Zum Inhalt springen
Gesundheit & Pflege

Mitarbeiter Wäscherei

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Wäschereien sortieren, waschen, trocknen, mangeln und falten Textilien aus Kliniken, Hotels, Gastronomie und Industrie. Die Arbeit ist meist ohne Ausbildung zugänglich, körperlich fordernd und läuft oft im Schichtbetrieb.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Mitarbeiter Wäscherei verdient

2.450 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.200 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.300 € 2.500 € 27.600 €
Mit Berufserfahrung 2.300 € 2.450 € 2.700 € 29.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.500 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €

Viele Betriebe zahlen nahe am gesetzlichen Mindestlohn; tarifgebundene Wäschereien zahlen nach den Tarifverträgen der textilen Dienstleistungen (Industrieverband Textil Service intex mit IG Metall), Klinikwäschereien im öffentlichen Dienst nach TVöD, was meist spürbar mehr bringt. Schicht- und Nachtzuschläge sowie der Aufstieg zum Maschinenführer oder zur Schichtleitung machen den größten Unterschied aus.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Mitarbeiter in der Wäscherei?

In gewerblichen Wäschereien kommen täglich große Mengen Schmutzwäsche an: Bettwäsche und OP-Kittel aus Krankenhäusern, Handtücher und Tischdecken aus Hotels, Berufskleidung aus Handwerk und Industrie, Wäsche aus Pflegeheimen. Die Beschäftigten nehmen diese Wäsche an, sortieren sie nach Art, Farbe, Verschmutzung und Waschverfahren und befüllen Waschstraßen oder Großwaschmaschinen. Nach dem Waschen wird die Wäsche getrocknet, durch Mangeln geführt, gefaltet, gelegt oder auf Bügelpuppen und Tunnelfinishern geglättet. Anschließend wird sie kontrolliert, beschädigte Teile werden aussortiert, und die saubere Wäsche wird kundenbezogen gepackt und für die Auslieferung bereitgestellt. In vielen Betrieben sind die Teile mit Barcodes oder Chips versehen, die beim Sortieren erfasst werden. In kleineren Betrieben oder Wäschereien von Heimen und Werkstätten gehören auch Fleckbehandlung, einfache Näharbeiten und das Reinigen der Maschinen zum Alltag.

Wie wird man Mitarbeiter in der Wäscherei?

Für die meisten Stellen ist keine Berufsausbildung nötig. Neue Kräfte werden in wenigen Tagen bis Wochen an den Maschinen eingearbeitet. Deutschkenntnisse auf einfachem Niveau reichen häufig aus, weil viele Abläufe über Anschauung und feste Routinen vermittelt werden. Wer sich fachlich weiterentwickeln will, kann die dreijährige duale Ausbildung zum Textilreiniger machen, die Waschchemie, Verfahrenstechnik und Maschinenbedienung umfasst. Für Beschäftigte, die bereits einige Jahre in einer Wäscherei arbeiten, ist auch eine Externenprüfung vor der Handwerkskammer möglich. Viele Wäschereien stellen über Zeitarbeitsfirmen ein, gerade für den Einstieg.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet fast vollständig im Stehen statt, oft am Band und im Takt der Maschinen. Nasse Wäsche ist schwer, an Mangel und Trockner ist es warm und feucht, und es ist laut. Die Tätigkeiten wiederholen sich stark, was auf Dauer ermüdend sein kann und Rücken, Schultern und Handgelenke belastet. Beim Sortieren von Krankenhaus- und Pflegewäsche besteht Kontakt mit Körperflüssigkeiten und möglicherweise infektiöser Wäsche, deshalb gelten Hygienevorschriften, Schutzkleidung und teils Impfempfehlungen. Große Betriebe arbeiten im Zwei- oder Dreischichtsystem, Frühschichten beginnen oft vor sechs Uhr, Samstagsarbeit ist verbreitet. Die Bezahlung liegt häufig am oder knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn, was der größte Nachteil des Berufs ist.

Aussichten

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist stabil, weil Krankenhäuser, Pflegeheime und Hotels ihre Wäsche zunehmend an große Textildienstleister auslagern. Viele Betriebe suchen dauerhaft Personal, auch wegen hoher Fluktuation. Gleichzeitig automatisieren die großen Wäschereien das Falten, Sortieren und Transportieren, sodass einfache Handgriffe weniger werden und die Bedienung und Überwachung von Anlagen wichtiger wird. Mit Erfahrung ist der Aufstieg zum Maschinenführer, Vorarbeiter oder zur Schichtleitung möglich. Mit der Ausbildung zum Textilreiniger und später der Meisterprüfung öffnen sich Wege in die Produktionsleitung oder in die Selbstständigkeit.

Aufgaben

  • Schmutzwäsche annehmen, erfassen und nach Art und Waschverfahren sortieren
  • Waschstraßen und Großwaschmaschinen befüllen und entleeren
  • Wäsche trocknen, mangeln und an Faltmaschinen einlegen
  • Berufskleidung auf Bügelpuppen oder im Tunnelfinisher glätten
  • saubere Wäsche auf Flecken und Schäden kontrollieren
  • Wäsche kundenbezogen falten, packen und für die Auslieferung bereitstellen
  • Maschinen und Arbeitsplatz reinigen und Hygienevorgaben einhalten

Voraussetzungen

  • kein Berufsabschluss erforderlich, Ausbildung zum Textilreiniger von Vorteil
  • körperliche Belastbarkeit für langes Stehen, Heben und Arbeiten in Wärme
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit und frühem Arbeitsbeginn
  • Sorgfalt und gleichbleibendes Arbeitstempo am Band
  • Einhaltung von Hygiene- und Arbeitsschutzregeln
  • einfache Deutschkenntnisse zum Verstehen von Anweisungen

Wo man arbeitet

  • gewerbliche Großwäschereien und Textildienstleister
  • Krankenhauswäschereien
  • Wäschereien in Pflegeheimen und Werkstätten für Menschen mit Behinderung
  • Hotelwäschereien
  • Textilreinigungen

Der Weg in den Beruf

Der übliche Einstieg erfolgt ohne Ausbildung über eine Einarbeitung von einigen Tagen bis Wochen, häufig auch über Zeitarbeit. Wer sich qualifizieren will, absolviert die dreijährige duale Ausbildung zum Textilreiniger mit Abschluss vor der Handwerkskammer.

Offene Stellen als Mitarbeiter Wäscherei

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Helfer Produktion

Produktionshelferinnen und Produktionshelfer arbeiten in Fabriken und Werkhallen an Maschinen, Bändern und Packplätzen mit. Sie bestücken Anlagen, montieren einfache Teile, prüfen und verpacken Ware, meist nach kurzer Einarbeitung und im Schichtbetrieb.

Offene Stellen
8
Monatsbrutto
2.300 – 3.800 €

Maschinen- und Anlagenführer

Maschinen- und Anlagenführer rüsten Produktionsanlagen, bedienen und überwachen sie, beheben Störungen und prüfen die Qualität der Erzeugnisse.

Offene Stellen
277
Monatsbrutto
2.450 – 4.300 €

Reinigungskraft

Reinigungskräfte halten Büros, Kliniken, Schulen und Wohnanlagen sauber und arbeiten dabei nach festen Reinigungs- und Hygieneplänen.

Offene Stellen
401
Monatsbrutto
2.400 – 3.050 €

jobs-jobs-jobs.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Zur Reichweitenmessung nutzen wir Matomo auf unserem eigenen Server – ohne Cookies und mit gekürzter IP-Adresse. Keine Werbenetzwerke. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz