Java Entwickler
Java-Entwicklerinnen und -Entwickler programmieren Software in der Programmiersprache Java, meist Geschäftsanwendungen, Webdienste und Backend-Systeme für Unternehmen, Banken, Versicherungen und Behörden.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Java Entwickler verdient
5.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.600 bis 8.000 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.600 € | 4.200 € | 4.800 € | 50.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.600 € | 5.300 € | 6.200 € | 63.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.800 € | 6.700 € | 8.000 € | 80.400 € |
Die meisten Stellen sind nicht tarifgebunden, das Gehalt hängt stark von Branche, Unternehmensgröße und Region ab: Banken, Versicherungen und Konzerne in München, Frankfurt oder Stuttgart zahlen deutlich mehr als kleine Softwarehäuser im Osten. Im öffentlichen Dienst wird nach TVöD oder TV-L meist in den Entgeltgruppen E10 bis E13 bezahlt, in der Metall- und Elektroindustrie gilt teils der Tarifvertrag der IG Metall.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Java-Entwickler?
Java-Entwickler schreiben, testen und warten Programme in Java und verwandten Sprachen wie Kotlin. Der Schwerpunkt liegt selten auf Apps für Endkunden, sondern auf dem, was im Hintergrund läuft: Abrechnungssysteme, Onlineshops, Schnittstellen zwischen Programmen, Datenbankanwendungen für Versicherungen oder Behörden. Typische Werkzeuge sind Frameworks wie Spring Boot, Datenbanken wie PostgreSQL oder Oracle, Versionsverwaltung mit Git sowie Container und Cloud-Plattformen. Ein Arbeitstag besteht aus mehr als Programmieren. Dazu gehören Besprechungen im Team, oft nach Scrum organisiert, das Lesen und Kommentieren von Code anderer, das Schreiben automatisierter Tests, die Fehlersuche in laufenden Systemen und Abstimmungen mit Fachabteilungen, die beschreiben, was eine Software können soll. Ein großer Teil der Arbeit betrifft bestehende Systeme, die über Jahre gewachsen sind und erweitert oder modernisiert werden müssen.
Wie wird man Java-Entwickler?
Es gibt keinen festgelegten Weg. Häufig ist ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder eines verwandten Fachs, als Bachelor in der Regel sechs bis sieben Semester. Ebenso anerkannt ist die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Viele Unternehmen bieten auch duale Studiengänge an. Quereinsteiger kommen über Umschulungen, die oft von der Agentur für Arbeit gefördert werden, über Bootcamps oder durch Selbststudium. Für sie ist der Einstieg seit einigen Jahren schwieriger geworden, weil Arbeitgeber bei Berufsanfängern wählerischer sind. Eigene Projekte, etwa auf GitHub, und Zertifikate wie die Oracle-Java-Zertifizierung können helfen, ersetzen aber keine praktische Erfahrung im Team.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet fast ausschließlich am Bildschirm statt, meist im Sitzen. Rückenprobleme, Verspannungen und Augenbelastung sind verbreitet. Homeoffice ist in vielen Firmen üblich, was Flexibilität bringt, aber auch Vereinsamung und eine verwischte Grenze zwischen Arbeit und Freizeit. Die Arbeitszeiten sind meist regulär, vor Releases oder bei Störungen in Produktivsystemen kann es jedoch zu Überstunden kommen, manche Betriebe verlangen Rufbereitschaft. Anstrengend ist für viele die Konzentration über lange Zeit, das Arbeiten mit altem, schlecht dokumentiertem Code und der Druck durch knappe Termine. Die Technik ändert sich ständig, wer nicht fortlaufend lernt, verliert den Anschluss. Gutes Englisch ist nötig, weil Dokumentation und oft auch die Teamsprache englisch sind.
Aussichten
Java gehört seit Jahrzehnten zu den meistgenutzten Sprachen in Unternehmenssoftware, besonders bei Banken, Versicherungen, Behörden und großen Konzernen. Diese Systeme laufen lange und müssen gepflegt werden, daher ist die Nachfrage nach erfahrenen Entwicklern stabil. Für Berufsanfänger ist der Markt seit 2023 deutlich enger geworden, Juniorstellen sind umkämpfter, und KI-Werkzeuge verändern einfache Programmieraufgaben. Wer einige Jahre Erfahrung gesammelt hat, kann sich als Softwarearchitekt, im Bereich Cloud und DevOps, als Teamleitung oder als freiberuflicher Berater weiterentwickeln.
Aufgaben
- Anwendungen und Schnittstellen in Java programmieren
- automatisierte Tests schreiben und ausführen
- Fehler in bestehenden Systemen suchen und beheben
- Code von Kolleginnen und Kollegen prüfen und kommentieren
- Anforderungen mit Fachabteilungen abstimmen
- Datenbankabfragen und Datenmodelle entwerfen
- Anwendungen in Container- und Cloud-Umgebungen bereitstellen
- technische Dokumentation schreiben und pflegen
Voraussetzungen
- Studium der Informatik oder Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, alternativ nachweisbare Programmiererfahrung
- sichere Kenntnisse in Java, objektorientierter Programmierung und gängigen Frameworks wie Spring
- Grundlagen in Datenbanken, SQL und Versionsverwaltung mit Git
- gutes Englisch in Wort und Schrift
- analytisches Denken und Ausdauer bei der Fehlersuche
- Bereitschaft, sich laufend in neue Techniken einzuarbeiten
Wo man arbeitet
- Softwarehäuser und IT-Dienstleister
- Banken und Versicherungen
- IT-Abteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen
- IT-Beratungen
- öffentliche Verwaltung und kommunale IT-Dienstleister
- Start-ups
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Bachelorstudium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik mit sechs bis sieben Semestern oder die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung mit IHK-Abschluss. Quereinsteiger gelangen über Umschulungen von meist zwei Jahren oder über Bootcamps in den Beruf, haben es beim Berufseinstieg aber schwerer.
Offene Stellen als Java Entwickler
In der Suche fortsetzenSenior Java Entwickler (m/w/d)
Java Entwickler:in (m/w/d)
Verwandte Berufe
Backend-Entwickler
Backend-Entwickler programmieren die serverseitige Logik von Anwendungen: Datenbanken, Schnittstellen und Dienste, die im Hintergrund laufen und Daten verarbeiten. Sie sorgen dafür, dass Webseiten, Apps und Unternehmenssoftware zuverlässig, sicher und schnell funktionieren.
- Offene Stellen
- 6
- Monatsbrutto
- 3.500 – 8.500 €
DevOps Engineer
DevOps Engineers bauen und betreiben die Infrastruktur, auf der Software gebaut, getestet und ausgeliefert wird, und automatisieren den Weg vom Code bis zum laufenden System.
- Offene Stellen
- 36
- Monatsbrutto
- 4.050 – 8.200 €
Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung
Entwickelt und betreut Software in einem anerkannten dualen Ausbildungsberuf, der ohne Studium in die Programmierung führt.
- Offene Stellen
- 29
- Monatsbrutto
- 2.900 – 6.200 €
Softwarearchitekt
Softwarearchitekten entwerfen die Grundstruktur von Softwaresystemen: Sie legen fest, aus welchen Bausteinen eine Anwendung besteht, wie diese zusammenarbeiten und welche Technologien zum Einsatz kommen. Der Beruf setzt in aller Regel mehrere Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung voraus.
- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 5.000 – 10.500 €
Softwareentwickler
Softwareentwickler konzipieren, programmieren, testen und pflegen Anwendungen – von der Unternehmenssoftware über Web- und Mobile-Apps bis zu wissenschaftlichen Systemen.
- Offene Stellen
- 22
- Monatsbrutto
- 3.700 – 7.800 €
Passend dazu im Ratgeber
- Bewerbung über Bewerberportale: was dort anders läuft Große Arbeitgeber nehmen Bewerbungen über ein eigenes Portal an, nicht per E-Mail. Was die...
- Entgelttransparenz: welches Recht auf Auskunft Sie haben Wer in einem Betrieb mit mehr als 200 Beschäftigten arbeitet, darf erfahren, was die Vergl...
- Pendeln oder umziehen: die Rechnung, die man vorher macht Fahrtzeit, Spritkosten, Verschleiß und Steuervorteil lassen sich vor der Zusage ausrechnen...