Nachhilfelehrer /Werkstudent
Nachhilfelehrerinnen und Nachhilfelehrer unterstützen Schülerinnen und Schüler beim Aufholen von Lernstoff, bei Prüfungsvorbereitung und Hausaufgaben. Als Werkstudent arbeiten sie meist neben dem Studium in Teilzeit für Nachhilfeinstitute, Lernportale oder Bildungsträger.
8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Nachhilfelehrer /Werkstudent verdient
2.800 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 4.200 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.500 € | 3.000 € | 30.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.400 € | 2.800 € | 3.400 € | 33.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.800 € | 3.300 € | 4.200 € | 39.600 € |
Einen Tarifvertrag gibt es nicht, bezahlt wird meist pro Unterrichtsstunde knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn bis deutlich darüber, je nach Fach, Klassenstufe und Anbieter; die Werte sind auf Vollzeit hochgerechnet, real arbeiten Werkstudenten höchstens rund 20 Stunden pro Woche. Wer privat oder selbstständig unterrichtet, erzielt höhere Stundensätze, trägt aber Ausfallrisiko, Steuern und Versicherungen selbst.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Nachhilfelehrer als Werkstudent?
Nachhilfelehrer erklären Schulstoff, den Kinder und Jugendliche im Unterricht nicht verstanden haben, oder bereiten sie gezielt auf Klassenarbeiten, Abschlussprüfungen und das Abitur vor. Typische Fächer sind Mathematik, Deutsch, Englisch, Physik und Chemie. Unterrichtet wird einzeln oder in kleinen Gruppen von zwei bis fünf Kindern, in den Räumen eines Instituts, beim Kind zu Hause oder per Videokonferenz. Eine Stunde besteht aus Fragen klären, Aufgaben gemeinsam durchrechnen, Übungsblätter ausgeben und kontrollieren, was hängengeblieben ist. Dazu kommen kurze Absprachen mit Eltern, Lernstandsnotizen für das Institut und die Vorbereitung passender Übungen. Als Werkstudent ist man fest angestellt, meist mit wenigen festen Nachmittagsterminen pro Woche.
Wie wird man Nachhilfelehrer?
Eine geregelte Ausbildung gibt es nicht. Voraussetzung für eine Werkstudentenstelle ist die Einschreibung an einer Hochschule. Besonders gefragt sind Lehramtsstudierende sowie Studierende aus Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften oder Sprachen. Institute verlangen in der Regel gute Schulnoten im jeweiligen Fach, oft einen kurzen Fachtest oder eine Probestunde und fast immer ein erweitertes Führungszeugnis. Manche Anbieter schulen neue Lehrkräfte in einer kurzen Einarbeitung zu Methodik und Ablauf. Auch Oberstufenschüler geben Nachhilfe, dann allerdings meist privat und nicht als Werkstudent.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit liegt fast ausschließlich am Nachmittag und frühen Abend, weil die Kinder vormittags in der Schule sind. Das lässt sich gut mit Vorlesungen verbinden, kollidiert aber mit Nachmittagsseminaren und Laboren. Vor Zeugnissen und Prüfungen steigt die Nachfrage stark, in den Sommerferien bricht sie ein, was bei stundenbasierter Bezahlung zu schwankendem Einkommen führt. Fachwissen allein genügt nicht: Viele Kinder kommen mit Frust, Prüfungsangst oder Konzentrationsproblemen, und Geduld ist wichtiger als Brillanz. Eltern erwarten schnelle Notenverbesserungen, die sich nicht immer einstellen. Vor- und Nachbereitung wird von manchen Instituten nicht oder nur pauschal vergütet. Bei Hausbesuchen kommen unbezahlte Fahrtzeiten dazu. Als Werkstudent darf man in der Vorlesungszeit in der Regel nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten.
Aussichten
Die Nachfrage nach Nachhilfe ist seit Jahren hoch und nach den Schulschließungen der Pandemiejahre weiter gestiegen. Hinzu kommen staatlich geförderte Lernangebote, etwa über das Bildungs- und Teilhabepaket. Lehrkräfte für Mathematik und Naturwissenschaften werden fast überall gesucht, Online-Nachhilfe öffnet zusätzlich überregionale Märkte. Als dauerhafter Beruf ist Nachhilfe allerdings selten angelegt. Für Lehramtsstudierende ist sie eine wertvolle Praxiserfahrung vor dem Referendariat. Wer bleiben möchte, kann eine Standortleitung in einem Nachhilfeinstitut übernehmen, sich auf Prüfungsvorbereitung oder Lernförderung bei Lese-Rechtschreib-Schwäche spezialisieren oder sich selbstständig machen.
Aufgaben
- Schulstoff in Mathematik, Sprachen oder Naturwissenschaften erklären
- Schüler gezielt auf Klassenarbeiten und Abschlussprüfungen vorbereiten
- Übungsaufgaben auswählen, ausgeben und korrigieren
- Lernlücken erkennen und den Lernstand dokumentieren
- Einzel- und Kleingruppenunterricht vor Ort oder online durchführen
- Kurze Rückmeldungen an Eltern und Institutsleitung geben
Voraussetzungen
- Immatrikulation an einer Hochschule für den Werkstudentenstatus
- Sichere Fachkenntnisse im unterrichteten Fach, oft per Test oder Probestunde nachgewiesen
- Erweitertes Führungszeugnis
- Geduld und die Fähigkeit, Inhalte verständlich zu erklären
- Verfügbarkeit an Nachmittagen und frühen Abenden
- Zuverlässigkeit bei festen Terminen
Wo man arbeitet
- Nachhilfeinstitute und Lernstudios
- Online-Nachhilfeplattformen
- Privathaushalte bei Hausbesuchen
- Bildungsträger und Ganztagsschulen mit Förderangeboten
- Volkshochschulen und Lerncafés
Der Weg in den Beruf
Eine formale Ausbildung gibt es nicht, Voraussetzung für eine Werkstudentenstelle ist ein laufendes Studium. Die Einarbeitung bei Instituten dauert meist wenige Tage bis Wochen. Wer langfristig unterrichten will, schließt in der Regel ein Lehramtsstudium mit Referendariat ab.
Offene Stellen als Nachhilfelehrer /Werkstudent
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- Offene Stellen
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