Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger
Pflegefachkräfte versorgen kranke, alte und pflegebedürftige Menschen im Krankenhaus, im Pflegeheim oder zu Hause. Sie planen die Pflege, führen ärztlich angeordnete Maßnahmen durch und beobachten, wie sich der Zustand der Patienten entwickelt.
44 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger verdient
3.900 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.100 bis 5.600 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.100 € | 3.500 € | 3.800 € | 42.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.500 € | 3.900 € | 4.300 € | 46.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.100 € | 4.700 € | 5.600 € | 56.400 € |
In kommunalen Krankenhäusern gilt meist der TVöD-P (Pflegefachkräfte in der Regel ab Entgeltgruppe P7), in Unikliniken der TV-L oder Haustarife, bei Kirchen die AVR von Caritas und Diakonie; private und nicht tarifgebundene Träger, vor allem in der Altenpflege, zahlen oft weniger, müssen aber den Pflegemindestlohn einhalten. Schicht-, Nacht- und Wochenendzulagen kommen hinzu und machen in der Praxis einen spürbaren Teil des Einkommens aus, ebenso Fachweiterbildungen etwa in der Intensivpflege.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Pflegefachkraft?
Pflegefachkräfte betreuen Menschen, die sich wegen Krankheit, Alter oder Behinderung nicht selbst versorgen können. Im Krankenhaus messen sie Blutdruck, Puls und Temperatur, stellen und verabreichen Medikamente, legen Infusionen an, versorgen Wunden und bereiten Patienten auf Operationen vor. Sie helfen beim Waschen, Anziehen, Essen und beim Gang zur Toilette, lagern bettlägerige Menschen um und achten auf Anzeichen wie Druckstellen, Atemnot oder Verwirrtheit. Ein großer Teil der Arbeit ist Dokumentation: Jede Maßnahme, jede Beobachtung und jede Medikamentengabe wird festgehalten. Bei der Schichtübergabe informieren sich die Pflegekräfte gegenseitig über jeden Patienten. Dazu kommen Gespräche mit Angehörigen, die Begleitung Sterbender und die Zusammenarbeit mit Ärztinnen, Therapeuten und Sozialdienst. Seit der Reform der Pflegeberufe sind bestimmte Aufgaben gesetzlich der Pflegefachkraft vorbehalten, etwa die Erhebung des Pflegebedarfs und die Planung des Pflegeprozesses.
Wie wird man Pflegefachkraft?
Der übliche Weg ist die dreijährige generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann nach dem Pflegeberufegesetz. Sie verbindet Unterricht an einer Pflegeschule mit Praxiseinsätzen im Krankenhaus, in der stationären Langzeitpflege und in der ambulanten Pflege, außerdem in Pädiatrie und Psychiatrie. Die Ausbildung wird vergütet. Im letzten Drittel kann man sich für den gesonderten Abschluss in Altenpflege oder Kinderkrankenpflege entscheiden. Voraussetzung ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss; mit Hauptschulabschluss geht es nach einer abgeschlossenen Ausbildung als Pflegehelfer oder in einem anderen Beruf. Alternativ gibt es ein primärqualifizierendes Pflegestudium mit Bachelorabschluss, das ebenfalls vergütet wird. Wer bereits als Pflegehilfskraft arbeitet, kann die Ausbildung unter Umständen verkürzen. Ausländische Abschlüsse lassen sich anerkennen, meist nach einer Kenntnisprüfung oder einem Anpassungslehrgang.
Was der Beruf verlangt
Pflege ist körperlich anstrengend: viel Stehen und Laufen, Heben und Umlagern von Menschen, Arbeit unter Zeitdruck. Rückenbeschwerden sind verbreitet. Gearbeitet wird im Schichtdienst, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Wegen des Personalmangels in vielen Häusern kommt es häufig vor, dass Dienste kurzfristig getauscht werden oder man aus dem freien Tag geholt wird. Viele Pflegekräfte erleben, dass für Zuwendung weniger Zeit bleibt, als sie für richtig halten, und empfinden das als belastend. Hinzu kommen der Umgang mit Schmerz, Tod, aggressiven oder verwirrten Patienten und mit Körperausscheidungen. Der Beruf verlangt Sorgfalt, denn Fehler bei Medikamenten oder Beobachtung können ernste Folgen haben, und die Fähigkeit, in Notfällen ruhig zu handeln.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und wird wegen der alternden Bevölkerung weiter steigen. Pflegefachkräfte finden in nahezu jeder Region eine Stelle, oft mit der Möglichkeit, Arbeitszeit und Einsatzbereich mitzubestimmen. Teilzeit ist verbreitet. Nach einigen Berufsjahren sind Fachweiterbildungen möglich, etwa für Intensivpflege und Anästhesie, Onkologie, OP-Dienst, Palliativpflege oder Praxisanleitung. Wer Führung übernehmen will, kann Wohnbereichs- oder Stationsleitung werden oder Pflegemanagement studieren. Weitere Wege führen in die Pflegepädagogik, die Pflegewissenschaft oder in die erweiterte Heilkundeausübung, die in Deutschland gerade schrittweise ausgebaut wird.
Aufgaben
- Blutdruck, Puls, Temperatur und Blutzucker messen und auswerten
- Medikamente stellen und verabreichen, Infusionen und Spritzen geben
- Wunden versorgen und Verbände wechseln
- bei Körperpflege, Essen und Mobilisation helfen
- Pflegebedarf erheben und den Pflegeprozess planen
- Maßnahmen und Beobachtungen dokumentieren und bei der Schichtübergabe weitergeben
- Patienten und Angehörige beraten und anleiten
- bei ärztlichen Untersuchungen und in Notfällen assistieren
Voraussetzungen
- mittlerer Schulabschluss oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung
- abgeschlossene Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann oder Pflegestudium
- gesundheitliche Eignung und körperliche Belastbarkeit, besonders für Rücken und Stehen
- Nachweis des Masernschutzes und erweitertes Führungszeugnis
- Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst
- Sorgfalt, Beobachtungsgabe und psychische Stabilität
- gute Deutschkenntnisse, bei ausländischem Abschluss meist Niveau B2
Wo man arbeitet
- Krankenhäuser und Universitätskliniken
- Pflegeheime und Einrichtungen der Langzeitpflege
- ambulante Pflegedienste
- Reha-Kliniken
- Hospize und Palliativstationen
- psychiatrische Kliniken
Der Weg in den Beruf
Der übliche Weg ist die dreijährige, vergütete Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann an einer Pflegeschule mit Praxiseinsätzen in Krankenhaus, Altenpflege und ambulanter Pflege; sie endet mit einer staatlichen Prüfung. Alternativ führt ein drei- bis vierjähriges primärqualifizierendes Pflegestudium zum Bachelor und zugleich zur Berufszulassung.
Offene Stellen als Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger
In der Suche fortsetzenPflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Cottbus
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Fürstenfeldbruck – Jetzt bewerben!
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Oberursel (Taunus) – Jetzt bewerben!
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Mörfelden-Walldorf – Jetzt bewerben!
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Angermünde
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) - Langen in Langen – Jetzt bewerben!
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Eisenhüttenstadt
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Dietzenbach – Jetzt bewerben!
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Neu-Isenburg – Jetzt bewerben!
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Germering – Jetzt bewerben!
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Maintal – Jetzt bewerben!
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Ingolstadt – Jetzt bewerben!
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Prenzlau
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Eisenhüttenstadt
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Freising – Jetzt bewerben!
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Germering
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Cottbus
Pflegefachkraft / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) in Kelkheim (Taunus) – Jetzt bewerben!
Verwandte Berufe
Altenpfleger
Pflegt und begleitet alte Menschen im Heim oder zu Hause – ein Abschluss, der seit der Pflegereform nicht mehr eigenständig begonnen wird.
- Offene Stellen
- 159
- Monatsbrutto
- 3.250 – 4.900 €
Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger
Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger versorgen Frühgeborene, Kinder und Jugendliche im Krankenhaus, in der ambulanten Pflege oder in Spezialeinrichtungen. Sie pflegen, überwachen, führen ärztliche Anordnungen aus und beziehen die Eltern eng in die Versorgung ein.
- Offene Stellen
- 17
- Monatsbrutto
- 3.100 – 5.400 €
Notfallsanitäter
Notfallsanitäter versorgen Patienten im Rettungsdienst, führen lebensrettende Maßnahmen durch und transportieren sie sicher ins Krankenhaus.
- Offene Stellen
- 44
- Monatsbrutto
- 3.300 – 4.900 €
Operationstechnischer Assistent
Assistiert bei Operationen, bereitet den Saal vor und verantwortet Instrumente und Sterilität – ein eigener Ausbildungsberuf.
- Offene Stellen
- 16
- Monatsbrutto
- 3.150 – 5.300 €
Pflegefachhelfer
Pflegefachhelfer unterstützen Pflegefachkräfte in Pflegeheimen, Kliniken und ambulanten Diensten bei der Grundpflege und übernehmen ausgewählte einfache Aufgaben der Behandlungspflege.
- Offene Stellen
- 52
- Monatsbrutto
- 2.750 – 3.650 €
Passend dazu im Ratgeber
- Werkstudent: Stundengrenze, Sozialversicherung, Vertrag Das Werkstudentenprivileg spart Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherun...
- Pendeln oder umziehen: die Rechnung, die man vorher macht Fahrtzeit, Spritkosten, Verschleiß und Steuervorteil lassen sich vor der Zusage ausrechnen...
- Entgelttransparenz: welches Recht auf Auskunft Sie haben Wer in einem Betrieb mit mehr als 200 Beschäftigten arbeitet, darf erfahren, was die Vergl...