Pflegehelfer
Unterstützt Pflegefachkräfte bei der Grundpflege und Betreuung – meist mit einer ein- bis zweijährigen Helferausbildung, im Heim, in der Klinik oder im ambulanten Dienst.
49 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Pflegehelfer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.950 € | 3.150 € | 3.350 € | 37.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.350 € | 3.600 € | 40.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.250 € | 3.500 € | 3.800 € | 42.000 € |
Orientiert an den Helfer-Entgeltgruppen des TVöD-P (vor allem P5 und P6) und den vergleichbaren AVR-Gruppen von Caritas und Diakonie; die Untergrenze bildet der Pflegemindestlohn für qualifizierte Pflegehilfskräfte mit mindestens einjähriger Ausbildung. Angegeben ist das Grundentgelt bei Vollzeit ohne Zuschläge für Nacht, Sonn- und Feiertage.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Pflegehelfer übernimmt den Teil der Pflege, der am nächsten am Menschen ist: Waschen, Anziehen, Lagern, Mobilisieren, Begleiten zur Toilette, Anreichen der Mahlzeiten. Die Verantwortung für die Pflegeplanung liegt bei der Pflegefachkraft, die Durchführung vieler Maßnahmen beim Helfer. Deshalb ist seine Beobachtung wichtig – wer jeden Morgen dieselben Bewohner versorgt, merkt als Erster, dass jemand weniger trinkt, verwirrter ist als gestern oder eine gerötete Stelle am Steiß hat, und gibt das weiter.
Der Titel ist nicht bundeseinheitlich geschützt. In der Praxis meint er meist Beschäftigte mit einer landesrechtlich geregelten Helferausbildung in der Altenpflegehilfe oder Krankenpflegehilfe, die je nach Bundesland ein bis zwei Jahre dauert. Mit ihr dürfen Helfer in vielen Einrichtungen auch einfache Maßnahmen der Behandlungspflege übernehmen, etwa Blutzucker messen, Kompressionsstrümpfe anziehen oder Medikamente nach Plan verabreichen – was genau, legt der Arbeitgeber auf Grundlage der Qualifikation fest. Das unterscheidet den ausgebildeten Pflegehelfer von der angelernten Pflegehilfskraft, auch beim Mindestlohn.
In diesem Bestand ist der Beruf klar ein Teilzeitberuf: Drei von vier Anzeigen bieten Teilzeit an, etwa jede fünfte ist befristet. Ein erheblicher Teil kommt aus der ambulanten Versorgung, dazu Klinikanzeigen für einen Pflegepool, also Helfer, die nicht fest auf einer Station arbeiten, sondern je nach Personalbedarf eingesetzt werden. Das bringt Abwechslung, aber auch kurzfristige Dienstplanänderungen mit sich.
Körperlich ist der Beruf fordernd, und Schichtdienst mit Wochenenden gehört fast überall dazu. Rückenschonendes Arbeiten mit Lifter, Rutschbrett und Pflegebett ist keine Kür, sondern die Voraussetzung, den Beruf über Jahre durchzuhalten. Für viele ist die Helferstelle ein Einstieg: Die Helferausbildung kann auf die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft angerechnet werden und verkürzt sie entsprechend.
Aufgaben
- Bewohner und Patienten bei Körperpflege, An- und Auskleiden unterstützen
- Beim Essen und Trinken helfen und die Einfuhr dokumentieren
- Lagern, mobilisieren und Transfers mit Hilfsmitteln durchführen
- Einfache Behandlungspflege nach Anordnung übernehmen, etwa Blutzucker messen
- Veränderungen im Befinden beobachten und an die Fachkraft melden
- Pflegemaßnahmen in der Dokumentation eintragen
- Betten machen, Pflegehilfsmittel reinigen und Material auffüllen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung in der Alten- oder Krankenpflegehilfe, je nach Stelle auch Pflegebasiskurs
- Körperliche Belastbarkeit
- Bereitschaft zu Schicht- und Wochenenddienst
- Einfühlungsvermögen und Geduld im Umgang mit alten und kranken Menschen
- Gute Deutschkenntnisse für Absprachen und Dokumentation
- Führerschein Klasse B im ambulanten Dienst
Wo man arbeitet
- Stationäre Pflegeeinrichtungen
- Ambulante Pflegedienste
- Krankenhäuser, auch in Pflegepools
- Einrichtungen der Eingliederungshilfe
- Tagespflege und Kurzzeitpflege
Der Weg in den Beruf
Die klassische Qualifikation ist die landesrechtlich geregelte Ausbildung in der Altenpflegehilfe oder Krankenpflegehilfe, die je nach Bundesland ein bis zwei Jahre dauert und mit einer staatlichen Prüfung endet. Sie wird schrittweise von der bundeseinheitlichen, generalistischen Pflegefachassistenzausbildung abgelöst. Wer ohne Ausbildung einsteigt, beginnt meist mit einem Pflegebasiskurs und kann die Helferausbildung berufsbegleitend oder mit Förderung der Arbeitsagentur nachholen. Die Helferqualifikation lässt sich auf die Ausbildung zur Pflegefachkraft anrechnen.
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