Pflegefachkraft für die Tagespflege
Pflegefachkräfte in der Tagespflege betreuen und versorgen ältere oder pflegebedürftige Menschen tagsüber in einer teilstationären Einrichtung, während diese abends und am Wochenende zu Hause leben. Sie übernehmen Grund- und Behandlungspflege, planen den Tagesablauf und halten Kontakt zu Angehörigen und Ärzten.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Pflegefachkraft für die Tagespflege verdient
3.750 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.100 bis 5.200 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.100 € | 3.400 € | 3.800 € | 40.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.400 € | 3.750 € | 4.100 € | 45.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.900 € | 4.400 € | 5.200 € | 52.800 € |
Seit 2022 müssen zugelassene Pflegeeinrichtungen nach Tarif oder tarifähnlich zahlen, häufig nach TVöD-P, AVR Caritas, AVR Diakonie oder Haustarifen privater Träger; der Pflegemindestlohn für Fachkräfte bildet die Untergrenze. Weil in der Tagespflege Nacht-, Wochenend- und Schichtzuschläge weitgehend fehlen, liegt das tatsächliche Einkommen meist unter dem einer Fachkraft im Krankenhaus oder Pflegeheim; der größte Sprung kommt mit der Übernahme der Pflegedienstleitung.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Pflegefachkraft für die Tagespflege?
In der Tagespflege verbringen pflegebedürftige Menschen, oft mit Demenz, den Tag in einer Einrichtung und kehren am Nachmittag nach Hause zurück. Der Tag beginnt meist mit der Ankunft der Gäste, die ein Fahrdienst bringt. Die Pflegefachkraft begrüßt sie, schätzt ihren Zustand ein und fragt nach, wie die Nacht war. Danach folgen Frühstück, Medikamentengabe, Blutzucker- und Blutdruckkontrollen, Insulin spritzen, Verbände wechseln und Hilfe beim Toilettengang. Über den Tag hinweg leitet sie Betreuungsangebote an oder koordiniert sie: Gedächtnistraining, Bewegungsrunden, gemeinsames Kochen, Singen. Sie achtet auf ausreichendes Trinken, auf Sturzgefahr und auf Veränderungen, die auf eine Verschlechterung hindeuten. Ein großer Teil der Arbeit ist Organisation und Dokumentation: Pflegeplanung schreiben, Maßnahmen festhalten, Rücksprache mit Hausärzten, ambulanten Diensten und Angehörigen halten. Da die Teams klein sind, leitet die Fachkraft häufig Pflegehilfskräfte und Betreuungskräfte an.
Wie wird man Pflegefachkraft für die Tagespflege?
Voraussetzung ist eine abgeschlossene dreijährige Pflegeausbildung. Seit 2020 ist das die generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann, die an einer Pflegeschule und in Praxiseinsätzen in Krankenhaus, Pflegeheim und ambulantem Dienst stattfindet und vergütet wird. Wer früher Altenpflege oder Gesundheits- und Krankenpflege gelernt hat, ist ebenso qualifiziert. Alternativ gibt es Pflegestudiengänge mit Berufszulassung. Für die Tagespflege selbst ist keine eigene Ausbildung nötig; Fortbildungen zu Demenz, Gerontopsychiatrie oder Wundmanagement sind aber üblich und gefragt. Quereinsteiger können zunächst als Pflegehelfer oder Betreuungskraft in einer Tagespflege arbeiten und die Fachkraftausbildung berufsbegleitend oder verkürzt nachholen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeitszeiten sind der wichtigste Unterschied zu anderen Pflegebereichen: Gearbeitet wird in der Regel montags bis freitags tagsüber, Nachtdienste und Wochenenden fallen weitgehend weg. Das macht die Tagespflege für Eltern und Menschen nach einer Pflegepause attraktiv. Dafür entfallen auch Schicht- und Nachtzuschläge, was das Gehalt gegenüber Klinik oder Heim spürbar senkt. Viele Stellen sind Teilzeitstellen. Körperlich ist die Arbeit fordernd durch Heben, Stützen und Transfers, auch wenn die Gäste meist mobiler sind als im Pflegeheim. Psychisch belastend sind der Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Demenz, das langsame Abschiednehmen von Gästen, deren Zustand sich verschlechtert, und Gespräche mit überlasteten Angehörigen. In kleinen Einrichtungen trägt die Fachkraft oft allein die pflegerische Verantwortung, und Personalausfälle lassen sich schwer abfangen.
Aussichten
Die Zahl der Tagespflegeeinrichtungen ist in den letzten Jahren stark gewachsen, weil die Pflegeversicherung teilstationäre Pflege gesondert finanziert und viele Familien ihre Angehörigen möglichst lange zu Hause versorgen wollen. Pflegefachkräfte werden bundesweit gesucht; eine Stelle zu finden, ist kaum ein Problem. Mit Erfahrung ist der Schritt zur Pflegedienstleitung einer Tagespflege naheliegend, dafür ist eine Weiterbildung zur verantwortlichen Pflegefachkraft nötig. Weitere Wege sind Fachweiterbildungen in Gerontopsychiatrie oder Palliativpflege, ein Pflegemanagement-Studium oder die Leitung mehrerer Einrichtungen bei einem größeren Träger.
Aufgaben
- Medikamente stellen und verabreichen, Insulin spritzen, Verbände wechseln
- Blutdruck, Blutzucker und Vitalzeichen kontrollieren
- Gästen beim Essen, Trinken und Toilettengang helfen
- Gruppenangebote wie Gedächtnistraining und Bewegungsrunden planen und anleiten
- Pflegeplanung erstellen und Maßnahmen dokumentieren
- Rücksprache mit Angehörigen, Hausärzten und ambulanten Diensten halten
- Pflegehilfskräfte und Betreuungskräfte anleiten
- Ankunft und Abholung der Gäste mit dem Fahrdienst abstimmen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann, Altenpfleger oder Gesundheits- und Krankenpfleger
- Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung
- Geduld und Gelassenheit im Umgang mit Menschen mit Demenz
- Körperliche Belastbarkeit für Transfers und Stützen
- Organisationsgeschick und Sorgfalt bei der Dokumentation
- Masernimmunität nach Infektionsschutzgesetz
Wo man arbeitet
- Tagespflegeeinrichtungen freier Wohlfahrtsverbände
- Tagespflegen privater Pflegeanbieter
- Tagespflegen, die an ein Pflegeheim angeschlossen sind
- Tagespflegen ambulanter Pflegedienste
- Gerontopsychiatrische Tageseinrichtungen
Der Weg in den Beruf
Der übliche Weg ist die dreijährige generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann mit staatlicher Prüfung, in Teilzeit bis zu fünf Jahre. Alternativ führt ein Pflegestudium mit Berufszulassung in den Beruf. Wer bereits als Pflegehelfer arbeitet, kann die Ausbildung unter Umständen verkürzen.
Offene Stellen als Pflegefachkraft für die Tagespflege
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Pflegefachkraft (m/w/d) für die Tagespflege
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