Produktionsmechaniker Textil
Produktionsmechaniker Textil richten Spinn-, Web-, Strick- und Vliesmaschinen ein, überwachen die Fertigung von Garnen, Stoffen und technischen Textilien und beheben Störungen an den Anlagen.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Produktionsmechaniker Textil verdient
3.200 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 4.400 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.800 € | 3.100 € | 33.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.800 € | 3.200 € | 3.600 € | 38.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.300 € | 3.700 € | 4.400 € | 44.400 € |
In tarifgebundenen Betrieben gelten die Entgelttarifverträge der Textil- und Bekleidungsindustrie, die getrennt für West und Ost verhandelt werden; im Osten und in nicht tarifgebundenen Betrieben liegen die Gehälter oft niedriger. Schicht- und Nachtzuschläge machen im Dreischichtbetrieb einen spürbaren Teil des tatsächlichen Einkommens aus.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Produktionsmechaniker Textil?
Produktionsmechaniker Textil arbeiten dort, wo aus Fasern Garne und aus Garnen Flächen werden. Sie rüsten Spinn-, Zwirn-, Web-, Strick-, Wirk- oder Vliesstoffanlagen für einen neuen Auftrag um, legen Kettfäden ein, stellen Fadenspannung, Geschwindigkeit und Musterprogramme ein und fahren die Maschine an. Während der Produktion überwachen sie mehrere Anlagen gleichzeitig, beheben Fadenbrüche, tauschen Spulen und Verschleißteile und prüfen die Ware auf Fehler wie Webnester, Laufmaschen oder Farbabweichungen. Messwerte wie Garnfeinheit, Reißfestigkeit oder Flächengewicht werden dokumentiert. Ein Teil der Arbeit ist Wartung: Maschinen reinigen, schmieren, mechanische und elektrische Bauteile austauschen. Gefertigt wird heute längst nicht nur Bekleidungsstoff, sondern auch Material für Autositze, Filter, medizinische Produkte, Geotextilien oder Schutzkleidung.
Wie wird man Produktionsmechaniker Textil?
Der Beruf ist eine duale Ausbildung von drei Jahren in einem Textilbetrieb mit Berufsschulunterricht. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen Bewerber mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind solide Kenntnisse in Mathematik und Physik sowie technisches Verständnis. In der Ausbildung geht es um Fasern und Garne, Bindungslehre, Maschinentechnik, Mess- und Prüfverfahren und Steuerungstechnik. Eine zweijährige Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer mit Schwerpunkt Textiltechnik kann auf die dreijährige Ausbildung angerechnet werden. Quereinsteiger aus Metall- oder Elektroberufen finden in Textilbetrieben oft eine Anstellung und werden angelernt.
Was der Beruf verlangt
Die meisten Betriebe produzieren rund um die Uhr, Zwei- oder Dreischichtbetrieb ist üblich, Wochenendschichten kommen vor. In den Hallen ist es oft laut, warm und wegen der Luftbefeuchtung feucht, beim Spinnen und bei Vliesstoffen fällt Faserstaub an. Gehörschutz gehört zum Alltag. Die Arbeit findet überwiegend im Stehen und Gehen statt, schwere Garnrollen oder Warenbäume werden zwar mit Hebezeugen bewegt, trotzdem ist die körperliche Belastung spürbar. Wer mehrere Maschinen betreut, muss gleichzeitig aufmerksam bleiben und bei Störungen schnell und genau eingreifen. Feinmotorik und gutes Sehen sind nötig, etwa beim Einziehen von Fäden oder beim Erkennen kleiner Warenfehler.
Aussichten
Die Textilindustrie in Deutschland ist deutlich kleiner als vor einigen Jahrzehnten, viele Bekleidungsbetriebe sind abgewandert. Die verbliebenen Unternehmen, oft mittelständisch und auf technische Textilien spezialisiert, suchen aber Fachkräfte, weil wenige Menschen den Beruf erlernen. Die Stellen konzentrieren sich regional, vor allem in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Oberfranken und Thüringen. Wer umziehen will, hat bessere Chancen. Weiterbildungen zum Industriemeister Textil oder zum staatlich geprüften Techniker Textiltechnik führen zu Aufgaben als Schichtleitung oder in der Arbeitsvorbereitung. Mit Hochschulreife ist ein Studium der Textiltechnik möglich, etwa in Mönchengladbach, Reutlingen oder Hof.
Aufgaben
- Maschinen für neue Aufträge umrüsten und einstellen
- Kettfäden einziehen und Musterprogramme laden
- Laufende Anlagen überwachen und Fadenbrüche beheben
- Garne und Stoffe auf Fehler prüfen und Messwerte dokumentieren
- Verschleißteile tauschen und Maschinen warten
- Störungen an Mechanik und Steuerung eingrenzen
- Spulen, Warenbäume und Rohmaterial bereitstellen
Voraussetzungen
- Meist Hauptschulabschluss oder mittlerer Schulabschluss
- Technisches Verständnis und Grundkenntnisse in Mathematik und Physik
- Bereitschaft zu Schichtarbeit einschließlich Nachtschichten
- Gute Feinmotorik und gutes Sehvermögen
- Belastbarkeit bei Lärm, Wärme und langem Stehen
- Sorgfalt und Konzentration bei der Betreuung mehrerer Maschinen
Wo man arbeitet
- Spinnereien und Zwirnereien
- Webereien
- Strick- und Wirkwarenbetriebe
- Hersteller von Vliesstoffen
- Hersteller technischer Textilien für Automobil, Medizin und Bau
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung in einem Textilbetrieb und an der Berufsschule, die mit der Abschlussprüfung vor der IHK endet. Eine vorangegangene Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer Textiltechnik kann angerechnet werden.
Offene Stellen als Produktionsmechaniker Textil
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Produktionsmechaniker Textil (m/w/d) - Duale Ausbildung
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Hält Maschinen und Anlagen in Betrieb: fertigt Bauteile nach Zeichnung, montiert Baugruppen, wartet und sucht Störungen.
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Maschinen- und Anlagenführer rüsten Produktionsanlagen, bedienen und überwachen sie, beheben Störungen und prüfen die Qualität der Erzeugnisse.
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- 2.450 – 4.300 €
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Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik richten Maschinen ein, die aus Kunststoffgranulat oder Kautschukmischungen Formteile, Rohre, Folien oder Profile herstellen, und überwachen die laufende Produktion. Gearbeitet wird meist in Industriebetrieben, häufig im Schichtdienst.
- Offene Stellen
- 6
- Monatsbrutto
- 2.600 – 4.800 €
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