Pflegefachkraft
Pflegefachkräfte versorgen pflegebedürftige Menschen körperlich und medizinisch, planen den Pflegeprozess und führen ärztliche Anordnungen aus.
497 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Pflegefachkraft verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.200 € | 3.550 € | 3.900 € | 42.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.600 € | 3.950 € | 4.350 € | 47.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.000 € | 4.400 € | 4.900 € | 52.800 € |
Orientierung an der Entgeltgruppe P7 des TVöD-P und an den AVR von Caritas und Diakonie; private Träger zahlen häufig darunter. Zuschläge für Nacht, Wochenende und Feiertag sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Pflegefachkräfte übernehmen die Versorgung von Menschen, die sich nicht selbst versorgen können: Körperpflege, Ernährung, Mobilisation, dazu die Behandlungspflege mit Wundversorgung, Injektionen, Infusionen und der Gabe von Medikamenten nach ärztlicher Anordnung. Seit 2020 gilt die generalistische Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz: drei Jahre, ein Abschluss, der für die Altenpflege, das Krankenhaus und die Kinderkrankenpflege gleichermaßen gilt, mit der Bezeichnung Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Die älteren Titel Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger werden nicht mehr neu erworben, bleiben als Abschluss aber gültig und stehen weiter in vielen Stellenanzeigen.
In diesem Portal ist es der zweitgrößte Beruf, und gesucht wird er ganz überwiegend für die stationäre Langzeitpflege: Pflegeheime und Seniorenresidenzen großer Betreibergesellschaften, dazu einzelne kommunale Kliniken und ambulante Dienste. Ein erheblicher Teil der Anzeigen schreibt Teilzeit ausdrücklich aus. Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdienst sind in diesem Beruf nicht die Ausnahme, sondern der Regelfall; Nachtdienste im Wechsel, geteilte Dienste und das Einspringen bei Krankmeldungen gehören dazu. Praxisanleitung wird in einem Teil der Anzeigen ausdrücklich mitgesucht.
Der Personalmangel ist keine Randnotiz, sondern bestimmt den Arbeitstag: zu wenige Fachkräfte für zu viele Bewohner, eine Dokumentationspflicht, die neben der Pflege erledigt werden muss, und die körperliche Belastung durch Heben, Umlagern und Dauerstehen. Dafür ist die Stelle sicher wie in kaum einem anderen Beruf, befristete Verträge sind selten, und die Wege weiter sind kurz: Praxisanleitung, Wohnbereichs- oder Stationsleitung, Fachweiterbildungen für Intensiv- und Anästhesiepflege, Palliativversorgung oder Gerontopsychiatrie, später die Pflegedienstleitung.
Aufgaben
- Grund- und Behandlungspflege bei pflegebedürftigen Menschen durchführen
- Medikamente nach ärztlicher Anordnung stellen und verabreichen
- Wunden versorgen, Verbände wechseln, Injektionen und Infusionen vorbereiten
- Vitalwerte messen, Veränderungen im Zustand erkennen und weitergeben
- Pflegeprozess planen, umsetzen und in der Pflegedokumentation nachweisen
- Bewohner und Patienten beim Essen, Waschen und Bewegen unterstützen
- Angehörige beraten und in die Versorgung einbeziehen
- Pflegehilfskräfte und Auszubildende in der Schicht anleiten
Voraussetzungen
- Dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann, ersatzweise ein früherer Abschluss in der Kranken-, Alten- oder Kinderkrankenpflege
- Bei einem im Ausland erworbenen Abschluss die staatliche Anerkennung
- Bereitschaft zu Früh-, Spät- und Nachtdienst sowie zu Wochenend- und Feiertagsarbeit
- Körperliche Belastbarkeit: Heben, Umlagern und Stehen über die ganze Schicht
- Deutsch auf mindestens B2-Niveau für Übergabe und Dokumentation
- Masernimmunität nach dem Infektionsschutzgesetz, je nach Träger ein erweitertes Führungszeugnis
Wo man arbeitet
- Pflegeheime und Seniorenresidenzen
- Krankenhäuser und Fachkliniken
- Ambulante Pflegedienste und Sozialstationen
- Kurzzeit- und Tagespflegeeinrichtungen
- Wohngruppen und Einrichtungen der Behindertenhilfe
- Rehabilitationskliniken
Der Weg in den Beruf
Der Weg führt über die dreijährige duale Ausbildung an einer Pflegeschule mit praktischen Einsätzen in Klinik, Pflegeheim und ambulantem Dienst. Vorausgesetzt wird in der Regel der Mittlere Schulabschluss; mit Hauptschulabschluss geht es über eine vorgeschaltete Pflegehelferausbildung. Die Ausbildung ist vergütet. Wer bereits als Pflegehelfer arbeitet, kann sie verkürzt absolvieren. Für die Hochschulvariante gibt es das primärqualifizierende Pflegestudium, das ebenfalls zur Berufszulassung führt. Ausländische Abschlüsse brauchen ein Anerkennungsverfahren beim zuständigen Landesamt, meist verbunden mit einer Kenntnisprüfung oder einem Anpassungslehrgang.
Offene Stellen als Pflegefachkraft
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Verwandte Berufe
Gesundheits- und Krankenpfleger
Gesundheits- und Krankenpfleger versorgen Patienten im Krankenhaus und in anderen Einrichtungen pflegerisch und medizinisch – ein Abschluss, der seit 2020 in der Pflegefachfrau und dem Pflegefachmann aufgeht.
- Offene Stellen
- 19
- Monatsbrutto
- 3.300 – 5.000 €
Pflegehelfer
Unterstützt Pflegefachkräfte bei der Grundpflege und Betreuung – meist mit einer ein- bis zweijährigen Helferausbildung, im Heim, in der Klinik oder im ambulanten Dienst.
- Offene Stellen
- 49
- Monatsbrutto
- 2.950 – 3.800 €
Wohnbereichsleitung
Führt einen Wohnbereich im Pflegeheim: Dienstplan, Pflegeprozess, Team und Angehörige – und arbeitet weiter selbst am Bewohner.
- Offene Stellen
- 41
- Monatsbrutto
- 3.400 – 5.100 €
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