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Gesundheit & Pflege

Pflegefachkraft im Altenpflegeheim für

Pflegefachkräfte im Altenpflegeheim versorgen pflegebedürftige alte Menschen medizinisch und pflegerisch, planen die Pflege und tragen die fachliche Verantwortung im Wohnbereich, oft auch für Hilfskräfte.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Pflegefachkraft im Altenpflegeheim für verdient

4.000 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.300 bis 5.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.300 € 3.600 € 3.900 € 43.200 €
Mit Berufserfahrung 3.700 € 4.000 € 4.400 € 48.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.200 € 4.700 € 5.500 € 56.400 €

Seit 2022 müssen Pflegeheime mindestens auf Tarifniveau zahlen, maßgeblich sind etwa der TVöD-P bei kommunalen Trägern, die AVR von Caritas und Diakonie oder Haustarife privater Träger, außerdem gilt der Pflegemindestlohn für Fachkräfte. Spürbare Unterschiede entstehen durch Nacht-, Wochenend- und Feiertagszuschläge sowie durch Leitungsfunktionen wie Wohnbereichs- oder Pflegedienstleitung.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Pflegefachkraft im Altenpflegeheim?

Im Pflegeheim leben Menschen, die ihren Alltag nicht mehr allein bewältigen, viele davon mit Demenz, mehreren chronischen Erkrankungen oder in ihrer letzten Lebensphase. Die Pflegefachkraft hilft beim Waschen, Anziehen, Essen und beim Toilettengang, lagert bettlägerige Bewohner um und mobilisiert sie. Sie übernimmt zudem die Behandlungspflege: Medikamente stellen und verabreichen, Insulin spritzen, Blutdruck und Blutzucker messen, Wunden versorgen, Katheter und Sonden betreuen. Sie erstellt Pflegeplanungen, dokumentiert jeden Schritt, spricht mit Hausärzten, Angehörigen und Therapeuten und begleitet Sterbende. Weil in vielen Schichten nur eine oder zwei Fachkräfte für einen ganzen Wohnbereich da sind, leitet sie Pflegehilfskräfte und Auszubildende an und ist erste Ansprechpartnerin, wenn sich der Zustand eines Bewohners verschlechtert.

Wie wird man Pflegefachkraft im Altenpflegeheim?

Der übliche Weg ist die dreijährige generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann, die seit 2020 Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zusammenfasst. Wer einen Ausbildungsvertrag mit einem Pflegeheim hat, verbringt dort den Großteil der Praxiszeit und kann den Schwerpunkt Altenpflege wählen. Der gesonderte Abschluss als Altenpflegerin oder Altenpfleger ist im letzten Ausbildungsdrittel weiterhin wählbar. Voraussetzung ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Helferausbildung. Die Ausbildung wird vergütet, ein Schulgeld fällt nicht an. Für Quereinsteiger gibt es Teilzeitmodelle und Verkürzungen, etwa nach einer Ausbildung zur Pflegehilfskraft. Daneben existiert ein Pflegestudium mit Berufszulassung. Ausländische Abschlüsse können anerkannt werden, oft nach Anpassungslehrgang oder Kenntnisprüfung.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend: Heben, Lagern und viel Stehen belasten Rücken und Gelenke, auch wenn Hilfsmittel wie Lifter vorhanden sind. Gearbeitet wird im Schichtdienst mit Früh-, Spät- und Nachtdiensten, an Wochenenden und Feiertagen. Der Personalmangel ist in vielen Häusern deutlich spürbar, kurzfristiges Einspringen aus dem freien Tag kommt häufig vor. Die Verantwortung ist hoch, besonders im Nachtdienst, wenn eine Fachkraft allein für viele Bewohner zuständig ist. Hinzu kommt der Umgang mit Tod, Aggression bei Demenz, Ekel und Konflikten mit Angehörigen. Der Dokumentationsaufwand ist groß und kostet Zeit, die in der direkten Pflege fehlt. Wer gut organisiert ist, ruhig bleibt und Nähe zu alten Menschen aushält, findet dagegen eine Arbeit mit engen, oft jahrelangen Beziehungen zu den Bewohnern.

Aussichten

Die Nachfrage ist sehr hoch und wird wegen der alternden Bevölkerung weiter steigen. Fachkräfte finden fast überall schnell eine Stelle und können Arbeitszeiten und Arbeitgeber häufig mitverhandeln. Die Bezahlung hat sich seit der Tarifpflicht in der Altenpflege 2022 spürbar verbessert. Weiterbildungen führen zur Wohnbereichsleitung, zur Pflegedienstleitung oder in Fachgebiete wie Gerontopsychiatrie, Palliativpflege, Wundmanagement und Praxisanleitung. Mit einem Studium sind Wege ins Pflegemanagement oder in die Pflegepädagogik möglich.

Aufgaben

  • Bewohner bei Körperpflege, Ernährung und Mobilität unterstützen
  • Medikamente stellen und verabreichen, Injektionen geben
  • Wunden versorgen sowie Blutdruck und Blutzucker kontrollieren
  • Pflegeplanungen erstellen und die Pflege dokumentieren
  • Pflegehilfskräfte und Auszubildende anleiten
  • Mit Ärzten, Angehörigen und Therapeuten absprechen
  • Menschen mit Demenz betreuen und Sterbende begleiten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Pflegefachfrau, Pflegefachmann oder Altenpflegerin bzw. Altenpfleger
  • Für die Ausbildung mittlerer Schulabschluss oder Hauptschulabschluss mit Helferausbildung
  • Körperliche Belastbarkeit, besonders für Heben und Lagern
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst
  • Geduld und Einfühlungsvermögen im Umgang mit alten und demenzkranken Menschen
  • Deutschkenntnisse mindestens auf Niveau B2 für die Berufszulassung

Wo man arbeitet

  • Stationäre Altenpflegeheime
  • Einrichtungen der Kurzzeit- und Tagespflege
  • Gerontopsychiatrische Wohnbereiche
  • Hospize
  • Betreute Wohnanlagen und Pflege-Wohngemeinschaften

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige generalistische Pflegeausbildung in Vollzeit mit dem Abschluss Pflegefachfrau oder Pflegefachmann, alternativ mit dem Schwerpunktabschluss Altenpflegerin oder Altenpfleger. In Teilzeit dauert sie bis zu fünf Jahre, mit Vorqualifikation als Pflegehilfskraft kann sie verkürzt werden.

Offene Stellen als Pflegefachkraft im Altenpflegeheim für

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