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Vertrieb & Kundenservice

Rezeptionist Anmeldung / Call Center

Rezeptionistinnen und Rezeptionisten an der Anmeldung oder im Call Center sind die erste Anlaufstelle für Kundschaft, Besucher und Anrufende. Sie nehmen Anliegen entgegen, vergeben Termine, beantworten Fragen und leiten weiter, was sie selbst nicht klären können.

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Gehalt

Was man als Rezeptionist Anmeldung / Call Center verdient

2.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.250 bis 3.800 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.250 € 2.400 € 2.700 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.700 € 3.100 € 32.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.200 € 3.800 € 38.400 €

Einen branchenweiten Tarifvertrag für Call Center gibt es nicht, viele Dienstleister zahlen nahe am Mindestlohn, während Inhouse-Kundenservices von Versicherungen, Energieversorgern oder Banken deutlich mehr zahlen. Am Empfang hängt das Gehalt vom Arbeitgeber ab: Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD bzw. TV-L, in Hotels der jeweilige DEHOGA-Tarifvertrag, dazu kommen je nach Betrieb Zuschläge für Abend-, Wochenend- und Feiertagsschichten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Rezeptionist an der Anmeldung oder im Call Center?

Im Mittelpunkt steht der Kontakt mit Menschen, persönlich am Empfangstresen oder am Telefon mit Headset. An der Anmeldung eines Unternehmens, einer Klinik, eines Autohauses oder einer Behörde werden Besucher begrüßt, angemeldet und an die richtige Stelle geschickt. Dazu gehören Besucherausweise ausstellen, Termine im Kalendersystem eintragen, Post und Pakete annehmen und die Telefonzentrale besetzen. Im Call Center kommen eingehende Anrufe, E-Mails und Chatnachrichten hinzu: Bestellungen aufnehmen, Rechnungsfragen beantworten, Reklamationen erfassen, Verträge ändern. Jeder Kontakt wird im CRM-System dokumentiert. In manchen Betrieben gehören auch ausgehende Anrufe dazu, etwa für Terminbestätigungen, Umfragen oder den Verkauf von Tarifen und Produkten. Viele Gespräche folgen festen Gesprächsleitfäden, schwierige Fälle gehen an die Fachabteilung oder an Vorgesetzte.

Wie wird man Rezeptionist an der Anmeldung oder im Call Center?

Ein fester Ausbildungsweg ist nicht vorgeschrieben, und der Quereinstieg ist weit verbreitet. Viele Call Center stellen nach einer Einarbeitung von einigen Tagen bis Wochen ein, an der Rezeption zählen Auftreten und Organisationsgeschick oft mehr als ein bestimmter Abschluss. Wer eine anerkannte Qualifikation möchte, kann die zweijährige Ausbildung zur Servicefachkraft für Dialogmarketing oder die dreijährige Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Dialogmarketing machen. Auch eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement passt gut, besonders für Empfangsstellen in Unternehmen. Englischkenntnisse und weitere Fremdsprachen verbessern die Chancen deutlich.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist geistig anstrengend, auch wenn sie körperlich leicht wirkt. Im Call Center folgt ein Gespräch auf das nächste, oft mit vorgegebenen Zielen für Gesprächsdauer, Erreichbarkeit und Abschlussquoten, die laufend gemessen werden. Verärgerte oder unhöfliche Anrufende gehören zum Alltag, und es braucht ein dickes Fell, um das nicht persönlich zu nehmen. Langes Sitzen und Sprechen belasten Rücken und Stimme. Viele Hotlines sind abends, an Wochenenden und Feiertagen besetzt, was Schichtarbeit bedeutet. Auch an Empfängen in Kliniken oder Hotels wird im Schichtdienst gearbeitet. Teilzeit- und befristete Stellen sowie Leiharbeit sind verbreitet, die Bezahlung liegt besonders im Call Center oft nahe am Mindestlohn.

Aussichten

Stellen gibt es reichlich, die Fluktuation ist hoch und Betriebe suchen ständig Personal. Gleichzeitig verändert sich der Beruf: Sprachcomputer, Chatbots und Online-Terminvergabe übernehmen einfache Standardanfragen. Gefragt bleiben Menschen, die komplexe Anliegen lösen, beraten und mehrere Sprachen sprechen. Homeoffice ist im Call Center inzwischen häufig möglich. Wer sich weiterentwickeln will, kann Teamleitung, Qualitätssicherung oder Schulung neuer Kolleginnen und Kollegen übernehmen, in die Sachbearbeitung oder den Vertriebsinnendienst wechseln oder sich zum Fachwirt im Kundenservice weiterbilden.

Aufgaben

  • Anrufe, E-Mails und Chatanfragen von Kundinnen und Kunden beantworten
  • Besucher am Empfang begrüßen, anmelden und weiterleiten
  • Termine vergeben, verschieben und bestätigen
  • Bestellungen, Vertragsänderungen und Reklamationen im System erfassen
  • Gespräche und Kundendaten im CRM-System dokumentieren
  • Post, Pakete und Besucherausweise verwalten
  • Schwierige Anliegen an Fachabteilungen oder Vorgesetzte weitergeben

Voraussetzungen

  • Hauptschul- oder Realschulabschluss, eine Ausbildung ist hilfreich, aber nicht zwingend
  • Sehr gutes Deutsch in Wort und Schrift, deutliche Aussprache
  • Sicherer Umgang mit PC, Telefonanlage und Kundendatenbanken
  • Geduld und Gelassenheit im Umgang mit verärgerten Menschen
  • Bereitschaft zu Schicht- und Wochenendarbeit
  • Fremdsprachenkenntnisse, vor allem Englisch, je nach Stelle

Wo man arbeitet

  • Call Center und Kundenservice-Dienstleister
  • Kundenservice-Abteilungen von Energieversorgern, Versicherungen und Telekommunikationsfirmen
  • Empfang von Unternehmen und Bürogebäuden
  • Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen
  • Hotels und Autohäuser
  • Behörden und öffentliche Einrichtungen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist der Quereinstieg mit einer betrieblichen Einarbeitung von wenigen Tagen bis Wochen. Als anerkannte Abschlüsse bieten sich die zweijährige Ausbildung zur Servicefachkraft für Dialogmarketing oder die dreijährige Ausbildung zum Kaufmann bzw. zur Kauffrau für Dialogmarketing oder für Büromanagement an, jeweils mit IHK-Prüfung.

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