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Vertrieb & Kundenservice

Leitung Vertrieb

Die Vertriebsleitung verantwortet Umsatz, Strategie und Team im Verkauf eines Unternehmens. Sie plant Ziele, führt Außen- und Innendienst und berichtet an Geschäftsführung oder Vorstand.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Leitung Vertrieb verdient

8.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 5.500 bis 14.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 5.500 € 6.800 € 8.500 € 81.600 €
Mit Berufserfahrung 6.500 € 8.300 € 11.000 € 99.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 8.000 € 10.000 € 14.000 € 120.000 €

Vertriebsleitungen werden fast immer außertariflich bezahlt, das Gehalt ist frei verhandelt und hängt stark von Branche, Unternehmensgröße und Verantwortungsbereich ab. Zusätzlich zum hier angegebenen Fixgehalt ist ein variabler Anteil nach Zielerreichung üblich, der oft 20 bis 40 Prozent des Jahreseinkommens ausmacht, dazu häufig ein Dienstwagen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Vertriebsleitung?

Die Vertriebsleitung sorgt dafür, dass ein Unternehmen seine Umsatzziele erreicht. Sie legt fest, welche Märkte, Branchen und Kundengruppen bearbeitet werden, verteilt Gebiete und Schlüsselkunden auf das Team und setzt Ziele für einzelne Mitarbeitende. Ein großer Teil des Tages besteht aus Führungsarbeit: Gespräche mit Außendienst und Innendienst, Begleitung bei schwierigen Kundenterminen, Zielvereinbarungen, Feedback und manchmal auch Trennungsgespräche. Dazu kommen Zahlen. Umsatz, Auftragseingang, Margen und Pipeline werden wöchentlich ausgewertet, meist in einem CRM-System, und gegenüber der Geschäftsführung erklärt. Bei großen Kunden verhandelt die Vertriebsleitung oft selbst Preise, Rahmenverträge und Konditionen. Außerdem stimmt sie sich mit Marketing, Produktmanagement, Einkauf und Logistik ab, damit das Verkaufte auch geliefert werden kann.

Wie wird man Vertriebsleitung?

Einen festen Ausbildungsweg gibt es nicht. Die meisten kommen nach mehreren Jahren im Verkauf in die Position, häufig über die Stufen Vertriebsmitarbeiter, Key Account Manager und Teamleitung. Viele haben ein Studium der Betriebswirtschaft, des Wirtschaftsingenieurwesens oder ein fachnahes Studium, etwa Maschinenbau oder Chemie, wenn technische Produkte verkauft werden. Ebenso üblich ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa zum Industriekaufmann oder Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement, ergänzt durch eine Weiterbildung zum Fachwirt, zum Geprüften Betriebswirt oder einen berufsbegleitenden Bachelor. Entscheidend ist in Bewerbungen fast immer der Nachweis eigener Vertriebserfolge und erster Führungserfahrung. Ein Quereinstieg ohne Verkaufspraxis ist kaum möglich.

Was der Beruf verlangt

Die Vertriebsleitung wird an Zahlen gemessen, und zwar laufend. Werden Ziele verfehlt, steht sie als Erste in der Verantwortung, auch wenn Ursachen wie Marktlage oder Lieferprobleme außerhalb ihres Einflusses liegen. Die Position gilt deshalb als vergleichsweise unsicher, Wechsel nach schwachen Jahren sind nicht ungewöhnlich. Die Arbeitszeiten gehen häufig über die vertraglichen Stunden hinaus, Reisen zu Kunden, Messen und Niederlassungen gehören dazu, bei internationalem Vertrieb auch mehrtägige Auslandsreisen. Schwer fällt vielen der Spagat zwischen Führung und eigenem Verkaufen: Wer selbst erfolgreich verkauft hat, muss lernen, Kunden abzugeben und andere erfolgreich zu machen. Hinzu kommen Konflikte um Provisionen, Gebietsgrenzen und Prioritäten im Team. Gute Englischkenntnisse, sicherer Umgang mit Kennzahlen und Verhandlungsstärke werden vorausgesetzt.

Aussichten

Erfahrene Vertriebsführungskräfte werden in nahezu allen Branchen gesucht, besonders in Industrie, Medizintechnik, IT und Software sowie im technischen Großhandel. Unternehmen suchen zunehmend Personen, die digitale Vertriebswege, CRM-Auswertungen und klassischen Außendienst verbinden können. Die Konkurrenz um die Stellen ist dennoch hoch, weil es deutlich mehr Vertriebsmitarbeitende als Leitungspositionen gibt. Nach einigen Jahren führt der Weg oft zur Bereichs- oder Gesamtvertriebsleitung, zum Chief Sales Officer oder in die Geschäftsführung. Andere wechseln in die Beratung, ins Interim-Management oder machen sich als Handelsvertretung selbstständig.

Aufgaben

  • Umsatzziele planen und auf Team und Gebiete verteilen
  • Vertriebsmitarbeitende führen, coachen und bewerten
  • Umsatz, Margen und Pipeline im CRM auswerten
  • Preise und Rahmenverträge mit Großkunden verhandeln
  • Vertriebsstrategie für Märkte und Kundengruppen festlegen
  • Berichte und Prognosen für die Geschäftsführung erstellen
  • Personal für den Vertrieb auswählen und einstellen
  • Messen und wichtige Kundentermine begleiten

Voraussetzungen

  • Mehrjährige Erfahrung im Vertrieb mit nachweisbaren Erfolgen
  • Erste Führungserfahrung, etwa als Teamleitung
  • Studium oder kaufmännische Ausbildung mit Weiterbildung
  • Sicherer Umgang mit Kennzahlen und CRM-Systemen
  • Verhandlungsgeschick und Belastbarkeit unter Zielvorgaben
  • Gute Englischkenntnisse, oft verhandlungssicher
  • Reisebereitschaft und in der Regel Führerschein Klasse B

Wo man arbeitet

  • Industrieunternehmen
  • Groß- und Außenhandel
  • IT- und Softwareunternehmen
  • Medizintechnik und Pharmaunternehmen
  • Dienstleistungsunternehmen und Versicherungen
  • Konsumgüterhersteller

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein betriebswirtschaftliches oder fachnahes Studium von drei bis fünf Jahren oder eine dreijährige kaufmännische Ausbildung mit anschließender Weiterbildung, etwa zum Fachwirt. Danach folgen meist fünf bis zehn Jahre Berufserfahrung im Verkauf und in der Teamleitung, bevor eine Vertriebsleitung übernommen wird.

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