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Gesundheit & Pflege

MOBILER ERGOTHERAPEUT für den

Mobile Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten behandeln Menschen mit körperlichen, neurologischen oder psychischen Einschränkungen dort, wo sie leben: in der eigenen Wohnung, im Pflegeheim oder in Wohneinrichtungen. Ziel ist, dass die Betroffenen ihren Alltag möglichst selbstständig bewältigen.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als MOBILER ERGOTHERAPEUT für den verdient

3.200 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 4.300 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.800 € 3.100 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 2.800 € 3.200 € 3.600 € 38.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.200 € 3.600 € 4.300 € 43.200 €

Die meisten Praxen sind nicht tarifgebunden, das Gehalt hängt dort stark von der Region und davon ab, ob Fahrzeiten bezahlt und ein Dienstwagen gestellt wird. In kommunalen Kliniken und Einrichtungen gilt der TVöD, dort liegt die Bezahlung meist am oberen Rand des Bereichs.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein mobiler Ergotherapeut?

Mobile Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten fahren zu Menschen, die nicht in eine Praxis kommen können: nach einem Schlaganfall, mit Demenz, Parkinson, Multipler Sklerose, nach einer Hüftoperation oder mit schweren Behinderungen. Grundlage ist meist eine ärztliche Verordnung mit dem Vermerk Hausbesuch. Eine Behandlung dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten, danach geht es zum nächsten Termin. Geübt wird mit dem, was vor Ort vorhanden ist: Anziehen, Waschen, Brot schmieren, sicher vom Bett in den Rollstuhl wechseln. Dazu kommen Training der Feinmotorik, Gedächtnisübungen und Hirnleistungstraining. Ein wichtiger Teil ist die Beratung zur Wohnung: Wo braucht es einen Haltegriff, welcher Teppich ist eine Sturzfalle, welches Hilfsmittel lohnt sich. Angehörige und Pflegekräfte werden angeleitet. Am Ende jeder Behandlung steht die Dokumentation, oft auf dem Tablet im Auto.

Wie wird man mobiler Ergotherapeut?

Voraussetzung ist die dreijährige Ausbildung zur Ergotherapeutin oder zum Ergotherapeuten an einer Berufsfachschule, die mit einer staatlichen Prüfung endet. Zugang ist meist mit mittlerem Schulabschluss möglich. An privaten Schulen fällt teils noch Schulgeld an, mehrere Bundesländer haben es inzwischen abgeschafft oder übernehmen es. Alternativ gibt es Bachelorstudiengänge, die zur Berufszulassung führen. Eine eigene Ausbildung für die mobile Arbeit gibt es nicht. Wer in den Hausbesuchsdienst wechselt, kommt meist aus der Praxis, der Klinik oder der Reha. Fortbildungen etwa in Bobath, Demenzbegleitung oder Wohnraumanpassung sind verbreitet. Ein Quereinstieg ohne Ausbildung ist nicht möglich, die Berufsbezeichnung ist geschützt.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet viel im Auto statt. Staus, Parkplatzsuche und enge Zeitpläne gehören zum Alltag, und nicht jeder Arbeitgeber vergütet Fahrzeiten vollständig. Vor Ort ist man allein und muss Entscheidungen ohne Kollegen treffen. Wohnungen sind oft eng, schlecht beleuchtet oder unaufgeräumt, Hygiene ist nicht immer gegeben. Der Transfer von Patienten belastet Rücken und Gelenke. Hinzu kommt die psychische Seite: Viele Patientinnen und Patienten sind alt, schwer krank oder einsam, manche sterben während der Behandlungszeit. Angehörige haben eigene Erwartungen und Sorgen. Absagen kurz vor dem Termin bringen den Tagesplan durcheinander. Gearbeitet wird überwiegend tagsüber an Werktagen, Wochenenddienste sind selten. Teilzeit ist weit verbreitet und gut möglich.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und steigt mit der alternden Bevölkerung. Viele Praxen suchen gezielt Personal für Hausbesuche, besonders auf dem Land, wo Patienten weite Wege nicht schaffen. Stellen sind daher meist leicht zu finden. Die Bezahlung bleibt dennoch hinter vielen anderen Gesundheitsberufen zurück, weil die Vergütungssätze der Krankenkassen den Spielraum der Praxen begrenzen. Entwicklungswege führen in die fachliche Spezialisierung, etwa Neurologie, Geriatrie oder Pädiatrie, in die Praxisleitung oder in die Selbstständigkeit mit eigener Kassenzulassung. Ein Studium eröffnet Wege in Lehre, Forschung oder Beratung.

Aufgaben

  • Patientinnen und Patienten zu Hause, im Pflegeheim oder in Wohngruppen behandeln
  • Alltagsaktivitäten wie Anziehen, Waschen und Essen trainieren
  • Feinmotorik, Koordination und Gedächtnis gezielt üben
  • Wohnräume auf Sturzgefahren prüfen und Umbauten empfehlen
  • Hilfsmittel auswählen, anpassen und deren Gebrauch einüben
  • Angehörige und Pflegekräfte anleiten und beraten
  • Behandlungen dokumentieren und Berichte für Ärzte schreiben
  • Tagesroute und Termine mit der Praxis abstimmen

Voraussetzungen

  • Staatliche Anerkennung als Ergotherapeutin oder Ergotherapeut
  • Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu täglichen Fahrten
  • Selbstständige Arbeitsweise ohne Kollegen vor Ort
  • Körperliche Belastbarkeit für Transfers und Arbeit in engen Räumen
  • Geduld und Einfühlungsvermögen im Umgang mit schwer kranken und älteren Menschen
  • Sorgfalt bei Dokumentation und Abrechnung

Wo man arbeitet

  • Ergotherapeutische Praxen mit Hausbesuchsdienst
  • Pflegeheime und Einrichtungen der Altenhilfe
  • Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Ambulante Rehabilitationsdienste
  • Eigene Praxis mit Kassenzulassung

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule für Ergotherapie, die mit der staatlichen Prüfung und der Berufserlaubnis abschließt. Alternativ führen Bachelorstudiengänge von drei bis vier Jahren zum selben Berufsabschluss. Für die mobile Tätigkeit wird meist etwas Berufserfahrung und ein Führerschein erwartet.

Offene Stellen als MOBILER ERGOTHERAPEUT für den

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