Raumausstatter
Raumausstatterinnen und Raumausstatter beraten Kundschaft zur Gestaltung von Innenräumen und setzen sie handwerklich um: Sie verlegen Böden, beziehen Wände, polstern Möbel und fertigen und montieren Gardinen sowie Sonnenschutz.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Raumausstatter verdient
2.900 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 4.000 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.500 € | 2.800 € | 30.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.600 € | 2.900 € | 3.300 € | 34.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.000 € | 3.400 € | 4.000 € | 40.800 € |
Für das Raumausstatter- und Sattlerhandwerk gibt es nur regional Tarifverträge, und die meisten kleinen Betriebe sind nicht tarifgebunden, sodass das Gehalt meist frei verhandelt wird. Am stärksten wirken sich der Meistertitel, die Region und die Spezialisierung aus, etwa auf Objektausstattung oder Polsterei.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Raumausstatter?
Raumausstatter arbeiten an der Schnittstelle von Verkauf und Handwerk. Ein großer Teil des Tages besteht aus Beratung: im Ladengeschäft Stoffmuster, Bodenbeläge und Tapeten zeigen, beim Kunden zu Hause Fenster und Räume ausmessen, Angebote kalkulieren und Termine abstimmen. Danach folgt die Ausführung. Dazu gehört das Verlegen von Teppich, Vinyl, Linoleum oder Designbelägen, oft mit Vorarbeiten wie Spachteln und Schleifen des Untergrunds. Wände werden tapeziert oder mit Stoff bespannt. In der Werkstatt nähen Raumausstatter Vorhänge und Dekorationen, beziehen Sessel, Sofas und Stühle neu oder bauen Polster komplett auf. Beim Kunden montieren sie Gardinenschienen, Rollos, Plissees, Jalousien und Insektenschutz. Viele Betriebe sind klein, deshalb übernehmen Beschäftigte meist alle Bereiche, vom Verkaufsgespräch bis zur Reklamation.
Wie wird man Raumausstatter?
Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Raumausstatter im Handwerk. Gelernt wird im Betrieb und an der Berufsschule, die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen Bewerberinnen und Bewerber mit Hauptschul- oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind räumliches Vorstellungsvermögen, Rechnen für Aufmaß und Materialbedarf sowie Freude an Farben und Materialien. Quereinsteiger kommen häufig aus dem Einzelhandel für Heimtextilien oder aus verwandten Handwerken wie Bodenlegen oder Malerei und arbeiten zunächst als Helfer oder im Verkauf. Seit 2020 gilt für die Selbstständigkeit in diesem Handwerk wieder die Meisterpflicht.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich fordernd. Beim Verlegen von Böden wird viel gekniet, Teppichrollen und Möbel sind schwer, bei der Montage von Vorhängen und Sonnenschutz steht man oft auf Leitern. Klebstoffe, Staub und Lösemittel gehören zum Alltag, auch wenn moderne Produkte schadstoffärmer geworden sind. Ein Teil der Zeit wird in fremden Wohnungen und Büros verbracht, dazu kommen Fahrten zwischen Baustellen. Die Arbeitszeiten liegen überwiegend tagsüber, Schichtdienst gibt es nicht, im Ladengeschäft ist Samstagsarbeit aber verbreitet. Kundenkontakt verlangt Geduld: Wünsche ändern sich, Lieferungen verzögern sich, und Fehler beim Aufmaß fallen erst bei der Montage auf. Wer nur handwerklich arbeiten möchte und ungern berät oder verkauft, ist in vielen Betrieben nicht gut aufgehoben. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich der Handwerksberufe.
Aussichten
Die Nachfrage nach ausgebildeten Fachkräften ist da, weil viele Betriebe Nachwuchs suchen und ältere Inhaber in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig steht das Handwerk unter Druck durch Möbelhäuser, Baumärkte und Online-Shops, die Sonnenschutz und Bodenbeläge günstig anbieten. Gute Chancen haben Betriebe und Beschäftigte, die sich auf Beratung, Maßanfertigung und anspruchsvolle Arbeiten wie Polsterrestaurierung, Objektausstattung für Hotels oder Akustiklösungen spezialisieren. Nach der Gesellenzeit ist die Meisterprüfung der wichtigste Schritt, sie ermöglicht die Gründung eines eigenen Betriebs oder die Leitung einer Werkstatt. Weitere Wege führen zum Gestalter im Handwerk, zum staatlich geprüften Techniker für Raumgestaltung und Innenausbau oder mit Hochschulzugang in ein Studium der Innenarchitektur.
Aufgaben
- Kundschaft im Laden und vor Ort zu Stoffen, Bodenbelägen und Sonnenschutz beraten
- Räume und Fenster ausmessen und Angebote kalkulieren
- Untergründe vorbereiten und Teppich, Vinyl oder Linoleum verlegen
- Wände tapezieren oder mit Stoff bespannen
- Vorhänge und Dekorationen zuschneiden und nähen
- Sessel, Sofas und Stühle neu polstern und beziehen
- Gardinenschienen, Rollos, Plissees und Jalousien montieren
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung zum Raumausstatter oder vergleichbare handwerkliche Erfahrung
- Sicheres Auftreten im Kundengespräch und Freude am Verkaufen
- Räumliches Vorstellungsvermögen und Gespür für Farben und Materialien
- Sorgfalt beim Aufmessen und sicheres Rechnen
- Körperliche Belastbarkeit für Arbeiten im Knien, Heben und auf Leitern
- Führerschein Klasse B für Montagefahrten, in vielen Betrieben erwartet
Wo man arbeitet
- Raumausstatterbetriebe des Handwerks mit Werkstatt und Ladengeschäft
- Fachgeschäfte für Heimtextilien und Sonnenschutz
- Bodenbelags- und Polsterbetriebe
- Einrichtungshäuser mit eigener Dekorationsabteilung
- Objektausstatter für Hotels, Büros und Theater
Der Weg in den Beruf
Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Raumausstatter im Handwerk, die mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer abschließt. Nach einigen Jahren Berufspraxis kann die Meisterprüfung abgelegt werden, die Voraussetzung für die Gründung eines eigenen Betriebs ist.
Offene Stellen als Raumausstatter
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Ausbildung zum Raumausstatter (m/w/d)
Raumausstatter in Vollzeit / Teilzeit (m/w/d)
Raumausstatter (m/w/d)
Verwandte Berufe
Bodenleger
Verlegt Teppich, Vinyl, Linoleum, Laminat und Parkett – und richtet den Untergrund her, von dem alles abhängt.
- Offene Stellen
- 18
- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.300 €
Maler und Lackierer
Maler und Lackierer beschichten, gestalten und schützen Wände, Decken, Fassaden und Bauteile aus Holz, Metall oder Beton. Sie arbeiten überwiegend auf Baustellen, in Wohnungen und an Gebäuden und gehören zum Bauhandwerk.
- Offene Stellen
- 53
- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.300 €
Polsterer
Polsterer und Polsterinnen bauen Sitz- und Liegemöbel auf, beziehen sie neu und restaurieren alte Polster. Sie arbeiten mit Federn, Schaumstoff, Gurten, Leder und Stoffen, in der Werkstatt eines Handwerksbetriebs oder in der Polstermöbelindustrie.
- Offene Stellen
- 6
- Monatsbrutto
- 2.250 – 3.900 €
Sattler
Sattler verarbeiten Leder, Textilien und Kunststoffe zu Reitsattelzeug, Taschen, Fahrzeuginnenausstattungen und technischen Produkten. Sie arbeiten überwiegend von Hand und an Spezialnähmaschinen, meist in kleinen Handwerksbetrieben oder in der Fahrzeugausstattung.
- Offene Stellen
- 4
- Monatsbrutto
- 2.100 – 4.200 €
Verkäufer im Einzelhandel
Verkäuferinnen und Verkäufer im Einzelhandel beraten Kundschaft, kassieren, nehmen Ware an und halten Regale und Verkaufsfläche in Ordnung. Sie arbeiten in Supermärkten, Fachgeschäften, Kaufhäusern und Discountern.
- Offene Stellen
- 5
- Monatsbrutto
- 2.200 – 3.800 €
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