S.H.R. Personal
Fachkräfte im Personalwesen (HR) betreuen die Beschäftigten eines Unternehmens vom Vorstellungsgespräch bis zum Austritt. Sie suchen Personal, bereiten Verträge vor, beraten Führungskräfte und achten darauf, dass arbeitsrechtliche Vorgaben eingehalten werden.
69 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als S.H.R. Personal verdient
4.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.900 bis 7.500 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.900 € | 3.400 € | 4.000 € | 40.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.600 € | 4.300 € | 5.200 € | 51.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.800 € | 5.900 € | 7.500 € | 70.800 € |
Das Gehalt hängt stark von Abschluss, Unternehmensgröße und Branche ab: Großunternehmen der Industrie mit Tarifbindung, etwa an die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie (ERA), zahlen deutlich mehr als kleine Betriebe oder Personaldienstleister. Im öffentlichen Dienst richtet sich die Bezahlung nach TVöD oder TV-L, dort ist die Spanne enger.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was machen Fachkräfte im Personalwesen?
Im Personalwesen, oft HR (Human Resources) genannt, dreht sich die Arbeit um alle Fragen rund um die Beschäftigten. Dazu gehören Stellenanzeigen formulieren und schalten, Bewerbungen sichten, Telefoninterviews und Vorstellungsgespräche führen. Ist eine Person eingestellt, werden Arbeitsvertrag, Personalakte und die Anmeldung bei der Sozialversicherung vorbereitet. Im laufenden Arbeitsverhältnis fallen Urlaubs- und Krankmeldungen, Änderungen der Arbeitszeit, Elternzeiten, Abmahnungen, Zeugnisse und Kündigungen an. In vielen Betrieben gehört auch die Zuarbeit zur Lohn- und Gehaltsabrechnung dazu. Mit wachsender Erfahrung kommen Beratung von Führungskräften, Gespräche mit dem Betriebsrat, Weiterbildungsplanung und Projekte wie die Einführung einer neuen HR-Software hinzu. Ein großer Teil der Arbeit findet am Bildschirm und in Gesprächen statt.
Wie wird man Fachkraft im Personalwesen?
Einen einheitlichen Weg gibt es nicht. Häufig ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement oder als Personaldienstleistungskaufmann, mit anschließender Spezialisierung. Wer weiterkommen will, macht meist die IHK-Fortbildung zum Geprüften Personalfachkaufmann oder zur Personalfachkauffrau. Für Referentenstellen verlangen viele Unternehmen ein Studium der Betriebswirtschaft, Psychologie, Wirtschaftsrecht oder eines HR-Studiengangs. Der Quereinstieg ist möglich, vor allem ins Recruiting, wo Kommunikationsstärke oft wichtiger ist als ein bestimmter Abschluss. Für Menschen nach einer Elternzeit bieten sich Teilzeitstellen in der Personalsachbearbeitung an, die in diesem Feld verbreiteter sind als in vielen anderen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit verlangt Genauigkeit und Diskretion, denn Gehälter, Krankheiten und Konflikte sind vertraulich. Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht und Datenschutz ändern sich laufend, wer hier nicht am Ball bleibt, macht Fehler mit rechtlichen Folgen. Schwer fällt vielen die Rolle zwischen den Stühlen: Die Personalabteilung soll den Beschäftigten helfen, vertritt aber die Interessen des Arbeitgebers. Kündigungsgespräche, Personalabbau und Streit mit dem Betriebsrat sind belastend. Im Recruiting kommen Zielvorgaben und Zeitdruck hinzu, besonders bei Personaldienstleistern, wo Stellen schnell besetzt werden müssen. Die Arbeitszeiten liegen meist im üblichen Bürorahmen, Schichtarbeit gibt es kaum, Homeoffice ist in vielen Unternehmen teilweise möglich. Zum Monatsende vor der Abrechnung und in Umstrukturierungen kann es eng werden.
Aussichten
Der Fachkräftemangel hat die Nachfrage nach Personalfachleuten, vor allem im Recruiting und Employer Branding, erhöht. Gleichzeitig werden einfache Verwaltungsaufgaben zunehmend durch Software erledigt, reine Sachbearbeitung ohne Weiterbildung verliert an Gewicht. Gefragt sind Kenntnisse in HR-Systemen wie SAP oder Personio, in Datenauswertung und im Arbeitsrecht. Entwicklungswege führen zum Personalreferenten, zum HR Business Partner, in die Personalentwicklung, die Vergütung oder in die Leitung einer Personalabteilung. Auch der Wechsel in die Selbstständigkeit als Recruiter oder HR-Berater ist verbreitet.
Aufgaben
- Stellenanzeigen erstellen und auf Jobportalen veröffentlichen
- Bewerbungen sichten und Vorstellungsgespräche führen
- Arbeitsverträge, Vertragsänderungen und Arbeitszeugnisse vorbereiten
- Personalakten pflegen und Fehlzeiten erfassen
- Daten für die Lohn- und Gehaltsabrechnung zuliefern
- Führungskräfte in arbeitsrechtlichen Fragen beraten
- Einarbeitung neuer Beschäftigter organisieren
- Mit Betriebsrat und Behörden abstimmen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder Studium, für Referentenstellen meist Hochschulabschluss
- Grundkenntnisse im Arbeits- und Sozialversicherungsrecht
- Sicherer Umgang mit Office-Programmen und HR-Software
- Verschwiegenheit im Umgang mit vertraulichen Daten
- Sicheres Auftreten in Gesprächen, auch in Konfliktsituationen
- Sorgfalt und Organisationsfähigkeit
Wo man arbeitet
- Personalabteilungen in Industrie- und Handelsunternehmen
- Personaldienstleister und Zeitarbeitsfirmen
- Personalberatungen und Headhunter-Agenturen
- Öffentliche Verwaltung und Behörden
- Krankenhäuser und soziale Einrichtungen
- Steuerberatungen und Lohnbüros
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung mit IHK-Abschluss und danach eine berufsbegleitende Fortbildung zum Geprüften Personalfachkaufmann, die je nach Modell ein bis zwei Jahre dauert. Alternativ führt ein dreijähriges Bachelorstudium in Betriebswirtschaft, Psychologie oder Personalmanagement direkt in Referentenstellen.
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