Reinigungskraft Produktion
Reinigungskräfte in der Produktion halten Fertigungshallen, Maschinen und Sozialräume in Industriebetrieben sauber. Sie arbeiten häufig für Gebäudedienstleister im Schichtbetrieb und oft unter strengen Hygiene- oder Sicherheitsvorgaben.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Reinigungskraft Produktion verdient
2.600 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.500 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.450 € | 2.700 € | 29.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.350 € | 2.600 € | 2.950 € | 31.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.600 € | 3.000 € | 3.500 € | 36.000 € |
Bei Reinigungsdienstleistern gilt in der Regel der Lohntarifvertrag für die gewerblichen Beschäftigten in der Gebäudereinigung, der die Bezahlung nach Lohngruppen festlegt; Innenreinigung liegt in den unteren Gruppen, Maschinen-, Hygiene- und Sonderreinigung sowie Vorarbeit höher. Wer direkt beim Produktionsbetrieb angestellt ist, etwa nach Metall- oder Chemietarif, verdient oft deutlich mehr, und Nacht- und Sonntagszuschläge erhöhen das tatsächliche Einkommen spürbar.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Reinigungskraft Produktion?
Reinigungskräfte in der Produktion sorgen dafür, dass Fabrikhallen, Lager und Fertigungslinien sauber und sicher bleiben. Sie kehren und schrubben Hallenböden mit Aufsitz- oder Scheuersaugmaschinen, entfernen Öl, Späne und Staub von Maschinen, leeren Abfall- und Wertstoffbehälter und reinigen Pausenräume, Umkleiden und Sanitäranlagen. In der Lebensmittel- und Pharmaindustrie kommt die Hygienereinigung hinzu: Anlagen werden nach festgelegten Plänen zerlegt, mit Schaum und Hochdruck gereinigt, desinfiziert und die Arbeit wird dokumentiert. Dabei kommen Chemikalien zum Einsatz, deren Dosierung und Handhabung stimmen müssen. Gearbeitet wird meist im Team unter Anleitung einer Vorarbeiterin oder eines Objektleiters, oft dann, wenn die Produktion ruht oder zwischen zwei Schichten.
Wie wird man Reinigungskraft Produktion?
Eine formale Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Die meisten Beschäftigten steigen als angelernte Kräfte ein und werden im Betrieb eingewiesen, etwa in Maschinenbedienung, Arbeitsschutz und den Umgang mit Reinigungsmitteln. Deutschkenntnisse auf einfachem Niveau reichen oft, sind für Sicherheitsunterweisungen aber wichtig. Wer sich weiterentwickeln möchte, kann die dreijährige duale Ausbildung zum Gebäudereiniger machen, auch berufsbegleitend oder über eine Externenprüfung nach einigen Jahren Praxis. Kurze Lehrgänge, etwa zum Staplerschein, zur Hygieneschulung nach Lebensmittelrecht oder zur Desinfektorin, verbessern die Chancen auf besser eingestufte Tätigkeiten. Der Beruf eignet sich für Quereinsteiger und für den Wiedereinstieg nach einer Pause.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Langes Stehen und Gehen, Bücken, Arbeiten über Kopf und das Schieben schwerer Geräte gehören zum Alltag. In Produktionshallen ist es je nach Branche laut, staubig, heiß oder in Kühlbereichen kalt und nass. Reinigungschemikalien können Haut und Atemwege reizen, deshalb sind Schutzkleidung, Handschuhe und teils Atemschutz Pflicht. Weil gereinigt wird, wenn die Maschinen stillstehen, sind Nacht-, Früh- und Wochenendschichten häufig. Viele Stellen sind Teilzeit oder Minijobs, Vollzeit gibt es eher in größeren Industrieobjekten. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich, die Arbeit wird von außen wenig wahrgenommen, und Zeitvorgaben sind oft knapp bemessen. Sorgfalt ist trotzdem gefragt, denn in der Lebensmittelherstellung oder bei Reinraumarbeiten können Reinigungsfehler teure Folgen haben.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil, da jeder Industriebetrieb gereinigt werden muss und viele Firmen diese Arbeit an Gebäudedienstleister vergeben. Dienstleister suchen fortlaufend Personal, auch wegen hoher Fluktuation. Wer zuverlässig ist und Maschinen sicher bedient, kann zur Vorarbeiterin aufsteigen und ein kleines Team führen. Mit der Gesellenprüfung als Gebäudereiniger öffnen sich besser bezahlte Tätigkeiten, später sind Objektleitung oder die Meisterprüfung möglich. Spezialisierungen wie Industrie- und Hygienereinigung, Reinraumreinigung oder Tatortreinigung werden besser vergütet. Automatisierung durch Reinigungsroboter betrifft vor allem einfache Bodenflächen, Maschinen- und Hygienereinigung bleiben überwiegend Handarbeit.
Aufgaben
- Hallenböden mit Scheuersaug- und Kehrmaschinen reinigen
- Öl, Späne und Staub von Maschinen und Anlagen entfernen
- Produktionsanlagen nach Hygieneplan schäumen, abspülen und desinfizieren
- Reinigungsmittel nach Vorgabe dosieren und sicher lagern
- Abfall- und Wertstoffbehälter leeren und sortieren
- Sanitärräume, Umkleiden und Pausenräume reinigen
- Durchgeführte Reinigungen in Checklisten dokumentieren
Voraussetzungen
- Kein bestimmter Schulabschluss erforderlich
- Körperliche Belastbarkeit und Unempfindlichkeit gegenüber Schmutz, Lärm und Nässe
- Bereitschaft zu Nacht-, Früh- und Wochenendschichten
- Sorgfalt und Verständnis für Sicherheits- und Hygieneregeln
- Grundkenntnisse der deutschen Sprache für Unterweisungen
- Keine Hautallergien gegen Reinigungsmittel, für Lebensmittelbetriebe ggf. Belehrung nach Infektionsschutzgesetz
Wo man arbeitet
- Gebäudereinigungs- und Facility-Management-Unternehmen
- Betriebe der Lebensmittel- und Getränkeindustrie
- Metall- und Automobilindustrie
- Chemie- und Pharmaunternehmen
- Logistikzentren und Lagerhallen
Der Weg in den Beruf
Der übliche Einstieg erfolgt ohne Ausbildung als angelernte Kraft mit Einarbeitung von wenigen Tagen bis Wochen. Wer aufsteigen möchte, absolviert die dreijährige duale Ausbildung zum Gebäudereiniger mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer, die auch als Externenprüfung nach mehrjähriger Berufspraxis möglich ist.
Offene Stellen als Reinigungskraft Produktion
In der Suche fortsetzenReinigungskraft (m/w/d) Produktion
Reinigungskraft Produktion (m/w/d)
Verwandte Berufe
Fachkraft für Lagerlogistik
Fachkräfte für Lagerlogistik planen und steuern Warenein- und -ausgang, Lagerung und Versand und halten die Bestände im System korrekt.
- Offene Stellen
- 359
- Monatsbrutto
- 2.650 – 3.850 €
Gebäudereiniger
Gebäudereiniger reinigen, pflegen und schützen Gebäude, Fassaden, Glasflächen und Verkehrsmittel mit Maschinen und Reinigungsmitteln. Sie arbeiten in Büros, Kliniken, Industriehallen und an Fassaden, oft außerhalb der üblichen Bürozeiten.
- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 2.700 – 4.600 €
Hausmeister
Hält Gebäude und Außenanlagen in Ordnung, erledigt kleine Reparaturen, kontrolliert die Technik und ist Ansprechpartner vor Ort.
- Offene Stellen
- 68
- Monatsbrutto
- 2.650 – 3.800 €
Passend dazu im Ratgeber
- Werkstudent: Stundengrenze, Sozialversicherung, Vertrag Das Werkstudentenprivileg spart Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherun...
- Pendeln oder umziehen: die Rechnung, die man vorher macht Fahrtzeit, Spritkosten, Verschleiß und Steuervorteil lassen sich vor der Zusage ausrechnen...
- Entgelttransparenz: welches Recht auf Auskunft Sie haben Wer in einem Betrieb mit mehr als 200 Beschäftigten arbeitet, darf erfahren, was die Vergl...