON und etwas Skripting erwarten die meisten Arbeitgeber trotzdem, denn die Grenze zur klassischen Programmierung wird schnell erreicht.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet überwiegend am Bildschirm statt, meist zu regulären Bürozeiten, oft mit Homeoffice-Anteil. Körperlich ist der Beruf nicht belastend, geistig dagegen schon: Man muss Geschäftsprozesse verstehen, die man selbst nicht ausführt, und sie in saubere Logik übersetzen. Schwierig ist oft der Umgang mit Erwartungen, denn No-Code klingt nach schnell und einfach, während Datenschutz, Berechtigungskonzepte, Lizenzkosten und Wartbarkeit viel Zeit kosten. Die Plattformen ändern sich laufend, Funktionen werden umbenannt oder eingestellt, was ständiges Nachlernen bedeutet. Bei betriebskritischen Automatisierungen kann Rufbereitschaft anfallen. Wer nur Werkzeuge bedienen, aber nicht mit Fachabteilungen verhandeln will, wird sich schwertun.
Aussichten
Die Nachfrage ist derzeit gut, weil viele Unternehmen digitalisieren wollen und Softwareentwickler knapp und teuer sind. Besonders gefragt ist Erfahrung mit der Microsoft Power Platform und mit ServiceNow. Zugleich ist das Feld jung und stark von einzelnen Herstellern abhängig; wer sich nur auf ein Produkt festlegt, trägt ein Risiko. KI-Funktionen in den Plattformen verändern die Arbeit zusätzlich. Entwicklungswege führen zum Lösungsarchitekten, zum Leiter eines Automatisierungs- oder Center-of-Excellence-Teams, in die Beratung oder über zusätzliche Programmierkenntnisse in die klassische Anwendungsentwicklung.
Aufgaben
- Anforderungen mit Fachabteilungen aufnehmen und Abläufe modellieren
- Workflows und Formular-Apps auf Low-Code-Plattformen bauen
- Schnittstellen zwischen ERP-, CRM- und Personalsystemen konfigurieren
- Berechtigungen, Datenzugriffe und Datenschutzvorgaben umsetzen
- Automatisierungen testen, überwachen und bei Fehlern reparieren
- Lösungen dokumentieren und Fachanwender schulen
- Selbst gebaute Anwendungen aus Fachbereichen prüfen und konsolidieren
Voraussetzungen
- Abgeschlossene IT-Ausbildung, Studium der (Wirtschafts-)Informatik oder belegbare Praxiserfahrung
- Kenntnisse in Datenbanken, REST-APIs und Datenformaten wie JSON
- Herstellerzertifikate, etwa zur Microsoft Power Platform oder zu ServiceNow, von Vorteil
- Verständnis für Geschäftsprozesse und strukturiertes, logisches Denken
- Kommunikationsfähigkeit im Umgang mit Fachabteilungen
- Gute Deutsch- und Englischkenntnisse für Dokumentation und Herstellerunterlagen
Wo man arbeitet
- IT-Abteilungen mittlerer und großer Unternehmen
- IT-Dienstleister und Systemhäuser
- Unternehmensberatungen mit Digitalisierungsschwerpunkt
- Öffentliche Verwaltung und kommunale IT-Dienstleister
- Versicherungen, Banken und Industriebetriebe
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker, etwa in Systemintegration oder Anwendungsentwicklung, mit IHK-Abschluss oder ein Bachelorstudium der Wirtschaftsinformatik von meist sechs bis sieben Semestern. Quereinsteiger mit Prozesswissen kommen häufig über Herstellerzertifikate und interne Weiterbildung in den Beruf.
Offene Stellen als IT-Systemintegrator No-Code / Low-Code
In der Suche fortsetzenJunior IT-Systemintegrator No-Code / Low-Code (m/w/d) – (Zapier, Make.com, n8n, AirTable etc.)
Senior IT-Systemintegrator No-Code / Low-Code (m/w/d) – (Zapier, Make.com, n8n, AirTable etc.)
IT-Systemintegrator No-Code / Low-Code (m/w/d) – (Zapier, Make.com, n8n, AirTable etc.)
Senior IT-Systemintegrator No-Code/ Low-Code (m/w/d)
IT-Systemintegrator No-Code/ Low-Code (m/w/d)
Verwandte Berufe
Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung
Entwickelt und betreut Software in einem anerkannten dualen Ausbildungsberuf, der ohne Studium in die Programmierung führt.
- Offene Stellen
- 29
- Monatsbrutto
- 2.900 – 6.200 €
Fachinformatiker für Systemintegration
Fachinformatiker für Systemintegration planen, installieren und betreiben IT-Systeme und Netzwerke und sind die Praktiker der IT-Infrastruktur.
- Offene Stellen
- 73
- Monatsbrutto
- 2.900 – 5.300 €
IT Consultant
IT-Consultants beraten Unternehmen und Behörden bei der Auswahl, Einführung und Verbesserung von Software, Systemen und IT-Prozessen. Sie analysieren Anforderungen, entwerfen Lösungen und begleiten deren Umsetzung beim Kunden.
- Offene Stellen
- 35
- Monatsbrutto
- 3.800 – 9.500 €
Wirtschaftsinformatiker
Wirtschaftsinformatiker verbinden betriebswirtschaftliche Abläufe mit Informationstechnik. Sie analysieren Geschäftsprozesse, wählen Software aus, passen sie an und begleiten ihre Einführung in Unternehmen.
- Offene Stellen
- 22
- Monatsbrutto
- 3.800 – 8.500 €
Passend dazu im Ratgeber
- Bewerbung über Bewerberportale: was dort anders läuft Große Arbeitgeber nehmen Bewerbungen über ein eigenes Portal an, nicht per E-Mail. Was die...
- Entgelttransparenz: welches Recht auf Auskunft Sie haben Wer in einem Betrieb mit mehr als 200 Beschäftigten arbeitet, darf erfahren, was die Vergl...
- Pendeln oder umziehen: die Rechnung, die man vorher macht Fahrtzeit, Spritkosten, Verschleiß und Steuervorteil lassen sich vor der Zusage ausrechnen...