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Vertrieb & Kundenservice

Mitarbeiter Verkauf Abteilung Farben

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkauf der Farbenabteilung beraten Kundschaft in Baumärkten und im Farbenfachhandel zu Wandfarben, Lacken und Malerzubehör, mischen Farbtöne an der Tönmaschine und halten die Abteilung mit Ware bestückt.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Mitarbeiter Verkauf Abteilung Farben verdient

2.850 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.900 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.500 € 2.900 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.850 € 3.300 € 34.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.300 € 3.900 € 39.600 €

Entscheidend ist die Tarifbindung: Wer nach dem regional geltenden Tarifvertrag für den Einzelhandel oder im Großhandel nach dem Tarifvertrag für den Groß- und Außenhandel bezahlt wird, liegt deutlich über vielen nicht tarifgebundenen Baumärkten, die sich teils nahe am Mindestlohn bewegen. Eine abgeschlossene Ausbildung, Fachkenntnis als Maler sowie Abteilungsverantwortung heben das Gehalt spürbar.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Mitarbeiter Verkauf Abteilung Farben?

Der Arbeitstag spielt sich zwischen Regal, Beratungstheke und Tönmaschine ab. Kundinnen und Kunden wollen wissen, welche Farbe für feuchte Badezimmer taugt, ob eine Lasur oder ein Lack für den Gartenzaun besser ist, wie viel Farbe für 40 Quadratmeter Wand nötig ist und welche Rolle zur Struktur des Putzes passt. Die Beratung reicht von Innenwandfarben über Holzschutz, Grundierungen und Fassadenfarben bis zu Spachtelmassen, Pinseln und Abdeckmaterial. Ein großer Teil der Arbeit ist das Anmischen: Farbtöne werden nach Farbfächer oder Musterstück an der Tönmaschine eingestellt, teils mit einem Farbmessgerät bestimmt, dann geschüttelt und mit einem Probeanstrich kontrolliert. Daneben gehören Wareneingang, Einräumen schwerer Eimer, Preisauszeichnung, Inventur, Nachbestellungen und die Bearbeitung von Reklamationen zum Alltag. In kleineren Märkten und im Fachhandel kommt oft die Kasse dazu, im Fachgroßhandel die Bedienung von Malerbetrieben mit größeren Mengen.

Wie wird man Mitarbeiter Verkauf Abteilung Farben?

Ein fest geregelter Weg existiert nicht. Häufig ist eine abgeschlossene Ausbildung als Verkäuferin oder Verkäufer (zwei Jahre) oder als Kaufmann beziehungsweise Kauffrau im Einzelhandel (drei Jahre), beide dual im Betrieb und an der Berufsschule. Gern gesehen sind Menschen mit einer Ausbildung als Maler und Lackierer, die das Fachwissen aus der Praxis mitbringen und körperlich nicht mehr auf der Baustelle arbeiten möchten. Quereinsteiger ohne Branchenerfahrung werden vor allem in Baumärkten eingestellt und angelernt; Hersteller und Handelsketten bieten Schulungen zu Produkten, Tönsystemen und Farbberatung an. Ein Hauptschulabschluss oder mittlerer Schulabschluss reicht in der Regel.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet fast vollständig im Stehen und Gehen statt. Farbeimer wiegen oft zehn bis fünfzehn Kilogramm und müssen gehoben, gestapelt und in Kundenwagen geladen werden, was auf Dauer Rücken und Gelenke belastet. Gearbeitet wird zu den Öffnungszeiten des Handels, also regelmäßig samstags und in Baumärkten bis in den Abend, teils im Wechsel zwischen Früh- und Spätdienst. Im Frühjahr und an langen Wochenenden ist der Andrang groß, während der Personalstand in vielen Märkten knapp bemessen ist. Der Umgang mit Lösemitteln, Gerüchen und Farbspritzern gehört dazu. Fachlich ist Genauigkeit gefragt: Ein falsch getönter Eimer lässt sich nicht zurücknehmen. Hinzu kommt Geduld mit unschlüssiger oder verärgerter Kundschaft, wenn ein Farbton an der Wand anders wirkt als auf der Karte.

Aussichten

Baumärkte und Farbenfachhandel suchen laufend Personal, besonders Kräfte mit Fachkenntnis, weil Beratung der wichtigste Grund ist, nicht online zu kaufen. Der Wettbewerb mit dem Onlinehandel und der Kostendruck in den Ketten halten die Löhne allerdings eher niedrig. Wer sich weiterbildet, kann zur Abteilungsleitung oder stellvertretenden Marktleitung aufsteigen; die Fortbildung zum Handelsfachwirt oder zur Handelsfachwirtin öffnet weitere Führungspositionen. Ein anderer Weg führt in den Außendienst von Farbenherstellern, in die Fachberatung für Malerbetriebe oder in den Großhandel, wo die Bezahlung meist höher ist als im Einzelhandel.

Aufgaben

  • Kundschaft zu Wandfarben, Lacken, Lasuren und Zubehör beraten
  • Farbtöne an der Tönmaschine nach Farbfächer oder Muster anmischen
  • Farbbedarf für Flächen berechnen und passendes Werkzeug empfehlen
  • Ware annehmen, einräumen und Preise auszeichnen
  • Bestände prüfen und Nachbestellungen auslösen
  • Reklamationen aufnehmen und bearbeiten
  • Kasse bedienen und Sonderbestellungen erfassen

Voraussetzungen

  • Ausbildung im Einzelhandel oder als Maler und Lackierer erwünscht, Quereinstieg möglich
  • Gutes Farbempfinden und keine Farbsehschwäche
  • Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Heben schwerer Eimer
  • Bereitschaft zur Arbeit an Samstagen und in Spätschichten
  • Freundlicher Umgang mit Kundschaft und Geduld bei der Beratung
  • Sorgfalt beim Anmischen und Grundrechenkenntnisse für Mengenberechnung

Wo man arbeitet

  • Baumärkte
  • Farbenfachhandel
  • Fachgroßhandel für Malerbedarf
  • Raumausstattungs- und Tapetenfachgeschäfte
  • Werksverkauf von Farbenherstellern

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine zweijährige duale Ausbildung als Verkäufer oder eine dreijährige als Kaufmann im Einzelhandel, jeweils mit Abschluss vor der IHK. Alternativ bringt eine dreijährige Ausbildung als Maler und Lackierer das nötige Fachwissen mit. Quereinsteiger werden in vielen Baumärkten in einigen Wochen angelernt und durch Herstellerschulungen weitergebildet.

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